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Freitag, 19. Juli 2013

Gemischte Kurzmeldungen

Mein eBook-Serial-Roman, sprich, Roman in 20 Bänden, soll nach einer für mich ewig langen Wartezeit zwischen Ablieferung des Manuskripts und tatsächlichem Erscheinen (da gab es ein paar Termine und Verschiebungen) jetzt endlich im Frühherbst erscheinen.
Bei diesem Verlag.
Den darf ich jetzt endlich nennen, das war mir auch lange Zeit untersagt. Das Cover zeigen - da muss ich jetzt noch vier Wochen warten, um dem Marketing nicht in die Quere zu kommen. Und zum Titel sag ich offenbar auch besser nichts. Seufz, Marketingideen. Manchmal habe ich das Gefühl, je mehr Marketing, um so ... ach, egal.
Den letzten Satz im Manuskript habe ich voriges Jahr Ende Juni geschrieben - laaaang her.

Eine kurze Zusammenfassung der letzten Bücher, die ich gelesen habe:
Wrath James White: Schänderblut -> hier. Weit besser, als ich es ursprünglich vermutet hätte. Gut geschrieben, gut durchdacht und recherchiert. Sehr positive Überraschung.
Greg F. Gifune: Kinder des Chaos -> hier. Ein sehr stimmungsstarkes, düsteres Buch über eine Reise in den Wahnsinn.
R. Evolver: Pol Pot Polka -> hier. Pulp-Trash-Thriller um die sex-, drogen- und gewaltgeile Agentin Kay Blanchard. Kurzweilig, vergnüglich, bescheuert. Der zweite Roman um Kay Blanchard, erschienen bei Evolver-Books.

Der SuB der vordringlichen Bücher ist im Augenblick 9 Titel hoch, der SuB der etwas weniger dringlichen Titel misst 42 Bücher! SuB 1 wird demnächst um wenigstens 5 Titel fix wachsen, 2 vielleicht noch zusätzlich - da zögere ich gerade noch ein wenig. Es nimmt einfach kein Ende ... ;-)

Die folgende Aufstellung sind noch nicht alle Titel, die in der Horror Tb Reihe des Festa Verlag erscheinen werden, aber eine erste Vorschau auf die Vergnüglichkeiten der nächsten Monate. Band 66 freut mich ganz besonders. Großartiger Roman, unverständlich, wie Clive Barker so vom deutschen Markt verschwinden konnte. Gerade mal die großartige Edition Phantasia hat lieferbare Titel. Aber so keimt neue Hoffnung.

Band 66: Clive Barker: Mister B. Gone
Band 67: S. L. Grey: Labyrinth der Puppen

2014:
Edward Lee: Der Höllenbote
Richard Laymon: Kill for Fun – Gnadenlose Geschichten
Brett McBean: Die Verdammten
Patrick Senécal: 7 Days
Edward Lee: Incubus
John Everson: NightWhere - Die ultimative Unterwerfung
Nate Kenyon: Sparrow Rock
Edward Lee: Golem
Wrath James White: Yaccubs Fluch
Douglas Wynne: Der Teufel von Echo Lake
Michaelbrent Collings: Darkbound
Brian Keene: Entombed
Shane McKenzie: Muerte con Cane
Wrath James White: Purer Hass
Rob Redux: Mort – Zombies & Engel
Edward Lee: Succubus
John Everson: The Pumpkin Man
Bryan Smith: Freakshow



Samstag, 25. Mai 2013

Erinnerungen und Sammlungen

Heute habe ich eine kurze Schilderung darüber gehört, wie jemand, der vor längerer Zeit - hauptsächlich in den 1980er Jahren - für vielleicht zehn, fünfzehn Jahre in bescheidenem Umfang sowas wie ein bekannter Name war - jemand anderen angefaucht hat, weil der Betroffene nicht wusste, wer er war.
Diese offenbar übellaunige, bissige, misanthrope und verbitterte Person brüstete sich in der kurzen Konfrontation mit einer riesigen Sammlung von Büchern, die sie ihr eigen nennt und ... was wollte ich jetzt sagen? Ach ja, also weil mir dieser kurze Erlebnisbericht nochmal in den Sinn gekommen ist, sind mir dazu folgende, im Grunde simple, Gedanken durch den Kopf gegangen.

Ich habe mein erstes "Erwachsenenbuch" gekauft, da war ich ungefähr, elf, zwölf Jahre alt, was nun schon eine Ewigkeit her ist, Wahnsinn, Jahrzehnte sind vergangen. Fuck, ich werde alt.
Das Buch war ein Roman von Alan Dean Foster - Die denkenden Wälder. Tolles Buch gewesen, gut gealtert, auch heute noch lesbar - wie alle früheren Romane des Homanx-Zyklus. Bei den späteren Bänden, die zum Teil aber chronologisch früher angelegt sind als die frühen Werke, ist das anders, da ... das führt jetzt zu weit und geht am Thema vorbei, sorry.

Das zweite "Erwachsenenbuch" - Jugendbücher* hatte ich davor schon selbständig immer wieder erworben - war dann ebenfalls ein Foster - Alien, der Roman zum Film. Heilige Scheiße, was hab ich mich dabei gefürchtet. Ich glaube, nur die Lektüre vom Friedhof der Kuscheltiere hat mich danach mehr in Angst versetzt.

Kurze Geschichte zur allgemeinen Erheiterung: Ich habe dann - also nach Alan Dean Foster, einen Stapel Science Fiction Taschenbücher erworben, die aus dem Moewig Verlag stammten, ein blaues Rundumcover mit einem oft wenig zum Inhalt passenden Titelbild zur Schau trugen und mit den Worten "Playboy Science Fiction" geschmückt waren.
In meiner Naivität - frühe 1980er Jahre, ich ging noch zur Schule - dachte ich echt, das wären alles utopische Romane mit viel Sex drinnen - was wusste ich in dem Alter, wer Philip K. Dick war? (Die Bücher waren optisch eher wenig gefällig, aber die Titelauswahl war ausgezeichnet, eine tolle Reihe oft anspruchsvoller Romane.)
Dann borgte mir ein Schulfreund die Josefine Mutzenbacher und was soll ich sagen... das war Aufklärungslektüre der allerfeinsten Sorte! (Auch der Simmel, den ich zu der Zeit bei meinen Eltern aus dem Regal geschnappt hatte und in dem seitenweise Schilderungen von Brustwarzen vorkamen, der hat mich so einiges gelehrt - herrje, war das aufregend) Und Philip K. Dick liebe ich heute. Und wenn Romane viel Sex beinhalten, freue ich mich auch noch darüber.

So, zurück zum Thema. Alan Dean Foster war, da bin ich mir sicher, mein Einstieg in das Sammeln von Büchern. Science Fiction, Fantasy, Horror. Gelesen und gehortet. Ich habe sehr schnell sehr viele Bücher gehabt und in dem Zimmer, das ich mit meinem Bruder geteilt habe (der konnte nie was mit Büchern anfangen, was unvorstellbar war für mich), war bald kein Platz mehr, so sind die Bücher in Stapeln in Kästen im Abstellraum gelandet, gleich beim Werkzeug. In bestem Zustand, gelesen, gemocht, fein säuberlich in Stapeln wegsortiert.

Wie wir alle bin ich älter geworden, ausgezogen, habe ein durchschnittlich langweiliges Leben voll der üblichen Irrungen und Wirrungen geführt, das mir so nebenbei etliche Umzüge mehr beschert hat, als mir lieb gewesen wären. Die ersten paar Mal war das Übersiedeln kein Problem, aber im Laufe der Zeit wurde es immer mühsamer, weil die Zahl der Bücherkartons gewachsen ist.

Kurzer Einwurf: Beim letzten Umzug vor rund fünf Jahren hat mich einer der Möbelpacker, nachdem sie rund hundertfünfzig Bücherkisten in die Wohnung geschleppt haben, keine Kartons, sondern die Transportkisten, wie sie im Buchhandel verwendet werden, gefragt, ob ich denn verrückt sei? Gute Frage.

Weiter: Der Mühen wegen habe ich begonnen, mich immer wieder von Exemplaren zu trennen. Durchschnittliche Wohnung, ein halbes Dutzend Billy Regale in Doppelreihen randvoll. Größere Wohnung, mehr Bücher, eigenes Haus - sehr viel mehr Bücher, zurück in eine Wohnung und wieder weniger Bücher, kleinere Wohnung, noch mehr Bücher weg, größere Wohnung, etwas mehr Bücher, Vater geworden, viel weniger Bücher.
Von den siebzehn Billy-Regalen, die ich derzeit in Beschlag genommen habe, sind fünfzehn Regale mit Büchern gefüllt - doppelreihig, die Häfte der Regale mit Aufsatz und Zusatzbrett.

Wenn ich nachgrüble - ich habe immer die Stückanzahl gezählt, von der ich mich getrennt habe - sind alleine bei den letzten beiden Übersiedlungen rund viertausend (4000) Science Fiction, Fantasy und Horrorbücher aus meinen Regalen verschwunden. Für das, was ich noch habe, ist eine Zählung ausständig. Und eine vernüftige Schlichtung.

In den letzten Jahren habe ich etliche private Sammlungen begutachten können und öfter gehört, wie Leute voller Stolz von ihren Massen an Büchern erzählen, die sie zusammengetragen haben. Wenn ich dann höre, wie sie von zweitausend, dreitausend Stück reden, kann ich nur lächeln.

Wenn ich nachrechne, was ich bisher in meinem Lebens an Büchern abgestoßen habe, dann würde ich heute eine Bibliothek von geschätzten fünfzehntausend Titeln mein eigen nennen - konservativ geschätzt. Natürlich gibt es beträchtlich größere Sammlungen, pah, keine Frage, exquisitere Sammlungen, selbstredend. Nur geht mir diese Angeberei auf die Nerven, dieses Posaunen, wie wertvoll doch das ist, was man an Büchern daheim stehen hat.

Pah, Quatsch. Wertvoll für den Sammler allein, für sonst niemanden. Ich habe immer noch etliche teure, signierte, limitierte, nummerierte Bücher daheim rumstehen, die schon lange nicht mehr zu kaufen sind, und wenn man für solche Titel mal auf eBay oder Abebooks nachschaut, ha ha ha. Wertvoll, lächerlich! Die Realität sieht anders aus.

Wie vorhin gesagt, habe ich etliche Sammlungen gesehen, über einige etwas gehört und von all diesen Privatbibliotheken habe ich nur zwei Sammlungen als bemerkenswert angesehen (na gut, es waren drei, aber die dritte zählt nicht, die hat mir nur gefallen, weil sie sich über weite Stecken mit meiner Sammlung gedeckt hatte):

Die eine Sammlung gehört(e) einem nicht mehr ganz jungen Herren, den wir kurz und bündig HM nennen. Bestens gepflegte Bücher in erstklassigem Zustand, obwohl einige schon Jahrzehnte auf dem Buckel hatten (wir reden hier von Taschenbüchern, Science Fiction, Fantasy, Horror; von englischen Magazinen, die teils noch aus den 1950er Jahren stammen). Diese Sammlung war höchst fokussiert auf einen Schwerpunkt - die Science Fiction Kurzgeschichte - und das hat sie so bemerkenswert gemacht. Eine konsequente Sammlung, genauso konsequent und pedant geordnet. Man sollte gar nicht glauben, in welchen Mengen Kurzgeschichten erschienen sind. Und wie wenig die Kurzgeschichte im deutschsprachigen Raum heute geschätzt wird. Arg.

Die andere Sammlung gehört(e), nennen wir ihn AV. Diese Sammlung zeichnet sich durch eine enorme Breite aus, die weit über das Genre hinausgeht und die in ihrer Breite wiederum konsequent und in sich logisch ist. Und dieser Sammler hat wirklich alte Bücher und Raritäten und da bleibt mir immer wieder der Mund offen, wenn ich sehe, was der Mann hat - natürlich ist das Ganze materiell in dieser unserer doch eher kulturlosen Zeit nicht mehr viel wert, aber Mann! Jeder, der alte in Leder gebunden Bücher mit Goldschnitt und Prägung zu schätzen weiß, oder einen Sinn für die "Groschenromane" des ausgehenden neunzehnten Jahrhunderts hat, sehr, sehr schön. Eher chaotisch und nur rudimentär geordnet, das alles.

Was zeichnet eine gute Sammlung eigentlich aus - wobei "gut" ein extrem relativer Begriff ist. Aber ich sehe das so: Bei einer guten Sammlung lernt man was über die gesammelte Materie. Bei Büchern wäre das zum Beispiel - Trends und Zeitgeist in Inhalt und Gestaltung. Sieht man sich Sammlungen an, die über Jahrzehnte entstanden sind, dann lässt sich sowas durchaus erkennen. Ein überaus markantes Beispiel dafür ist für mich die Gestaltung der Heyne Science Fiction Taschenbücher, an deren Covern, Papierwahl, Innenillustrationen etc. oft genug die Entstehungszeit erkennbar ist. Jahrzehnt für Jahrzehnt.

Was diese beiden vorhin erwähnten Sammler gemeinsam haben - keiner ist so großkotzig, damit zu prahlen, wie viele Bücher sie haben/hatten - zumindest habe ich das nie erlebt. Und das zeichnet sie mich aus: Sie gehen/gingen ihrer Leidenschaft nach und haben sich mit dem beschäftigt, was sie fasziniert und interessiert hat, ohne der Welt kundtun zu müssen, wie toll sie doch sind und wie belesen und ach, was für eine Arbeit das doch ist, diese Sammlung über viele Jahre hinweg zusammenzutragen.

Blubber. Wer das Glück hatte, immer genügend Platz und Geld zur Verfügung zu haben, der hat es nicht schwer gehabt, seine Sammlung zu erweitern. Mit den nötigen Ressourcen lässt sich leicht sammeln. Das Getue ist pure Angeberei - sowas wie die Männer mit Schmerbauch und Glatze, die knallrote Sportcabrios mit fünfhundert Pferdestärken fahren. *rofl*

Sammeln ist eine Selbstbefriedigung, eine Triebbefriedigung, eine höchst egoistische Angelegenheit wie onanieren und masturbieren. Darüber redet man ja auch nicht andauernd - äh, na gut, also, wenn man mal die zahllosen einschlägigen Tumblr-Blogs hier ausklammert, dann stimmt meine Aussage, hüstel ;-)

Ich glaube, das hier ist ein hübscher kleiner Rant geworden, den ein Spinner ausgelöst hat, der seine eigene Sammlung von Büchern erwähnen musste, um sich wichtig zu machen. Es ist im Grunde eine völlig uninteressant, banale Begegnung, die ein Bekannter mit einem uninteressanten Menschen hatte - aber wie der überstrapazierte Schmetterling, dessen Flügelschlag in Europa in Japan ... bla bla bla, so haben die Äußerungen dieses Kerls bei mir den Wunsch ausgelöst, das hier niederzuschreiben.

Ich habe diesen Typen zweimal gesehen und beobachtet, aber nie mit ihm gesprochen, weil er es nichtmal für wert befunden hat, auch nur seine Augen in meine Richtung zu drehen, obwohl wir stundenlang mit zahlreichen anderen Leuten im selben Raum waren. Berechtigte Frage: Warum bin ich nicht auf diesen Menschen zugegangen? 1) Mir fällt es sehr schwer, auf mir unbekannte Menschen zuzugehen. 2) Ich meide Leute, die eine spürbar miese Aura verbreiten. 3) Ich würde mich selbst eher als misanthrop bezeichnen, meine Frau nennt mich gelegentlich "mein kleiner Autist" (dabei bin ich größer als sie, mhm), also nein, ich war nicht darauf aus, jemanden, der mich abschreckt, anzusprechen. Was soll's. Und meinstens sind mir solche Miesmuscheln ohnehin scheißegal, nur hin und wieder geht mir eine unter die Haut.

Es gibt auch noch eine zweite Konfrontation, die jemand anderer, den ich sehr schätze und den als Freund sehen würde, mit diesem Menschen erlebt hat und die sich wunderbar ins Bild einfügt und die negative Ladung dieses Menschen bestätigt. Scheißegal, aber wie der Schmetterling es will ...

Heute bedauere ich es, all die Bücher, von denen ich mich getrennt habe, nicht mehr in meinem Besitz zu wissen. Sie waren sowohl materiell wie zum Teil sicher auch inhaltlich gesehen nicht wertvoll, obwohl als Schüler mit bescheidenem Taschengeld mein Gesamtvermögen in ihren Erwerb geflossen ist.
Für mich waren Bücher mein ganzes Privat- und Berufsleben stets von elementarer Bedeutung und ich finde es jetzt und heute schade, verschiedene Bücher wie die sechs Bände der "roten Sonja" - im Grunde haarsträubend banale Fantasyromane, nicht mehr im Regal zu haben.
All die Verflossenen waren mir viele Jahre wertvoll, dann habe ich sie weggetan, weil ich sie für überflüssig erachtet habe und jetzt finde ich sie wieder wertvoll.  Oh Zeiten, od Geisteshaltung.
Aber ich bin deswegen weder sauer noch vergrämt oder verbittert - nein. All das ansammeln und abstoßen von Büchern hat zum jeweiligen Zeitpunkt seine Richtigkeit gehabt und darüber zu jammern oder damit zu prahlen, was ich noch habe oder hatte, das erscheint mir dämlich.

Hm, habe ich das nicht gerade getan? Nein, ich denke nicht, weil ich weiß, was meine Sammlung für enorme Lücken hat und weil diese Bücher, zumindest so lange sie bei mir daheim sind, einfach nur einen normalen Bestandteil meines Lebens darstellen, aber nichts, worüber ich großkotzen muss.

Wollte ich wirklich prahlen, dann würde ich damit angeben, dass meine Tocher mit noch nichtmal vier Jahren mehr Bücher hat und diese eifrig auf die dafür vorgesehene Weise zu nutzen weiß (Bilder anschauen, Zusammenhänge erkennen, sich vorlesen lassen), als viele Erwachsene ihr ganzes Leben lang gelesen haben. Mal sehen, wie das beim zweiten Kind wird.

In diesem Sinne erkläre ich die Tirade hiermit beendet. Vielen Dank :-)

Freitag, 10. Mai 2013

und schon wieder

Und schon wieder ist mir die Zeit zwischen den Fingern verronnen und ich stelle fest, mein letzter Blogeintrag liegt schon viel zu lang zurück. Wie zum Teufel ist das schon wieder passiert? Mal überlegen.

Genau, ich wollte ursprünglich was über den Sinn und Nutzen von Normseiten schreiben, besonders wenn man Self-Publisher ist und feststellt, wie die geschätzte Seitenzahl, die Amazon oft anführt, danebenliegt. Ich wollte schreiben, dass das beste Mittel dagegen ist, die Normseitenzahl des Buchmanuskripts bei der Inhaltsbeschreibung anzuführen. 30 Zeilen, jeweils 60 Zeichen, wobei auch die Leerzeichen mitgezählt werden. Das ist eine Normseite und die ist als Grundlage für allerlei Berechnungen maßgebend.

Darüber wollte ich schreiben. Dabei habe ich mich aber verzettelt und nach einige Stunden fluchend aufgegeben, weil ich vom hundersten ins tausendste gekommen bin und der Beitrag hoffnungslos durcheinandergeraten ist.
Danach habe ich hin und her überlegt, einen Tag nach dem anderen, wenn ich zwischendurch nicht darauf vergessen habe, hmpf. Das passiert mir gelegentlich.

Nachdem ich mein Manuskript für den letzten Roman noch nicht vollständig zur Korrektur von meiner Lektorin zurückbekommen habe, bin ich kurz entschlossen darangegangen, den nächsten Roman in Angriff zu nehmen. Wird eine düstere Geschichte.

Vor ein paar Tagen hat ein Treffen mit einem Bekannten dafür gesorgt, dass meine Pläne für die nächste Zukunft gründlich geändert wurden. Langfristig und im positiven Sinn, soweit ich das aus heutiger Sicht beurteilen kann. Noch kann und will ich darüber nichts ausplaudern, das folgt noch ... vielleicht ;-)

Gestern hat mich eine ganz böse Kopfschmerzattacke lahmgelegt, auch da wurde nichts daraus, einen Blogeintrag zu schreiben. Heute sitze ich vor dem PC, grüble über die bevorstehenden Änderungen, arbeite an meinem neuen Roman, bin bei allem, was ich tue, einen Tick unkonzentriert und langsam - der gestrige Tag wirkt noch nach und habe vor wenigen Minuten festgestellt, dass ich immer noch keinen Blogeintrag zusammengebracht habe.

Darum schreibe ich heute schlicht darüber, wie es passieren konnte, dass ich es nicht geschafft habe, trotz viel Willen, einen verdammten, interessanten, hilfreichen Blogeintrag zu schreiben. Und wenn jetzt einer glaubt, das ganze Klagen und Jammern hat gerade geholfen, meinen Kopf zu klären und ein Thema für einen neuen Eintrag zu finden, der irrt. Nichts da.

Darum höre ich jetzt einfach auf, mich darüber zu beklagen und hoffe, mir fällt in den nächsten Tagen wieder was ein, um einen sinnvollen neuen Bloogeintrag zustande zu bringen. Bis dann!

Donnerstag, 7. März 2013

Hoppla

Erst Grippe. Dann ein Arztbesuch hier, eine Untersuchung dort, dieses und jenes und noch was kommendes dieses Wochenende - alles mit Gesundheit zu tun, nichts davon gefährlich, aber alles zeitraubend und offenbar unabwendbar. So viel Wartezeit. Seufz.
Hoffe, ab Mitte nächster Woche hier wieder aktiver sein zu können.

Samstag, 1. Dezember 2012

Genervt

Schwere Verkühlungen sind absolut nervtötend. Der Schädel dröhnt, die Nase rinnt, Luftholen ist mühsam, das Hirn will nicht ordentlich denken, mit der Kreativität ist es nicht weit her und ... alles nervt.

Wenigstens ist der Scheiß langsam am abflauen. Ein paar Tage noch.

Freitag, 26. Oktober 2012

Erfahrungen mit Neobooks - mit Update Juli 2013

(aktualisiert 07/2013)

Ich habe meine Bücher über Neobooks veröffentlicht. Neobooks ist ein Unternehmen der Droemer Knaur Verlagsgruppe. DK ist clever, weil sie sich dabei das Recht einräumen, in die eBooks reinzuschauen, ob da vielleicht etwas für ihr Programm dabei ist. Das ist immerhin ein klügerer und pragmatischerer Zugang zum Thema Self-Publishing, als ihn andere Großverlage an den Tag legen.

Ein paar Punkte sprechen auf jeden Fall für Neobooks:
-- Die Kosten: Erstellung und Verteilung an Shops sind kostenfrei. Die ISBN wird ebenfalls frei zugeteilt. Der Autor behält 70 Prozent der Netto-Einnahmen - Achtung, das sind nicht 70 Prozent des Verkaufspreises.
-- Der Vertrieb: Neobooks deckt Teile der eBook Shops ab, die selbst zu bespielen zum Teil unmöglich ist, oder nur mit einem enormen Aufwand an Zeit.
-- Der Vertrag: ist jederzeit per Mail kündbar, auch eine nicht zu unterschätzende Annehmlichkeit. Shops, die ausgelassen werden, kann man immer noch selbst bespielen, wenn es notwendig scheint. Aber für die Massenabdeckung ist gesorgt, incl. Apple iTunes Store.
-- Die Rechte: Man behält uneingeschränkt alle Rechte am Werk und bestimmt den Verkaufspreis selber.
-- Die Abrechnung: Den ganzen Wahnsinn der verschiedenen Shops unter einen Hut zu bringen, übernimmt Neobooks.

Ebenfalls von Vorteil ist die relative Simplizität, mit der man seine Sachen hochladen kann. Ein Word-Dokument mit ein paar simplen Formatierungen, ein Cover mit vorgegebener Größe. Man braucht nicht einmal ein Inhaltsverzeichnis erstellen, das erledigt Neobooks. Alles raufladen und ein paar Minuten später hat man das fertige epub zur Verfügung. Bequemer geht es kaum.

In der Praxis gibt es einige Haken, die das Leben beträchtlich erschweren können. Das sind ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen, für andere Personen mag es ganz anders sein:

Neobooks akzeptiert zum hochladen nur .doc oder .docx Dateien. So weit, so normal. Aber: Verwendet man Papyrus Office und konvertiert dieses in ein .doc, dann funktioniert das nicht. Nimmt man den Text aus Papyrus, setzt ihn mittels copy/paste in eine LibreOffice/OpenOffice Datei und speichert diese als .doc oder .docx, funktioniert das ebenfalls nicht. Irritierend ist eine Anmerkung zum Hochladen eines .pdf, was aber nicht möglich ist.

Ich habe zwei Alternativen gefunden, so man kein MS-Word, in welcher Version auch immer, benutzt:

a) man nimmt den Text, kopiert ihn in in die Textverarbeitung von Google Docs und speichert dieses Dokument dann als .docx ab. Das lässt sich problemlos hochladen, hat aber den beträchtlichen Nachteil, dass das mit dem formatieren seeehr mühsam ist.
Beim kopieren ist übrigens zu beachten, dass man den Text in Portionen übertragen muss. Eine komplette Textdatei mit 168 Normseiten bringt Google Docs zum Selbstmord.

b) Man nimmt die von Google Docs erstellte .docx Datei und bearbeitet sie in einem MS-Word nach und ladet dann diese Datei hoch. Das geht ebenfalls problemlos und hat sich in diesem Fall als der richtige Weg erwiesen (Was zu tun ist, wenn man kein MS Word auf einem eigentlich beinahe ausrangierten Alt-PC zur Verfügung hat, ist eine andere Frage).

Die online Version von Word, die man nur mit einem Windows-Live Account nutzen kann, ist für diese Aktion vollkommen unbrauchbar. Außerdem nervt Windows Live bei der Anmeldung unglaublich.

Was man sich beim Einrichten des .docx getrost ersparen kann, sind Überschriften in die Mitte des Textes zu setzen und den Anfang eines Kapitels oder Absatzes als Blocksatz zu formatieren. Neobooks rückt den Beginn einfach ein und setzt gekennzeichnete Überschriften an den linken Rand. Das ist eine eher hässliche Angelegenheit.

Eine andere etwas nervige Sache ist die Angabe von Daten. So hat man in den Eingabemasken ein Feld für den Autor. Aber weder eine Info darüber, wie die korrekte Eingabeform ist (Vorname, Zuname oder umgekehrt, Trennung mit Beistrich, Strichpunkt oder gar nicht), noch wie das funktioniert, wenn man, so wie ich in einem Fall, zwei Autorennamen eingibt.

Das Ergebnis ist dann ein Durcheinander, das z.B. bei Amazon anders aussieht als bei z.B. bei Libreka. Ob und wie schnell Neobooks das korrigiert, weiß ich noch nicht, die entsprechende Mail ist erst kurz vor diesem Blogeintrag abgegangen. Ich werde den Beitrag aktualisieren, wenn es dazu Neuigkeiten gibt.*

*UPDATE: Neobooks hat ziemlich schnell (nur ein paar Stunden später) reagiert und die Daten intern in Ordnung gebracht und lädt sie korrekt neu hoch. Das ist ging flott.

Etwas störend bei der Formatierung ist der Umstand, dass das Programm zwar die Überschriften 2-6 erkennt, diese jedoch nicht ins Inhaltsverzeichnis einbaut. Es beschränkt sich rein auf Überschrift 1. Bei Literatur ist das nicht so tragisch, für Sachbücher wird die Angelegenheit unter Umständen mühsam. Vielleicht bessert Neobooks hier noch nach.

Hat man das eBook endlich erstellt, ist es sofort bei Neobooks selbst zu haben, ein, zwei Tage danach wird es an die Shops ausgeliefert und taucht dann im Endeffekt rund fünf Tage nach dem hochladen in allen Shops auf (so weit bin ich in dem Fall noch gar nicht). Erscheint mir durchaus akzeptabel.

Neobooks klatscht auch eine "wurde erstellt mit Neobooks" Grafik in das eBook - dahinter verborgen vermute ich das "Social DRM" (weiches DRM), das zur Anwendung gebracht wird. Das bringt für den Leser kleinerlei Einschränkungen mit sich, man kann also trotzdem die Datei kopieren oder auf ein anderes Lesegerät überspielen und sie ist auch nicht fremdlöschbar wie beim Kindle. Mir wäre es grundsätzlich ohne DRM lieber, aber so ist es halbwegs akzeptabel.

Im großen und ganzen funktioniert Neobooks also sehr gut. Auch auf Emails wird schnell und freundlich geantwortet. Ein paar Kleinigkeiten sind nervtötend und verbesserungswürdig, aber der Service ist noch relativ jung und von daher wird es sicher Änderungen geben. 

Update 07/2013:

-- Inzwischen gibt es bei Neobooks die Option, einzelne Händler - wie z.B. Amazon - auszuklammern, wenn man sie selbst bespielen möchte. Diese Funktion ist noch mit "Beta" gekennzeichnet, ich habe sie noch nicht verwendet. Das folgt beizeiten.

-- Das Aktualisieren eines Titels ist im Grunde sehr einfach, allerdings durchaus auch lästig: man muss sämtliche Schritte, die man bei der ersten Erstellung des Buches getätigt hat, nochmal durchgehen. Je nachdem, was man ändern möchte, geht das zügig mit "speichern und fortfahren" voran, oder man kaut die Punkte einzeln durch.

-- Es funktionieren immer noch nur .doc oder .docx Dateien zum Upload. Bei meinem letzten Herumgespiele mit einem Update (am 30.7.2013) war zwar auch ein .pdf als Option angegeben, allerdings hatte sich zu dem Zeitpunkt das Upload-Werkzeug erschossen (Connection Reset). Nach Behebung des Problems war die .pdf Option nicht mehr gegeben.

-- Der Support funktioniert wie bisher schon rasch und höflich. Und wie fast immer gilt auch hier - wenn man freundlich und geduldig anfragt, was ja Standard sein sollte (selbst wenn einen das defekte Upload Werkzeug nach fast einer Stunde wiederholter Versuche in den Wahnsinn getrieben hat), bekommt man eine ebenso höfliche und hilfreiche Antwort. Oft noch innerhalb des selben Tages, spätestens jedoch nach 24 Stunden. Meine Erfahrung.

-- Noch unverändert ist die Sache mit den Überschriften - es wird weiterhin nur die 1 verwendet.

-- Es gibt auch weiterhin nur ein Eingabefeld für einen Autor. Wer mit Co-Autor arbeitet, hat also weiterhin ein Problem.

-- Das epub Autorenexemplar, das man sich nach Fertigestellung runterladen kann, wird mit eigenem Namen und Erstellungsdatum gut sichtbar gekennzeichnet.

-- zum Thema DRM gibt es von Neobooks bei der Selfpublisher-Bibel eine Anmerkung. Praktisch: Auch die anderen Anbieter lassen im Rahmen einer Umfrage ihre Meinung zu dem Thema ab.

Derzeit habe ich nur einen Titel bei Neobooks - alle anderen haben einen Abgang in Richtung Verlag gemacht.

Die John Aysa Autorensite.

Der Neobooks Titel:
Mein neuester Roman (ab ca. spätes 08/2013):

Die weiteren Bücher -> hier

Ausführlichere Informationen zum Thema Self-Publishing, auch Vergleiche mit anderen Distributoren wie Xinxii u.ä. finden sich auf Die Selfpublisher-Bibel von Matthias Matting. Darüber hinaus gibt es noch den einen oder anderen nützlichen Blog zu diesem Thema. 

Gutes Gelingen mit Self-Publishing!


Dienstag, 11. September 2012

Seltsam...

Es ist ein merkwürdiges Gefühl, 5 Tage lang ohne Internet und Handy unterwegs zu sein, in einer anderen Stadt als seinem Wohnort. Geradezu beunruhigend. Was, wenn man Hilfe braucht, was, wenn  einem was passiert?

Das doppelt merkwürdige daran ist allerdings, das es vor gar nicht so vielen Jahren ganz normal war, so durch die Welt zu wandern, ohne sich etwas dabei zu denken. Jetzt ist das anders. DAS ist wirklich beunruhigend. Wie sehr man von dem ganzen technischen Krimskrams abhängig geworden ist.

Irgendwie beschleicht mich da das Gefühl, dass der Fortschritt auch einen beträchtlichen Rückschritt darstellt. Natürlich nicht in allen Belangen, das ist Unsinn, aber auf einer persönlichen Ebene durchaus.

Donnerstag, 6. September 2012

Typisch

Heute begebe ich mich ins "Schreibexil" - mehrere Tage ohne Internet, nur hochkonzentriertes Arbeiten - und was ist? Das Handy geht kaputt. Also wirklich. Miststück. Natürlich gibt es keine Garantie mehr und gar nichts. Naja. Vielleicht ein Grund, auch den Anbieter zu wechseln!? Lästige Angelegenheit, die Geld kostet, das ich nicht dafür ausgeben will.