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Montag, 23. Mai 2016

Die Triole: Ein Sex-Roman in Fortsetzungen



Meine Kollegin und künftig ev. auch Co-Autorin bei vereinzelten Projekten, Alice Alexa Elle,  hat ihr erstes eigenes Projekt begonnen - einen heiteren Sex-Roman in 5 Episoden.

Die Teile 1-3 sind jetzt erschienen.

Das Werk nennt sich "Die Triole" und ist eine Beziehungsgeschichte mit fröhlichem Partnerwechsel, Orgien, Dreiern, der angedeutete Kitzel diverser Fetische und allerlei Vergnügungen dieser Art.

Die Sache mit dem Sex steigert sich von Episode zu Episode, die in dieser Serie nahtlos ineinander übergehen. Man muss (sollte) also bei Band 1 beginnen - es wäre ohnehin schade, die gut gelaunte Geschichte mit all den gierigen und geilen Sexakten abzukürzen.

Alice ist eine sehr bestimmte Frau, die genau weiß, was sie will - nämlich alles - und es auch bekommt. Wie viel davon in der Geschichte drinnen ist, das bleibt der Fantasie der Leser überlassen.

(Unter uns: Alice muss man mögen lernen, da macht sie es einem nicht einfach. Aber wenn man sie näher kennt, möchte man sie nie wieder missen ... und sie kann einen über Dinge aufklären von denen man gar nicht wusste, dass man sie nicht wusste. Sie ist eine sehr heftige Person.)

Hin und wieder gibt sie in unserer kleinen Gruppe - edition kultbuch - einen Blogeintrag von sich. Sie ist, möchte ich hinzufügen, eine definitiv bessere Autorin als Bloggerin.

Die Triole ist jedenfalls ein ziemliches Vergnügen für alle volljährigen Leser - und nur für die.


DIE ERSTEN 3 BÄNDE können ab sofort bequem über Amazon –>> Die Triole <<– bezogen werden.



BAND 4 und 5 ERSCHEINEN IM JUNI und beenden die 1. Staffel:

(Übrigens habe ich schon in die zweite Serie hineingelesen, die sie ab Sommer rausbringen wird - wieder 5 Bände, aber dieses Mal jeder in sich abgeschlossen - und ... das wird dann richtig klatschnasser Stoff für Spezialisten - hoch die Sektflöten und Prost ;-) ...)

Eine "Andeutung" von dem, was im Sommer sprudelt, findet sich ab dem 3. Band in der aktuellen Serie zu lesen.

Wie gesagt, Alice ist sehr heftig.


VIEL VERGNÜGEN MIT DER TRIOLE!!!

Sonntag, 18. Mai 2014

Prinzessin: Armee der Finsternis

Jetzt ist es passiert: Das Buch ist erschienen. Das eBook gibt es bei Amazon, kostet Euro 4,99. Das Paperback, ebenfalls bei Amazon, gibt es für Euro 12,99. Das Ding hat 269 Seiten, das ist die Zählung der Printausgabe.

Mehr zum Buch gibt es auf meiner Website -> hier.

Und damit kommen wir gleich zum Hinweis auf kommende Werke: Der nächste Roman ist ein Kurzroman mit dem (vorläufrigen) Titel "Glibbergott". Den habe ich für Ende Juli vorgesehen und bin mitten in der Arbeit. Der Umfang wird etwas weniger als die Hälfte dieses Buches messen und ebenso als eBook und Paperback erscheinen. Glibbergott hat mit Tentakeln und Sex zu tun. Also, irgendwie etwas Japanisches, ohne ein japanischer Roman zu sein. Oder so. What the fuck schreib ich da?

Noch habe ich kein Cover dafür, aber ich hoffe, es in Bälde vorzeigen zu können. Ist ein bisschen schwierig, bei einem Tentakelbuch ein schickes, passendes, dezent ekeliges Titelbild zu finden.

Prinzessin: Die letzte Kriegerin, der finale Roman der Trilogie und - wie es sich für den Schluß gehört - der Höhepunkt, wird laut Plan im November erscheinen. Auch hier habe ich schon mit den Arbeiten begonnen und irgendwie ist das erste Kapitel schon jetzt wüster als ... naja, lassen wir das. Vorläufig. Wer übrigens Lust hat, hin und wieder zu schauen, wie schnell oder langsam ich schreibe, -> hier gibt es die Fortschritte zu beobachten.

Sooo, und nach der noch ausständigen Aktualisierung um die Daten des Paperbacks (UPDATE: erledigt) werde ich euch für eine Weile mit dem Buch in Ruhe lassen - so der Plan. Ausnahmen ausgenommen. Holy bananas, trash talking idiot. :-)

Nun denn, bis zum nächsten Mal. Ich glaub, dann werd ich mich über einen Film auslassen. Oder doch was anderes. Oh, shut the fuck up.

Greetings,
John

Montag, 12. Mai 2014

Buchstatus

Endstand bei Prinzessin: Armee der Finsternis. Das Buch ist gestern nach den letzten Korrekturen endgültig an den Verlag zurückgegangen. Mit 80.196 Wörtern habe ich das Ziel von 80.000 mehr als erreicht. 

Zu den Büchern gibt es auf meiner Website folgende Beiträge - eine Art Making-of kombiniert mit meinen allgemeinen Ansichten zum Schreiben. Wie immer ist das alles eine sehr subjektive, persönliche Sicht auf die Dinge:

Dieser Artikel beschäftigt sich mit den grundlegenden Eigenheiten des "Fucked Future" Universums, in dem die Romane angesiedelt sind.

Hier beschäftige ich mich ein wenig mit Schreibmethoden, vorrangig jenen, die bei der Entstehung der Prinzessin-Bücher zur Anwendung kommen.

Der Blogeintrag hat mit den Funktionen der einzelnen Bücher zu tun. Band 1 muss letztlich eine andere Aufgabe haben als Band 2 oder Band 3.

Das hier ist ein kurzer Abriss über die Formen der Trilogie.


Montag, 21. April 2014

Zwischenstand und Zwischenendstand

Hi there, Hoppeltierchenfans!

Kurz gemeldet - Prinzessin: Armee der Finsternis ist seit Donnerstag beim Verlag und wird nach den Feiertagen dem Lektorat unterzogen. Dann geht es zurück zur Endkorrektur zu mir, danach wird das Buch erstellt.
Geht sich alles noch im Mai aus! Coverentwurf liegt vor, noch nicht herzeigbar, hoffentlich demnächst.

Zum Buch ausführlicher habe ich noch -> hier ein paar Zahlen im Angebot.

Was nun die kommenden Bücher anbelangt, hat es ein paar Änderungen in meinen Plänen gegeben. Eine Übersicht über die aktuellen Arbeiten -> hier.

Mehr und ausführlicheres und überhaupt folgt demnächst ...

Sonntag, 16. Februar 2014

Saugeile Rezension

Ein wirklich umwerfende Rezension von Carmen Weinand auf Horror and more. Das freut das Autorenherz ungemein - vielen Dank für Lob und Motivation, mir für den 2. Band den Arsch weiter aufzureißen!

Allerdingst ist ein derartiges Lob auch eine heftige Steilvorlage - langsam mache ich mir Sorgen, ob ich mit der Fortsetzung noch mithalten kann ... 

Band 2 entwickelt sich zügig weiter - den Fortschritt kann man bei Interesse -> hier beobachten, Updates erfolgen in überschaubaren Abständen (das nächste spätestens morgen, Montag, am Abend.)

Band 2 und die damit einhergehenden kleineren Ungereimtheiten sind momentan auch der Grund, warum es bei den Blogeinträgen und auf der Website so spärliche Lebenszeichen gibt.
Der Abgabetermin nur mehr knapp 4 Wochen entfernt und mir fehlt noch der komplette 3. Akt. Heißt, ich hänge voll in der Arbeit und tippe mir die Finger wund.

Ein längerer Beitrag, ein making-of des Buches über Lust und Leid der Entstehung, ist vorgesehen, sobald die Rohfassung steht. Und das dauert nicht mehr allzu lang.



Prinzessin gibt es bei Amazon - hier als eBook, hier als Paperback.

Sonntag, 9. Februar 2014

Zwischenstand

Zwischenstand bei Prinzessin: Armee der Finsternis: Halbzeit überschritten - 40.808 der geplanten 80.000 Worte sind geschrieben -> hier die grafische Darstellung.

Immer noch die 1. Fassung - ein paar Änderungen im Stil mehrerer Kapitel stehen schon jetzt fest. Aber die kritische Marke liegt hinter mir. :-)

Die ersten Überlegungen bezüglich des Covers sind auch schon angestellt. Schön und mühsam zugleich, wenn man ein diesbezügliches Mitspracherecht hat.

Na dann, weiter im Text.

Grüße, John

Dienstag, 17. Dezember 2013

Bewertung

Drüben in Scarecrows Area gibt es seit ein paar Tagen eine ziemlich coole Rezension von Prinzessin - und zwar genau hier. Die Leute dort finden übrigens auch ziemlich viele, sehr ... denkwürdige Trailer zu filmischen Perlen der Sonderklasse. Bemerkenswerter Trash darunter, cool. :-)

Um nur ein kleines Zitat aus der Rezension zu bringen, weil ich es genial und sehr witzig finde: "... denn hiergegen ist ein Edward Lee eine Märchentante und auch die Blutfontänen von Tim Currans "Zerfleischt" spritzen etwas niedriger." Zitat Ende.

Sehr geil. Ich liebe Edward Lee und schätze Tim Curran sehr. Allerdings bin ich auch ein klein wenig überrascht, was vermutlich daran liegt, dass ich wohl eine etwas einseitige Sicht darauf habe: Ich hätte nicht gedacht, dass das Buch als so heftig angesehen werden kann. Sicher, es ist derb, aber für mein Empfinden sind da Leute wie Edward Lee oder Wrath James White immer noch härter.

Hm, so kann man sich täuschen. Jedenfalls vielen Dank für dieses Kompliment.

Und jetzt - altvertraut und unvermeidlich: Prinzessin als eBook bei Amazon, als Paperback bei Amazon.



Montag, 2. Dezember 2013

Eine Art making-of

Warum sind Bücher so, wie sie sind? Eine gute oder blöde Frage, je nachdem, wie man es sehen will. Die simple Antwort lautet naheliegend: Weil der Autor das Ding so geschrieben hat. Das ist richtig und greift zugleich viel zu kurz – denn das führt gleich zur nächsten Frage und in Folge zu einem ganzen Wust an Fragen – warum hat der Autor das Buch so geschrieben? Was hat er sich dabei gedacht? Hat er sich überhaupt was gedacht? Wo liegt der Sinn des Werkes begraben? Warum gibt es diese Unschärfen und jene Mängel, warum, warum, warum …

Weil es mich gerade ziemlich reizt, versuche ich im Folgenden, ein paar dieser Fragen zu beantworten und nehme als Grundlage dafür meinen letzten Roman – Prinzessin. Der Roman verkauft sich gut und spaltet die Leserschaft in Fans und Gegner. Ideale Voraussetzungen, um ein wenig darüber zu plaudern.

Wie es bei mir im Blog häufiger der Fall ist, werde ich die Gedanken völlig ungeordnet niederschreiben, so, wie sie mir in den Sinn kommen. Sorry, Ordnungsfetischisten.

Der Blogeintrag ist frei von Spoilern.

Prinzessin ist eine negative Utopie, ein düsterer Blick in eine Zukunft, die sein könnte. Das Naturell des Buches ist daher von herbem Charakter, die Geschichte wühlt geradezu in Schmutz und Ekeln. Ich glaube nicht, dass die Zukunft der Menschheit nach einem Versuch der Selbstzerstörung in irgendeiner Form schön sein kann. Im Gegenteil, eine solche Welt bietet die ideale Voraussetzung zur Freisetzung der schlechtesten Seiten der Menschen. Es gibt keinen Staat, keine Gesetze, keine Regeln. Im Rahmen dessen, was die Welt zulässt, kann jeder seinen abgründigsten Begierden und Bedürfnissen nachgehen, ohne Reue, ohne Einschränkung und in vielen Fällen sicher auch ohne Konsequenzen fürchten zu müssen.

Ein kleiner Vorgeschmack davon findet sich in den Nachrichten, ganz egal ob TV oder Internet. Nachrichten sind eine Ansammlung von Widerwärtigkeiten, die von Sklaverei über Kinderficker bis hin zu religiös motivierter Gewalt jeden Ekel bereit halten, zu dem Menschen fähig und willig sind. Selbst wenn man die Hälfte der täglichen Dosis Wahnsinn als mediale Übertreibung weglässt, bleibt eine Menge Irrsinn übrig. Und was wohl passiert, wenn man dazu noch alle Grenzen der Zivilisation beseitigt? The Purge, zur x-fachen Potenz.

Prinzessin ist dieser Sichtweise entsprungen und ist konsequent wenig freundlich.

Das Buch hat sich von selbst geschrieben. Das heißt, ich bin vor dem Computer gesessen und habe abgetippt, was mir die Figuren geflüstert haben, was sie tun und wohin sie gehen. Ich hatte eine Vorstellung davon, wo die Reise beginnen sollte und wohin sie im zweiten Band führen wird, aber die Dinge dazwischen sind von selbst gewachsen.

Die Perspektive des Erzählers ist jene der Protagonisten/Antagonisten – wobei die Grenze zwischen den Guten und den Bösen eigentlich nicht vorhanden ist. Das heißt, der Leser erfährt nicht viel mehr, als gerade das, was die Figuren bewegt und was diese über die Welt wissen. Damit verzichtet das Buch auf ein paar Dinge.

Zum einen auf eine genaue geographische Position. Das wissen die Figuren einfach nicht. Es spielt für sie auch keine Rolle. Die Welt ist im Arsch und wo genau sie durch die Scheiße waten, das ist bedeutungslos. Es zählt nur, wie tief sie im Dreck stecken, mal bis zu den Knöcheln, dann bis zu den Hüften. Das Wetter ist überall mies, die Umwelt global tödlich, fremd, bösartig, die Mitmenschen sowieso nur mit Vorsicht zu genießen. Auf welchem Kontinent sie herumtorkeln – scheißegal.

Worauf die Geschichte ebenso verzichtet ist eine gewisse Korrektheit, was Daten, Fakten, Anatomie, Waffen und anderen Kram betrifft. Die surreale Welt, das Durcheinander in den Gehirnen, Fetzen von Erinnerungen an ein voriges Leben, alles zusammen trägt zu einer gewissen Verzerrung der Wahrnehmung bei.

Keine der Figuren sieht, was tatsächlich vor sich geht, was wirklich ist, und wir als Leser erfahren diese Dinge auch nur gefiltert durch dieses eingeschränkte Weltbild. Damit einher geht natürlich ein Mangel an CSI-artiger Genauigkeit. Wenn eine Waffe irgendwo durch den Körper gezogen wird, dann erleben wir, was sich die Protagonisten denken, was passiert, aber nicht, was in Wirklichkeit geschähe. Weinn Kugeln Löcher in Körper reißen, dann sehen wir, was die Figuren wahrnehmen, nicht das, was dabei tatsächlich geschieht.

Wobei wir den Begriff der Wirklichkeit jetzt mal ganz vorsichtig benutzen und eine Diskussion darüber, wie wirklich unsere Wirklichkeit wirklich ist, schön unterlassen ;-)

Menschen, die tagtäglich ums Überleben kämpfen und bei jeder Begegnung darauf gefasst sein müssen, dass ihr Gegenüber ein Messer in ihre Eingeweide rammen könnte, zerbrechen sich eher weniger den Kopf darüber, wo sie wie die Waffe am schnellsten und effektivsten in den Körper rammen. Es geht um Ich oder Du. Adrenalin und lebensbestimmender Irrsinn überrennen alles andere. Vor allem Details. Aus dieser Perspektive heraus erzählt das Buch.

Ich würde nicht eine einzige Figur als … hüstel … normal nach unseren jetzigen Vorgaben bezeichnen. Soziopathisch, schlichtweg irre, gewaltbereit, sexbesessen, krankhaft, unter dem Einfluß von allerlei Dingen stehend und nicht in der Lage, die Welt klar und nüchtern zu sehen.

Die Reise von She durch diese Welt ist wie ein surrealer, böser Trip, der die Protagonistin von einem Extrem ins andere stolpern lässt. Die Leser stolpern mit ihr.

Der Sex in dem Buch ist pornografisch, überaus dreckig, zum Teil geil, zum Teil abstoßend. Menschlich eben. Ich lese sowas gerne und darum schreibe ich auch gern darüber. Nicht immer, auch hier gilt, die Geschichte gibt den Grad der Obszönität vor, und der Autor lässt diesen zu, soweit es für ihn machbar ist, seinen Neigungen entgegenkommt, und so weiter, und so weiter. So hält sich mein Odysseus Roman beim Fickkram ziemlich zurück, während die Erzählungen in Am Anfang war die Tat und Ferve der Dreckfresser teilweise sehr, sehr obszön sind.

Sex ist wohl eine der genialsten Erfindungen der Natur. Eine der schönsten Sachen, die man machen kann, sei es zu zweit, zu dritt oder allein. Sex gehört zu den »Jedem Tierchen sein Pläsierchen« Dingen, bei denen sich niemand niemals für irgendwas genieren soll, ganz egal was der Fetisch, die Begierde ist. (Die Kinderficker und Vergewaltiger sind hier absolut und definitv ausgenommen. Dafür kann und darf es keinerlei Verständis geben. Ich habe eine Frau und zwei Kinder und über Verständnis für derartige Dinge gibt es nach meinem Dafürhalten Nichts zu diskutieren.)

Und jetzt die Antwort auf die ungestellte, aber stets vorhandene Leserfrage, mit der wohl jeder Autor früher oder später konfrontiert ist: Es gibt wohl nicht viele Texte, in denen nicht irgendwo ein autobiografischer Zug auftaucht. In einem Detail, in einer Handlung, vielleicht auch nur in einem Wunschdenken einer Figur, oder sonstwo. Das ist bei den meisten Autoren so. Auch bei mir. Was jetzt selbst erlebt ist, aus meinem Umfeld stammt oder frei erfunden wurde – das mag sich jeder ausmalen wie er will. :-) Und nein, wir reden hier nicht von der Gewalt. So. Haha. Pfui, schmutzige Gedanken, die in Hirnen herumschwappen und raustriefen … :-)

Der Roman beinhaltet ein paar Anspielungen auf die Popkultur unserer Zeit. Die sind nach meinem Dafürhalten sehr leicht erkennbar und tatsächlich ohne tiefere Bedeutung. Ich habe sie schlicht und ergreifend zu meiner eigenen Unterhaltung eingebaut.

Apropos Unterhaltung, ich selbst lese gern solch rabiate Stoffe. Vermutlich darum schreibe ich sie auch gern. Ich finde Bücher, in denen es von Gewalt und Sex wimmelt geradezu entspannend. Habe ich immer schon, soweit ich mich erinnern kann. Das hat mit den Märchen der Gebrüder Grimm angefangen und die haben ja wirklich Hardcore Geschichten erzählt.

Mich setzten blutige, ordinäre, gewalttätige Bücher und Filme in eine entspannte, fröhliche Stimmung. Je extremer, je lieber. Meine höchst persönliche Erklärung dafür ist, dass kein erfundener Schrecken jemals so grausam und schlimm sein kann wie die Scheiße, die in der Wirklichkeit passiert. Buch zu, Film aus, Gefahr vorbei. Ganz einfach. Die alternative Theorie wäre, dass ich eine Spur Soziopath in mir trage – das wäre natürlich auch möglich. Aber das glaube ich nicht. Hmmm...

Ob mir das hier zu denken geben sollte (ein herzliches LOL!!) ?? -> Pressetext

Anspruch und Umfang ergeben sich aus der Geschichte, die es erzählt. Allgemein gesagt wird im Idealfall die Geschichte in der dafür geeigneten Sprache erzählt, die sich von selbst findet. Das mag mal komplex und anspruchsvoll sein wie ein Roman von Neal Stephenson oder so einfach und gradlinig wie ein, ach, sagen wir, Romanheft. Passen Sprache und Geschichte zusammen, dann sitzt die Sache. Es ist ohnehin ein wenig sinnlos, darüber zu diskutieren. Was für denen einen Leser zutrifft, mag für den anderen nichtmal im Ansatz stimmen. Was für das eine Buch des Autors passt, mag bei seinem nächsten Werk falsch sein, weil die dahinter stehende Absicht eine andere war. Also was soll's. Prinzessin ist ein kurzweiliger, schneller Roman, der sich mit Gore/Splatter/Sex beschäftigt und das auch so unumwunden ausdrückt.

Ich schreibe diesen Blogeintrag aus zwei Gründen. Zum einen macht es mir wirklich Freude, einfach über das Buch zu reden und vielleicht theoretisch oder praktisch am Schreiben interessierte Leser mit Glossen über das Verfassen eines Buches zu unterhalten. Zum anderen – ich will den Roman auch verkaufen und das Schreiben darüber ist eines der Werbemittel, die mir zur Verfügung stellen. Womit wir bei einem Thema sind, bei dem im deutschsprachigen Raum viel zu viel komisch herumgedruckst wird.

Autoren wollen mit ihrer Arbeit Geld verdienen. Schreiben ist ein Beruf und wie jeder Berufstätige will auch der Autor für seine Arbeit bezahlt werden. Ich habe noch nie verstanden, warum es hier so verpönnt scheint, darüber zu quatschen. Sieht man sich den Rest der Welt an, so gibt es dort diese Bedenken nicht. Da wird ganz offen und ungeniert darüber gesprochen. Autoren machen Werbung, sie fordern dazu auf, ihre Werke zu kaufen, ganz offensiv und ungeniert. Eigentlich logisch, oder? Vielleicht ist es eine Charaktersache, vielleicht hat es mit gewissen Neid- und Mißgunsttendenzen in der Bevölkerung zu tun, mit Mißtrauen, was weiß ich.

Auf alle Fälle bremst mich dieses im deutschsprachigen Raum übliche Schweigen und ich verzichte auf konkrete Zahlen. Bis zu einem gewissen Grad ist mir das zu intim, dazu … sagen wir ruhig, fürchte … ich einige meiner Mitmenschen und ihren Faible für destrukive Reaktionen doch zu sehr. Aber soviel schon: Nein, ich kann nicht vom Schreiben leben. So weit bin ich noch lange nicht und ich gehe mal davon aus, dass das auch nicht so schnell möglich sein wird. Es gibt nicht viele Autoren, denen dieses Kunststück gelingt und damit zu rechnen erscheint mir unvernünftig.

Prinzessin wird eine Fortsetzung erfahren. Ob es eine Trilogie wird hängt davon ab, ob sich der zweite Band auch vertretbar verkauft oder auch davon, ob die Geschichte danach tatsächlich noch weitergeht. Auf alle Fälle möchte ich in der einen oder anderen Form immer wieder in diese Welt von She zurückkehren. Es gibt eine fertige Geschichte, die 2014 rauskommen wird. Vielleicht gibt es noch die eine oder andere Erzählung, eine Novelle, vielleicht einen Roman, in der Welt von She, jedoch ohne sie. Wie auch immer.

Mit dem vorziehen der Fortsetzung verschiebt sich die Reihenfolge meiner weiteren geplanten Bücher um jeweils eins nach hinten, bleibt aber grundsätzlich bestehen.

So, und schlußendlich die letzte, ultimative, unverrückbar tiefsinnige Wahrheit über den Sinn eines Romans wie Prinzessin – sprich: wozu soll das Buch gut sein:

To have some mind-fucking fun.


Und zum krönenden Finale die unausweichliche Einladung, das Buch schnell und bequem gleich von hier weg käuflich zu erwerben.





Bei Amazon - hier als eBook, hier als Paperback.

Dienstag, 22. Oktober 2013

Geile Rezension

Habe heute eine wunderbare Rezension für Prinzessin abbekommen. Doc Nachstrom, seines Zeichens Herr über das Amok-Journal, über Blut und Beuschel und ein paar Blogs mehr, hat sich des Romans angenommen. 

Um ihn mal kurz zu zitieren: "Darf man sich versteigen zu der Ansicht, dass Aysa einem die klar, knapp und kalt modellierten Sätze aus der Geschichte einer ums nackte Überleben ringenden Kampfamazone namens “She” wie weiland Cormac McCarthy um die sowieso schon vor Aufregung geröteten Backen klatscht?" Wow. Die gesamte Rezension findet man -> hier.

Ich bin schwer beeindruckt, weil diese Rezensions-Poesie nicht das einzige Lob dieser Art ist. Das wirklich Arge daran? Der Mann hat eine Vorliebe dafür, das zu sagen, was er denkt, ohne Rücksicht auf Verluste - er ist eine ehrliche Haut.

Wer nach diesen Worten auch noch meine weniger poetischen Worte zum Buch lesen möchte, der mag sich -> hier vergnügen und so unverblümt, wie ich dafür werbe, dort gleich den Link zum Online-Laden nehmen, um das Büchlein in der einen oder anderen Form zu erwerben.

Der Autor freut sich und dankt - und rückt das Buch noch schnell ins rechte Licht. :-)


Prinzessin

Prinzessin, mein Endzeit-Roman, ist jetzt endgültig erschienen. Kurz, knackig, obszön, geil, brutal, wüst. Oder so ähnlich. ;-) Auf alle Fälle ein Roman, auf den ich mächtig stolz bin. Auf meiner Website findet sich -> hier ein wenig mehr Information zum Buch.

Erhältlich als eBook für Euro 4,99 bei Amazon oder als Paperback für Euro 12,99 bei Amazon. Die sonstigen üblichen Verdächtigen folgen in Kürze.

Das Buch hat ein sehr hübsches Cover - habe ich das schon mal hergezeigt? Ja? Egal, zur Sicherheit hier nochmal das volle Rundumcover, der neuerliche Anblick kann ja nicht schaden :-)

Sieht doch richtig gut aus, nicht wahr?

Inhalt? Aber gern: Die Welt ist zum Teufel gegangen und die Überlebenden haben den Mantel der Zivilisation abgelegt. Mord, Kannibalismus und Gewalt in allen Formen beherrschen den Alltag. Die Umwelt ist heimtückisch und das Leben als gefährlich zu bezeichnen, wäre eine Untertreibung. Die Frau, die sich She nennt, streift durch diese Welt, hat ein Ziel vor Augen und lässt sich durch nichts davon abbringen, dieses Ziel zu erreichen. Auch nicht durch den Gottchirurgen, der eine neue Weltordnung unter seiner Führung anstrebt und brutalste Handlanger auf die Menschen loslässt, um seinen Willen durchzusetzen. Aber auch She kennt weder Gnade noch Rücksicht, wenn man ihr in die Quere kommt.

Klingt aufregend? Klingt erregend? Ist es auch, wirklich. Und wer sich jetzt vor Begeisterung gar nicht mehr bremsen kann, der ist -> hier herzlich eingeladen, auszuwählen und zu kaufen.

Danke und viel Vergnügen mit dem göttlichen, psychopathischen, geilen Miststück namens She.

Mittwoch, 19. Juni 2013

Horror-Legionen

Horror-Legionen - Der Almanach deutscher Horror- und Mystery-Autoren
Herausgeber: Dr. Nachtstrom; ca. 440 Seiten Taschenbuch; Amrûn Verlag Jürgen Eglseer; Das Buch kann ab sofort vorbestellt werden, Auslieferung erfolgt Ende Juni / Anfang Juli.

Und warum mache ich gerade Werbung für dieses Buch? Tja, weil ich einer der beteiligten Autoren bin. Darum, ganz einfach. Eigeninteresse. Werbung für meine Autorenschaft. Weil ich die Tantiemen brauchen kann (ha ha ha, bei einer Anthologie fällt ja auch so viel ab, prust). Und natürlich auch, um einen kleinen Independent Verlag zu unterstützen, der mit einer Anthologie ein ziemliches Risiko eingeht.
Oder so ;-)
Zur Sache: Meine Geschichte nennt sich Das Haus der untergehenden Sonne, wird unter meinem Autoren-Ich John Aysa veröffentlicht und ist eine Homage an gewisse Filme, die man auf deppendeutsch übersetzt "Böse tot" nennen könnte ;-) Entsprechend wüst geht es in meiner Geschichte auch zu. Mit viel Gewalt und Obszönitäten. Klassisch eben.
Ich habe auch ein paar der anderen Texte gelesen - nicht alle, weil ich das Buch ja erstmal Händen halten will, bevor ich es von hinten bis vorne lese - und wow! Da geht es insgesamt kräftig zur Sache. Mal grausig, mal bitterböse, gewitzt ... einfach so bunt und laut und deftig.
Man kann wirklich von einem Referenzwerk des aktuellen deutschsprachigen Horror reden (sag ich mal so - aber das ist halt auch Geschmackssache).

Und noch so kurz eine private Anmerkung - Doc Nachtstrom ist ein sehr feiner Herausgeber :-)

Also, wer mal knapp zwei Dutzend deutsche Horrorschreiber erleben will, die auf 440 fetten Seiten die Sau rauslassen, hier ist eure Chance. Greift zu.

Danke für euer Interesse.

Mittwoch, 12. Juni 2013

Prinzessin

Prinzessin ist der Titel meines neuen Romans - ein postapokalyptischer Splatterroman mit viel Sex. Ich habe das Buch mitsamt dem Cover -> hier angekündigt und das schon für Mitte Mai. Das Buch ist noch nicht da - also, was ist geschehen?

Der Roman war eigentlich für Self-Publishing vorgesehen. Ich habe beim Schreiben etwas länger gebraucht und die Lektorin hat noch länger gebraucht als ursprünglich erwartet und so ist der Termin letztlich nicht mehr zu halten gewesen.
Neue Wendung: Das Buch geht doch an einen Verlag. Der Verleger hat den Roman zu lesen begonnen und ein paar Dinge gefunden, die seiner Meinung nach geändert gehören Und das wären - Austrozismen! Worte und Formulierungen, die nördlich von Bayern nicht gebräuchlich sind. Dabei hat meine Lektorin schon einen Stapel sehr wenig verbreiteter Begriffe rausgestrichen.

Aber der Verleger arbeitet auch als Übersetzer für große deutsche Verlage und der sieht diese Formulierungen und Ausdrücke natürlich mit anderen Augen. Also wird er das schon korrigierte Manuskript durchgehen und nochmal nachbearbeiten - ob ich diese Änderungsvorschläge letztlich annehme oder nicht, ist dann meine Sache. Aber Vernunft und Pragmatismus sind da natürlich angebracht und he - ich lerne dabei wieder was. 

Darum lässt die gute Prinzessin auf sich warten. Sicher nicht allzu lange, weil es in unser beider Interesse liegt, das Ding fertig zu haben. Aber postapokalyptische Perversionen mit sprachlichem Lokalkolorit - das ist ein tatsächlich eher ein Minderheitenprogramm.

Und jetzt brauch i a Eitrige mit an Buckl und a 16er Blech. ;-)

Samstag, 25. Mai 2013

Erinnerungen und Sammlungen

Heute habe ich eine kurze Schilderung darüber gehört, wie jemand, der vor längerer Zeit - hauptsächlich in den 1980er Jahren - für vielleicht zehn, fünfzehn Jahre in bescheidenem Umfang sowas wie ein bekannter Name war - jemand anderen angefaucht hat, weil der Betroffene nicht wusste, wer er war.
Diese offenbar übellaunige, bissige, misanthrope und verbitterte Person brüstete sich in der kurzen Konfrontation mit einer riesigen Sammlung von Büchern, die sie ihr eigen nennt und ... was wollte ich jetzt sagen? Ach ja, also weil mir dieser kurze Erlebnisbericht nochmal in den Sinn gekommen ist, sind mir dazu folgende, im Grunde simple, Gedanken durch den Kopf gegangen.

Ich habe mein erstes "Erwachsenenbuch" gekauft, da war ich ungefähr, elf, zwölf Jahre alt, was nun schon eine Ewigkeit her ist, Wahnsinn, Jahrzehnte sind vergangen. Fuck, ich werde alt.
Das Buch war ein Roman von Alan Dean Foster - Die denkenden Wälder. Tolles Buch gewesen, gut gealtert, auch heute noch lesbar - wie alle früheren Romane des Homanx-Zyklus. Bei den späteren Bänden, die zum Teil aber chronologisch früher angelegt sind als die frühen Werke, ist das anders, da ... das führt jetzt zu weit und geht am Thema vorbei, sorry.

Das zweite "Erwachsenenbuch" - Jugendbücher* hatte ich davor schon selbständig immer wieder erworben - war dann ebenfalls ein Foster - Alien, der Roman zum Film. Heilige Scheiße, was hab ich mich dabei gefürchtet. Ich glaube, nur die Lektüre vom Friedhof der Kuscheltiere hat mich danach mehr in Angst versetzt.

Kurze Geschichte zur allgemeinen Erheiterung: Ich habe dann - also nach Alan Dean Foster, einen Stapel Science Fiction Taschenbücher erworben, die aus dem Moewig Verlag stammten, ein blaues Rundumcover mit einem oft wenig zum Inhalt passenden Titelbild zur Schau trugen und mit den Worten "Playboy Science Fiction" geschmückt waren.
In meiner Naivität - frühe 1980er Jahre, ich ging noch zur Schule - dachte ich echt, das wären alles utopische Romane mit viel Sex drinnen - was wusste ich in dem Alter, wer Philip K. Dick war? (Die Bücher waren optisch eher wenig gefällig, aber die Titelauswahl war ausgezeichnet, eine tolle Reihe oft anspruchsvoller Romane.)
Dann borgte mir ein Schulfreund die Josefine Mutzenbacher und was soll ich sagen... das war Aufklärungslektüre der allerfeinsten Sorte! (Auch der Simmel, den ich zu der Zeit bei meinen Eltern aus dem Regal geschnappt hatte und in dem seitenweise Schilderungen von Brustwarzen vorkamen, der hat mich so einiges gelehrt - herrje, war das aufregend) Und Philip K. Dick liebe ich heute. Und wenn Romane viel Sex beinhalten, freue ich mich auch noch darüber.

So, zurück zum Thema. Alan Dean Foster war, da bin ich mir sicher, mein Einstieg in das Sammeln von Büchern. Science Fiction, Fantasy, Horror. Gelesen und gehortet. Ich habe sehr schnell sehr viele Bücher gehabt und in dem Zimmer, das ich mit meinem Bruder geteilt habe (der konnte nie was mit Büchern anfangen, was unvorstellbar war für mich), war bald kein Platz mehr, so sind die Bücher in Stapeln in Kästen im Abstellraum gelandet, gleich beim Werkzeug. In bestem Zustand, gelesen, gemocht, fein säuberlich in Stapeln wegsortiert.

Wie wir alle bin ich älter geworden, ausgezogen, habe ein durchschnittlich langweiliges Leben voll der üblichen Irrungen und Wirrungen geführt, das mir so nebenbei etliche Umzüge mehr beschert hat, als mir lieb gewesen wären. Die ersten paar Mal war das Übersiedeln kein Problem, aber im Laufe der Zeit wurde es immer mühsamer, weil die Zahl der Bücherkartons gewachsen ist.

Kurzer Einwurf: Beim letzten Umzug vor rund fünf Jahren hat mich einer der Möbelpacker, nachdem sie rund hundertfünfzig Bücherkisten in die Wohnung geschleppt haben, keine Kartons, sondern die Transportkisten, wie sie im Buchhandel verwendet werden, gefragt, ob ich denn verrückt sei? Gute Frage.

Weiter: Der Mühen wegen habe ich begonnen, mich immer wieder von Exemplaren zu trennen. Durchschnittliche Wohnung, ein halbes Dutzend Billy Regale in Doppelreihen randvoll. Größere Wohnung, mehr Bücher, eigenes Haus - sehr viel mehr Bücher, zurück in eine Wohnung und wieder weniger Bücher, kleinere Wohnung, noch mehr Bücher weg, größere Wohnung, etwas mehr Bücher, Vater geworden, viel weniger Bücher.
Von den siebzehn Billy-Regalen, die ich derzeit in Beschlag genommen habe, sind fünfzehn Regale mit Büchern gefüllt - doppelreihig, die Häfte der Regale mit Aufsatz und Zusatzbrett.

Wenn ich nachgrüble - ich habe immer die Stückanzahl gezählt, von der ich mich getrennt habe - sind alleine bei den letzten beiden Übersiedlungen rund viertausend (4000) Science Fiction, Fantasy und Horrorbücher aus meinen Regalen verschwunden. Für das, was ich noch habe, ist eine Zählung ausständig. Und eine vernüftige Schlichtung.

In den letzten Jahren habe ich etliche private Sammlungen begutachten können und öfter gehört, wie Leute voller Stolz von ihren Massen an Büchern erzählen, die sie zusammengetragen haben. Wenn ich dann höre, wie sie von zweitausend, dreitausend Stück reden, kann ich nur lächeln.

Wenn ich nachrechne, was ich bisher in meinem Lebens an Büchern abgestoßen habe, dann würde ich heute eine Bibliothek von geschätzten fünfzehntausend Titeln mein eigen nennen - konservativ geschätzt. Natürlich gibt es beträchtlich größere Sammlungen, pah, keine Frage, exquisitere Sammlungen, selbstredend. Nur geht mir diese Angeberei auf die Nerven, dieses Posaunen, wie wertvoll doch das ist, was man an Büchern daheim stehen hat.

Pah, Quatsch. Wertvoll für den Sammler allein, für sonst niemanden. Ich habe immer noch etliche teure, signierte, limitierte, nummerierte Bücher daheim rumstehen, die schon lange nicht mehr zu kaufen sind, und wenn man für solche Titel mal auf eBay oder Abebooks nachschaut, ha ha ha. Wertvoll, lächerlich! Die Realität sieht anders aus.

Wie vorhin gesagt, habe ich etliche Sammlungen gesehen, über einige etwas gehört und von all diesen Privatbibliotheken habe ich nur zwei Sammlungen als bemerkenswert angesehen (na gut, es waren drei, aber die dritte zählt nicht, die hat mir nur gefallen, weil sie sich über weite Stecken mit meiner Sammlung gedeckt hatte):

Die eine Sammlung gehört(e) einem nicht mehr ganz jungen Herren, den wir kurz und bündig HM nennen. Bestens gepflegte Bücher in erstklassigem Zustand, obwohl einige schon Jahrzehnte auf dem Buckel hatten (wir reden hier von Taschenbüchern, Science Fiction, Fantasy, Horror; von englischen Magazinen, die teils noch aus den 1950er Jahren stammen). Diese Sammlung war höchst fokussiert auf einen Schwerpunkt - die Science Fiction Kurzgeschichte - und das hat sie so bemerkenswert gemacht. Eine konsequente Sammlung, genauso konsequent und pedant geordnet. Man sollte gar nicht glauben, in welchen Mengen Kurzgeschichten erschienen sind. Und wie wenig die Kurzgeschichte im deutschsprachigen Raum heute geschätzt wird. Arg.

Die andere Sammlung gehört(e), nennen wir ihn AV. Diese Sammlung zeichnet sich durch eine enorme Breite aus, die weit über das Genre hinausgeht und die in ihrer Breite wiederum konsequent und in sich logisch ist. Und dieser Sammler hat wirklich alte Bücher und Raritäten und da bleibt mir immer wieder der Mund offen, wenn ich sehe, was der Mann hat - natürlich ist das Ganze materiell in dieser unserer doch eher kulturlosen Zeit nicht mehr viel wert, aber Mann! Jeder, der alte in Leder gebunden Bücher mit Goldschnitt und Prägung zu schätzen weiß, oder einen Sinn für die "Groschenromane" des ausgehenden neunzehnten Jahrhunderts hat, sehr, sehr schön. Eher chaotisch und nur rudimentär geordnet, das alles.

Was zeichnet eine gute Sammlung eigentlich aus - wobei "gut" ein extrem relativer Begriff ist. Aber ich sehe das so: Bei einer guten Sammlung lernt man was über die gesammelte Materie. Bei Büchern wäre das zum Beispiel - Trends und Zeitgeist in Inhalt und Gestaltung. Sieht man sich Sammlungen an, die über Jahrzehnte entstanden sind, dann lässt sich sowas durchaus erkennen. Ein überaus markantes Beispiel dafür ist für mich die Gestaltung der Heyne Science Fiction Taschenbücher, an deren Covern, Papierwahl, Innenillustrationen etc. oft genug die Entstehungszeit erkennbar ist. Jahrzehnt für Jahrzehnt.

Was diese beiden vorhin erwähnten Sammler gemeinsam haben - keiner ist so großkotzig, damit zu prahlen, wie viele Bücher sie haben/hatten - zumindest habe ich das nie erlebt. Und das zeichnet sie mich aus: Sie gehen/gingen ihrer Leidenschaft nach und haben sich mit dem beschäftigt, was sie fasziniert und interessiert hat, ohne der Welt kundtun zu müssen, wie toll sie doch sind und wie belesen und ach, was für eine Arbeit das doch ist, diese Sammlung über viele Jahre hinweg zusammenzutragen.

Blubber. Wer das Glück hatte, immer genügend Platz und Geld zur Verfügung zu haben, der hat es nicht schwer gehabt, seine Sammlung zu erweitern. Mit den nötigen Ressourcen lässt sich leicht sammeln. Das Getue ist pure Angeberei - sowas wie die Männer mit Schmerbauch und Glatze, die knallrote Sportcabrios mit fünfhundert Pferdestärken fahren. *rofl*

Sammeln ist eine Selbstbefriedigung, eine Triebbefriedigung, eine höchst egoistische Angelegenheit wie onanieren und masturbieren. Darüber redet man ja auch nicht andauernd - äh, na gut, also, wenn man mal die zahllosen einschlägigen Tumblr-Blogs hier ausklammert, dann stimmt meine Aussage, hüstel ;-)

Ich glaube, das hier ist ein hübscher kleiner Rant geworden, den ein Spinner ausgelöst hat, der seine eigene Sammlung von Büchern erwähnen musste, um sich wichtig zu machen. Es ist im Grunde eine völlig uninteressant, banale Begegnung, die ein Bekannter mit einem uninteressanten Menschen hatte - aber wie der überstrapazierte Schmetterling, dessen Flügelschlag in Europa in Japan ... bla bla bla, so haben die Äußerungen dieses Kerls bei mir den Wunsch ausgelöst, das hier niederzuschreiben.

Ich habe diesen Typen zweimal gesehen und beobachtet, aber nie mit ihm gesprochen, weil er es nichtmal für wert befunden hat, auch nur seine Augen in meine Richtung zu drehen, obwohl wir stundenlang mit zahlreichen anderen Leuten im selben Raum waren. Berechtigte Frage: Warum bin ich nicht auf diesen Menschen zugegangen? 1) Mir fällt es sehr schwer, auf mir unbekannte Menschen zuzugehen. 2) Ich meide Leute, die eine spürbar miese Aura verbreiten. 3) Ich würde mich selbst eher als misanthrop bezeichnen, meine Frau nennt mich gelegentlich "mein kleiner Autist" (dabei bin ich größer als sie, mhm), also nein, ich war nicht darauf aus, jemanden, der mich abschreckt, anzusprechen. Was soll's. Und meinstens sind mir solche Miesmuscheln ohnehin scheißegal, nur hin und wieder geht mir eine unter die Haut.

Es gibt auch noch eine zweite Konfrontation, die jemand anderer, den ich sehr schätze und den als Freund sehen würde, mit diesem Menschen erlebt hat und die sich wunderbar ins Bild einfügt und die negative Ladung dieses Menschen bestätigt. Scheißegal, aber wie der Schmetterling es will ...

Heute bedauere ich es, all die Bücher, von denen ich mich getrennt habe, nicht mehr in meinem Besitz zu wissen. Sie waren sowohl materiell wie zum Teil sicher auch inhaltlich gesehen nicht wertvoll, obwohl als Schüler mit bescheidenem Taschengeld mein Gesamtvermögen in ihren Erwerb geflossen ist.
Für mich waren Bücher mein ganzes Privat- und Berufsleben stets von elementarer Bedeutung und ich finde es jetzt und heute schade, verschiedene Bücher wie die sechs Bände der "roten Sonja" - im Grunde haarsträubend banale Fantasyromane, nicht mehr im Regal zu haben.
All die Verflossenen waren mir viele Jahre wertvoll, dann habe ich sie weggetan, weil ich sie für überflüssig erachtet habe und jetzt finde ich sie wieder wertvoll.  Oh Zeiten, od Geisteshaltung.
Aber ich bin deswegen weder sauer noch vergrämt oder verbittert - nein. All das ansammeln und abstoßen von Büchern hat zum jeweiligen Zeitpunkt seine Richtigkeit gehabt und darüber zu jammern oder damit zu prahlen, was ich noch habe oder hatte, das erscheint mir dämlich.

Hm, habe ich das nicht gerade getan? Nein, ich denke nicht, weil ich weiß, was meine Sammlung für enorme Lücken hat und weil diese Bücher, zumindest so lange sie bei mir daheim sind, einfach nur einen normalen Bestandteil meines Lebens darstellen, aber nichts, worüber ich großkotzen muss.

Wollte ich wirklich prahlen, dann würde ich damit angeben, dass meine Tocher mit noch nichtmal vier Jahren mehr Bücher hat und diese eifrig auf die dafür vorgesehene Weise zu nutzen weiß (Bilder anschauen, Zusammenhänge erkennen, sich vorlesen lassen), als viele Erwachsene ihr ganzes Leben lang gelesen haben. Mal sehen, wie das beim zweiten Kind wird.

In diesem Sinne erkläre ich die Tirade hiermit beendet. Vielen Dank :-)

Mittwoch, 17. April 2013

Prinzessin

Prinzessin, mein kommender Roman - eine postapokalyptische Reise in eine Welt der Gewalt, des Wahnsinns und der Abartigkeiten, ist seit ein paar Tagen fertig.

Das Manuskript, Umfang sind 290 Normseiten, befindet sich jetzt in den Händen meiner Lektorin. Wenn sie mit dem Text durch ist, kommen die Endkorrekturen dran. Ich hoffe, das eBook wird dann Mitte Mai veröffentlicht. Ein Taschenbuch ist vorgesehen, sollte bald darauf erscheinen.

Wie alle meine Werke wird auch Prinzessin unter dem Autorennamen John Aysa auf den Markt kommen und so aussehen:


Update 06/2013: -> hier

Mittwoch, 3. April 2013

Traurig

Zum einen ist Jess Franco dieser Tage, genauer, am 2. April gestorben, Filmregisseur etlicher Klassiker des ... hüstel ... schundigen Films und ziemlich eigenwillige Persönlichkeit. Ich habe einen ganzen Haufen seiner Filme mit Vergnügen genossen, auch die, in denen dann harter Sex gelandet ist, und etliche Machwerke - anders waren die Filme einfach nicht zu bezeichnen - schaudernd abgebrochen.

Weder die deutsche noch die englische Wikipedia bieten sonderlich viel zu seinem Leben. Deshalb - Jess Franco googlen und raussuchen, was interessant erscheint.

Zum anderen - Iain Banks, Großmeister der Space Opera und des wunderbaren "Kultur" Zyklus ist sterbenskrank und hat kein Jahr mehr zu leben. Das trifft einen Autor, der in Interviews als überaus sympathisch und klug erschienen ist - und, wie man auf dieser speziellen Seite nachlesen kann, auch gesegnet mit einem höchst eigenwilligen Sinn für Humor, der auch in seinen Büchern aufblitzt - und stellt neben der menschlichen Tragik einen herben Verlust für die SF Literatur dar.

Bei uns weniger bekannt, weil - ich glaube, nur ein einziger Titel, ganz kurz übersetzt gewesen ist - hat Banks auch einen Stapel bemerkenswerter Thriller geschrieben, harte, clevere Romane.

Mittwoch, 30. Januar 2013

The Next Big Thing Blog Hop

"The Next Big Thing Blog Hop" (TNBTBH) ist eine internationale Aktion, bei der Autoren erzählen, an welchem Buch sie gerade arbeiten. Im Rahmen eines Interviews beantworten sie immer dieselben Fragen und veröffentlichen es in ihrem Blog. Die Autoren stellt darüberhinaus die Person vor, die sie zur Teilnahme eingeladen hat und erwähnen die Autoren, die als Nächste die Fragen beantworten werden.


Das Interview führt der Autor mit sich selbst und duzt sich deshalb auch gleich.

Wer hat mich darauf gebracht?

Thomas Knip. Umtriebiger Autor, Illustrator und Verleger, bedeutender Pionier in Sachen Self-Publishing und eBooks und eine der ersten Anlaufstellen für Informationen, wenn man selbst in diese Richtung denkt oder grundlegend informiert werden möchte.

Wie lautet der Arbeitstitel deines Buchs?

Das nächste Buch wird ein John Aysa Roman mit dem Titel Prinzessin. Das ist der endgültige Titel. Im Normalfall ist der erste Titel eines Buches oder einer Erzählung derjenige, der bestehen bleibt. Arbeitstitel mag ich nicht sonderlich, da sie öfter mal die Entwicklung der Geschichte verändern können.

Woher kam die Idee für das Buch?

Letztendlich ist das Cover für die Entwicklung des Buches verantwortlich,weil es aus einer vagen Idee ganz konkret diesen Roman gemacht hat. Das Cover hatte ich nämlich schon vorher. Etwas absurd, aber in diesem Fall war es so.

Unter welches Genre fällt dein Buch?

Postapokalyptische Science Fiction, mit starkem Bezug zu Splatterhorror mit stark überzogener Gewalt und sexuell sehr explizit, um nicht zu sagen pornografisch.

Wie lautet die Ein-Satz-Zusammenfassung deines Buches?

Die Reise zu einem unbekannten Ziel führt She durch eine Welt aus Finsternis, Regen, Dreck, Verwahrlosung, Strahlung, Terror, Kannibalismus und seltsamen Lebewesen.

Welche Schauspieler sollten deine Protagonisten in einer Filmumsetzung spielen?

Ich kann mir schon eine Verfilmung nicht vorstellen, obwohl das natürlich toll wäre. Rhona Mitra vielleicht, weil sie in Doomsday wie ein weiblicher Snake Plissken unterwegs war. Nein, vielleicht doch eher Sasha Grey. Keine Ahnung, Hauptsache, die Darstellerin scheut nicht vor rabiaten Geschichten zurück. Ron Perlman wäre eine Wucht. :-)

Wirst du dein Buch selbst verlegen oder hast du eine Agentur beauftragt?

Prinzessin werde ich selbst verlegen. Ich habe einen Roman bei einem Verlag, der seit einem Jahr auf Publikation wartet und so lange will ich hier nicht warten. Außerdem müsste ich ziemlich sicher Kompromisse eingehen. Verlag oder Selbst, beides hat seine Vor- und Nachteile.

Wie lange hast du gebraucht, um den ersten Entwurf deines Manuskripts zu schreiben?

Ich bin noch dabei, weil ich für ein kurzfristig entstandenes Anthologie-Projekt namens Panik unterbrochen habe - ich steuere eine Story bei. Bisher ergeben die Einzeltage zusammengerechnet knapp vier Wochen, würde ich meinen. Ich schätze, Mitte Februar ist es soweit, um das Manuskript meiner Lektorin zu überreichen. Drei Wochen hinter dem Zeitplan. Ärgerlich, aber so ist es.

Mit welchen anderen Büchern, innerhalb dieses Genres, würdest du dein Buch vergleichen?

Schwer. Von der Tristesse der zerstörten Welt her hätte ich als neueres Buch Marcel Theroux – Weit im Norden genannt, von der Deftigkeit des Inhalts würde ich Edward Lee mit Titeln wie Bighead oder Creekers hernehmen.

Womit noch willst du das Interesse der Leser für dein Buch wecken?

Mit Momenten bizarrer Seltsamkeit, dem Fehlen von funkelnder Eckzahn-Romantik und der Anwesenheit bissiger Gewächse und der potentiellen Möglichkeit, weitere Abenteuer in dieser Welt anzusiedeln.

Möchtest du andere Autoren für das Interview nominieren?

Sehr gern.

Tony Lucifer, Autor derber Literaturkunst und eine der vielen Seiten von Doc Nachtstrom.

Lucas Edel, umtriebiger Autor und treibende Kraft hinter der Edition Anna Perenna.

Andreas Winterer, Autor des saukomischen Scott Bradley, Journalist, Schriftsteller und Mediencoach.




Dienstag, 11. Dezember 2012

Tony Lucifer

Tony Lucifer gibt hier sein Debüt mit einer schmatzig-saftigen Story. Schaut vorbei, lest die Story und lobt ihn in einem Posting. Viel Vergnügen!

Tony Lucifer

Sonntag, 2. Dezember 2012

Von Flop zu Ok, mit Statistik

Obwohl der heutige 1. Adventsonntag so ausgesehen hat, als wäre er vom Schreiben her ein Flop, ist daraus doch noch ein brauchbarer Tag geworden.

Gearbeitet habe ich an dem Romane mit dem Titel "Prinzessin" - eine kleine Kostprobe gab es im vorigen Blogeintrag. Ich werde noch die eine oder andere Kostprobe rausrücken, bis das Buch in der ersten Fassung fertig ist.

Das Buch wird ein düsterer, radikaler PA (postapokalyptisch) Roman, überaus brutal und sexuell explizit. Harter Stoff. Gelegentliche kurze Verschnaufpausen gibt es. ;-) Das Cover ist ebenfalls schon vorhanden, aber das zeige ich ein anderes Mal.

Auf jeden Fall ist das Schreiben heute relativ schwer und träge von der Hand gegangen, bis zum Abend. Aus irgendeinem Grund habe ich dann an Tempo gewonnen und ein schönes Stück Handlung weitergebracht. Rausgekommen sind 3441 Worte in 214.410 Zeichen. Das ist nichtmal sooo schlecht. Es ist keine Meisterleistung, aber es ist guter Stoff, der im Text bleiben wird und nach dem Feinschliff und der Kontrolle durch meine Lektorin im fertigen Buch eine sehr schöne, grausame Passage mit Momenten der Zärtlichkeit (für diese Geschichte zärtlich heißt das) bilden wird. Das Manuskript hat jetzt einen Umfang von knapp 125 Normseiten.

Also kann ich doch noch halbwegs zufrieden sein. Es ist weniger, als ich mir gewünscht hätte, aber mehr, als es ausgesehen hat. Erzwingen kann man nichts und niemand wird jeden Tag die gleiche Leistung erbringen können. Manchmal fließt es, manchmal stockt es. Hauptsache, es get stetig voran. Das Blöde ist es zu lernen, sich nicht ständig unter Druck zu setzen und seine Erwartungshaltung nicht Überhand gewinnen zu lassen.

Donnerstag, 8. November 2012

Rezensionen

Wieder ein kurzes Posting zwischendurch - ein paar Bücher gelesen und rezensiert:


Edward Lee: Creekers. Geniales Grausen, das dem Leser wieder einmal die Grenzen der persönlichen Perversion nahebringt. Ausführlichere Rezension -> hier 
Graham Masterton: Das Atmen der Bestie. Tolles B-Movie, wie es besser nicht sein könnte. Ausführlichere Rezension -> hier.

Brandon Sanderson: Sturmklänge. Meisterhafte Fantasy Überaus originell und für Sanderson geradezu kurz. Ausführlichere Rezension -> hier.