Das nächste Buch kommt - tja, das weiß nichtmal George R.R. Martin selbst. Die Serie verschiebt sich wegen der Dreharbeiten (weil die im Winter stattfinden mussten) in den Sommer. Was bis dahin tun?
Welche Ausgaben sind brauchbar, lieber lesen, anschauen, hören? Der Versuch, einen Überblick zu schaffen und auf die sinnvollsten und besten Ausgaben zu reduzieren.
Nachzulesen auf Kultplatz.net ...
Über Schreiben, Lesen und andere Dinge, die gelegentlich durch mein Hirn wandern und ihre Spuren hinterlassen.
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Montag, 30. Januar 2017
Montag, 22. Juni 2015
Chaska: Tochter aus dem Eis
Vor einigen Tagen ist mein neues Buch, der Fantasyroman Chaska: Tochter aus dem Eis, erschienen. Der erste von drei Bänden, die alle noch dieses Jahr erscheinen.
Das Buch gibt es bei Amazon als eBook und als Paperback. Weitere eBook Shops wie Weltbild, Thalia, Hugendubel, etc... folgen in den kommenden Tagen.
Worum geht es: Chaska lebt wohl behütet mit ihrer Mutter im rauen Norden der Eysen, abgeschottet vom Rest der Welt. Als die geplante Reise in die Länder des Südens vorzeitig zu einer wilden Flucht gerät, wird das Leben des Mädchens komplett auf den Kopf gestellt. In der Fremde sieht sie sich gezwungen, Demütigung und Ächtung auf sich zu nehmen.
In der Zwischenzeit wächst eine von grenzenlosem Wahnsinn getriebene Bedrohung heran, die das Antlitz der Länder auf alle Zeiten zum Schlechteren ändern kann. Das Reich der Kriegerfrauen sieht sich den ersten Ausläufern des Unheils gegenüber. Wie der Rest der Welt wissen auch die Kämpferinnen nichts von der gottgleichen Macht im Hintergrund, die darangeht, einzugreifen.
Chaska, die mit allen Mitteln darum kämpft, eine Kriegerin der Fünf Ringe zu werden, um ihr angestrebtes Ziel zu erreichen, muss erkennen, dass sie weit mehr Geld braucht, als sie hat. Der Weg, den sie beschreitet, um es zu erlangen, führt direkt ins Desaster.
Ich habe zum Buch auch eine Orientierungshilfe erstellt, die interessierten Lesern (beide Geschlechter) die Entscheidung erleichtern soll. 11 Punkte die für die Lektüre sprechen, 11 Punkte, die davon abraten.
Das Buch gibt es bei Amazon als eBook und als Paperback. Weitere eBook Shops wie Weltbild, Thalia, Hugendubel, etc... folgen in den kommenden Tagen.
Worum geht es: Chaska lebt wohl behütet mit ihrer Mutter im rauen Norden der Eysen, abgeschottet vom Rest der Welt. Als die geplante Reise in die Länder des Südens vorzeitig zu einer wilden Flucht gerät, wird das Leben des Mädchens komplett auf den Kopf gestellt. In der Fremde sieht sie sich gezwungen, Demütigung und Ächtung auf sich zu nehmen.
In der Zwischenzeit wächst eine von grenzenlosem Wahnsinn getriebene Bedrohung heran, die das Antlitz der Länder auf alle Zeiten zum Schlechteren ändern kann. Das Reich der Kriegerfrauen sieht sich den ersten Ausläufern des Unheils gegenüber. Wie der Rest der Welt wissen auch die Kämpferinnen nichts von der gottgleichen Macht im Hintergrund, die darangeht, einzugreifen.
Chaska, die mit allen Mitteln darum kämpft, eine Kriegerin der Fünf Ringe zu werden, um ihr angestrebtes Ziel zu erreichen, muss erkennen, dass sie weit mehr Geld braucht, als sie hat. Der Weg, den sie beschreitet, um es zu erlangen, führt direkt ins Desaster.
Ich habe zum Buch auch eine Orientierungshilfe erstellt, die interessierten Lesern (beide Geschlechter) die Entscheidung erleichtern soll. 11 Punkte die für die Lektüre sprechen, 11 Punkte, die davon abraten.
11 Gründe, die für den Erwerb des Buches sprechen:
11 Gründe, die gegen den Erwerb des Buches sprechen:- – Chaska beruht auf einem klassischen Sujet der Fantasy – der Quest: Die Reise und Suche.
- – Chaska bricht dieses Muster immer wieder.
- – Chaska gehört in dasselbe Universum wie die „Prinzessin“ Romane, steht mit diesen in Verbindung und ist doch komplett unabhängig.
- – Chaska kann mit einem komplett irren Antagonisten aufwarten.
- – Chaska sprengt die Grenzen des Genres.
- – Die persönliche, kleine Geschichte zu Beginn wächst sich zu monumentalen Dimensionen aus.
- – Die Geschichte ist mit drei Bänden abgeschlossen.
- – Chaska ist ein wilder, körperbetonter Roman, diktiert von menschlichen Schwächen und Chaos.
- – Chaska bietet eine erkleckliche Anzahl blutrünstiger Kämpfe und erotischer Zwischenspiele.
- – Jeder Band bietet eigenwillige Schauplätze.
- – Die gesamte Trilogie ist so umfangreich wie so mancher einzelner Band eines Zyklus.
- – Chaska beruht auf einem klassischen Sujet der Fantasy – der Quest: Die Reise und Suche.
- – Chaska bricht dieses Muster immer wieder.
- – Chaska gehört in dasselbe Universum wie die „Prinzessin“ Romane, steht mit diesen in Verbindung und ist doch komplett unabhängig.
- – Chaska kann mit einem komplett irren Antagonisten aufwarten.
- – Chaska sprengt die Grenzen des Genres.
- – Die persönliche, kleine Geschichte zu Beginn wächst sich zu monumentalen Dimensionen aus.
- – Die Geschichte ist mit drei Bänden abgeschlossen.
- – Chaska ist ein wilder, körperbetonter Roman, diktiert von menschlichen Schwächen und Chaos.
- – Chaska bietet eine erkleckliche Anzahl blutrünstiger Kämpfe und erotischer Zwischenspiele.
- – Jeder Band bietet eigenwillige Schauplätze.
- – Die gesamte Trilogie ist so umfangreich wie so mancher einzelner Band eines Zyklus.
Dienstag, 30. Juli 2013
Leg dich nicht mit dem Autor an
Die schon laaange Vorgeschichte zu diesem Video kann man sich, so nötig, irgendwo aus einer Suchmaschine rausgraben. Ist aber nicht so wichtig. Macht trotzdem Spaß.
So man die dicken Bücher des dicken Bärtigen kennt. Oder die Serie. Und dann natürlich weiß, wer der dünne in den schwarzen Klamotten ist. :-)
So man die dicken Bücher des dicken Bärtigen kennt. Oder die Serie. Und dann natürlich weiß, wer der dünne in den schwarzen Klamotten ist. :-)
Freitag, 31. Mai 2013
George R. R. Martin: A Game of Thrones
Ich verzichte darauf, eine
Inhaltsangabe zu zitieren und gehe davon aus, dass die halbe Welt
ohnehin weiß, worum es bei Game of Thrones geht. Was die andere
Hälfte der Welt betrifft – lasst euch darauf ein, ihr habt keine
Idee, was für ein grandioses Werk ihr da versäumt :-)
Bis zu diesem Monat habe ich darauf
verzichtet die Romane zu lesen, obwohl sie schon seit vielen, vielen
Jahren bei mir herumstehen. Als Hardcover, wie sie bei Bantam ab 1996 erschienen sind. Die Titelbilder der ersten drei Ausgaben stellen irgendwie eine Art von milden Spoilern dar. Sie verraten zwar nichts konkretes zum Inhalt, aber sie lassen einen Schwerpunkt erkennen.
Das Lesen wollte ich erst in Angriff nehmen, wenn George R. R.
Martin (Website, Blog) – dessen frühere Werke wie z.B. Fiebertraum ich übrigens auch empfehlen kann –
mit dem Monster von Zyklus fertig ist. Ich wollte auch darauf verzichten, mir die Serie anzuschauen, die
wollte ich erst dann sehen, nachdem ich mit den Büchern fertig war.
Aber es kam anders: Ich musste aus
reiner Notwehr umschwenken. Ich lese die Bücher und schaue mir die
Serie an – gleichzeitig. Zwei Episoden pro Woche, täglich wenigstens ein paar Seiten. Es war kaum mehr möglich Spoiler zu
vermeiden. Überall gab es Inhaltsangaben zu den Episoden,
Intgerviews mit Martin und Darstellern, Kritiken zu den Büchern,
Entsetzten zu diesem und jenem – ein Albtraum, all das
auszublenden. Also Flucht nach vorn und beides in Angriff genommen.
Aber ich lese die englischen Ausgaben
und schaue mir die Serie in Englisch an. Auf das Erlebnis der
umstrittenen deutschen Neuübersetzung mit ihrer Wut der
Eindeutschung verzichte ich. Es gab eine alte Übersetzung der ersten
paar (deutschen) Bände, die war diesbezüglich verträglicher.
Der erste Originalroman besteht in der
deutschen Übersetzug aus den ersten beiden Büchern – die
Neuausgaben sehen recht hübsch aus, immerhin – und umfasst
ziemlich genau die erste Staffel der großartigen Serie.
Martins Englisch ist durchwegs elegant
und gehoben, was diesen üppigen, vom Format her übergroßen
Ziegelstein – das heißt, auf einer Seite findet sich bedeutend
mehr Text als bei einem herkömmlichen Hardcover üblich – nicht
unbedingt schnell und einfach lesbar macht – aber ein irrsinniges
Vergnügen darstellt. Die Titelanzahl, die ich diesen Monat geschafft habe, ist so gering wie seit langem nicht mehr - was den Umfang angeht, da hat sich ganz und gar kein Minus aufgetan.
Die Dialoge sind gewitzt, die
verwendete Sprache mischt unbekümmert, aber stets passend eine
moderne und eine veraltete Begrifflichkeit und entwickelt so einen Sog, aus
dem man nur schwer wieder rauskommt. Es ist nahezu enttäuschend,
wenn man das Buch zuschlagen muss, um sich wieder der Realität zu
stellen.
Faszinierend, wenn man Serie und Roman
unmittelbar miteinander vergleicht, ist der Unterschied, welches Medium auf
welche Details die Schwerpunkte legt. So sind Dinge, die in den
Episoden eine enorme Dramatik entwickeln, im Buch beinahe beiläufig
geschildert und umgekehrt.
Auch der Detailreichtum des Romans ist
beeindruckend und wer nur die Serie kennt, beginnt erst über den
Roman verschiedene Vorgänge klarer zu sehen beziehungsweise bekommt
durch Schilderungen von Gedanken und Handlungen einzelner Personen
erst so richtig Klarheit, warum was passiert.
Uff, ist das mühsam, irgendwas zu
schildern, ohne für jene Leser, die dieses herausragende Vergnügen
der Lektüre noch vor sich haben, einen Spoiler einzubauen. Auch wer
die Serie schon gesehen hat, egal, unbedingt die Romane lesen!
Die erste Staffel hält sich noch sehr
genau an das Buch, im zweiten Roman, den ich gerade lese, weicht die
Serie schon erkennbar ab und muss des enormen Umfangs wegen auf immer
mehr Details verzichten. Die Serie wird sich dadurch zwangsläufig
immer weiter vom Buch fortentwickeln. Das ist – und das meine ich
wirklich so – genial. Auf diese Art bekommt man mehr oder weniger
zwei Geschichten aus parallelen Welten präsentiert.
A Game of Thrones zu lesen
beansprucht ungefähr die Zeit, die je nach Umfang zwischen zwei und
vier durchschnittliche Genrebücher in Beschlag nehmen. A Game of
Thrones ist aber auch um einige große Stufen befriedigender und
degradiert so manches Fantasybuch zu einem Witz, was die Komplexität
von Geschichte und Figuren betrifft.
Um mich zu wiederholen: geniale
Lektüre. Spannend, vollgestopft mit Details, blutig, grob, komplex,
dicht. Auch wenn er zwischendurch mal in einer Sackgasse gelandet war und Änderungen durchführen musste, wenn es ewig bis zum bisher letzten Band, Nummer fünf, gedauert hat, das spielt keine Rolle. Die Serie ist ein Meisterwerk und der Geist, der diesen Wahnsinn erdacht hat, genial.
Hut ab, GRRM!
Sonntag, 17. März 2013
Die fantastische Welt von Oz
Die fantastische Welt von Oz ist, bei
all dem knallbunten Gewirbel, das der Setdesigner von Tim Burtons
Alice im Wunderland angerichtet hat, unverkennbar doch auch ein Sam Raimi Film.
Der
Mann, dem wir Evil Dead verdanken, setzt auch hier immer wieder die
rasende Kamera ein, rast vorwärts, bremst aber immer wieder abrupt
ab. So, als fiele ihm mitten im Rasen ein, dass er einen Film für
die Disney Studios dreht und sich deshalb beherrschen muss.
Oz ist ein überaus unterhaltsamer
Film, der es gar nicht so einfach macht, einige seiner Darsteller zu
erkennen. Rachel Weisz zum Beispiel, das braucht eine Weile, obwohl
sie eine tragende Rolle hat. Miniauftritte von Ted Raimi oder Bruce
Campbell zu erspähen ist so gut wie unmöglich – also zumindest in
der 3D Fassung des Films.
Das 3D wird von Raimi gekommt und
gewitzt eingesetzt und liefert einige sehr schöne Momente, ich bin
versucht zu sagen, dass es hier besser zur Geltung kommt als beim
Hobbit von Peter Jackson.
Raimi hat keine Scheu, Dinge auf das
Publikum loszujagen, macht das aber zugleich auf überraschende Form
und weniger simpel, als man erwarten würde. Das ist sehr effektiv und vergnüglich. Natürlich geht das 3D auch in die Tiefe der Szenen und auch hier haben die Macher ganze Arbeit geleistet. Alles in allem hervorragend verwendet und als natürlicher Bestandteil des Filmes akzeptabel. Sehr gut gelungen, finde ich.
Zu den deutschen Dialogen kann ich
nicht viel sagen, da ich den Film im Original gesehen habe. Die
Schauspieler sind bis auf eine sehr durchschnittliche Mila Kunis
durch die Bank glaubwürdig und spielen gut, vielleicht sogar zu gut,
wenn James Franco sein schmierig-verzweifeltes, zähnefletschendes
Lächeln zeigt. Das ist ein klein wenig ekelig.
Besonders die Titelmusik ist
unverkennbar Danny Elfman, der in weiterer Folge bombastische
Klangteppiche geschrieben hat, die diesen irrsinnigen Farbenrausch
untermalen. Wenn schon, denn schon, war hier wohl die Devise.
Die Effekte sind selbstredend
allererste Sahne und selbst die ständig herumwirbelnde Kamera von
Raimi schafft es nicht, Fehler in den computergenerierten Szenen zu
entblößen. Bewegungen, Haare, Massenszenen, Wasser, Nebel, Lebewesen, wunderbar. Wiederum, vielleicht lenkt das 3D davon genug ab,
vielleicht erfreut man sich als Zuschauer auch zu sehr an der Pracht,
dem Witz und der Eleganz des Films.
Die fantastische Welt von Oz ist ein
sehr schöner, sehr unterhaltsamer, entzückender »kleiner« Film
von Sam Raimi, der mehr als einmal durchschimmern lässt, dass in ihm
immer noch der Regisser der kleinen, dreckigen, bösartigen,
zynischen und gewitzten Filme steckt, die er früher gedreht hat.
Die Evil Dead Filme, Army of Darkness,
Ein ganz einfacher Plan, Darkman, The Quick and the Dead, The Gift,
allesamt Perlen von schrägem Humor, seltsamen Effekten und zum Teil
schwindelerregender Kameraführung. All das ist in Oz erkennbar und
hebt diesen Film beträchtlich über das übliche
Disney-Kitsch-Niveau hinaus.
Es war ein Vergnügen.
Montag, 11. März 2013
Rezensionen
Kurz ein Überblick über meine Rezensionen der letzten Zeit:
Scott Sigler: Die Verborgenen -> hier. Großartiger Thriller, der Horror mit Science vermengt. War beste Unterhaltung.
David Brin: Existenz -> hier. Monumentales Epos unserer Zukunft, ein meisterhafter Roman. Hat mich ziemlich beeindruckt.
Sergej Antonow: Im Tunnel -> hier. Ein weiterer Roman aus dem Metro-2033 Universum. Ein paar gute Ideen, inzwischen sehr vertrautes Terrain.
Richard Laymon: Night Show -> hier. Einer der eher schlechteren Romane von Laymon. Mehr der Entwurf eines Romans.
Jovanka Vuckovic: Zombies - Die illustrierte Geschichte der Untoten -> hier. Inhaltlich sehr gutes Sachbuch für den Gesamtüberblick, in schlampiger deutscher Ausführung.
Carlton Mellick III: Ugly Heaven -> hier. Mellick mag man oder nicht. Ich mag ihn. :-) Mal etwas mehr, mal etwas weniger, aber ich mag ihn.
Carlton Mellick III: The Menstruating Mall -> hier. Mellick eben :-) Der Titel ist Programm und es wird absurder.
Scott Sigler: Die Verborgenen -> hier. Großartiger Thriller, der Horror mit Science vermengt. War beste Unterhaltung.
David Brin: Existenz -> hier. Monumentales Epos unserer Zukunft, ein meisterhafter Roman. Hat mich ziemlich beeindruckt.
Sergej Antonow: Im Tunnel -> hier. Ein weiterer Roman aus dem Metro-2033 Universum. Ein paar gute Ideen, inzwischen sehr vertrautes Terrain.
Richard Laymon: Night Show -> hier. Einer der eher schlechteren Romane von Laymon. Mehr der Entwurf eines Romans.
Jovanka Vuckovic: Zombies - Die illustrierte Geschichte der Untoten -> hier. Inhaltlich sehr gutes Sachbuch für den Gesamtüberblick, in schlampiger deutscher Ausführung.
Carlton Mellick III: Ugly Heaven -> hier. Mellick mag man oder nicht. Ich mag ihn. :-) Mal etwas mehr, mal etwas weniger, aber ich mag ihn.
Carlton Mellick III: The Menstruating Mall -> hier. Mellick eben :-) Der Titel ist Programm und es wird absurder.
Sonntag, 6. Januar 2013
Der Hobbit - eine Filmrezension
Gesehen in englischer Originalfassung, in HFR, in 3D. Also die volle Dröhnung.
HFR - wem dieser Begriff noch nicht geläufig ist, ist das Kürzel für High Frame Rate und eine technische Angelegenheit: Die Bildwiederholfrequenz (was für ein Wort!) bei Filmen, also das Tempo des Abspielens, beträgt als Standard 24 Bilder pro Sekunde (24 fps). HFR bedeutet höheres Tempo.
Der Hobbit ist der erste Film überhaupt, der auf diese Art gedreht wurde und ins Kino gekommen ist. Vorteil der neuen Technik sind eine höhere Bildschärfe und weniger Bewegungsunschärfe (motion blur). Nachteil ist der Verlust des "klassischen Filmlook", da die Bilder klarer und schärfer (Soap-Opera-Optik) sind. Jackson hat als Frequenz 48 fps gewählt, also verdoppelt.
-- Meine Eindrücke bezüglich HFR: Diese viel kritisierte neue Optik für einen Kinofilm ist nur bedingt ein Thema. Der Effekt macht sich vielleicht eine, zwei Minuten bemerkbar, dann ist er vergessen, weil man in einem farbenprächtigen Rausch wunderschöner Bilder versinkt, die mit phantastischen Details aufwarten können. Besonders bei Nahaufnahmen ist der Grad der Details immer wieder beeindruckend.
-- Meine Eindrücke bezüglich 3D: Meisterhaft und sehr dezent in Szene gesetzt, ähnlich wie bei Avatar. Jackson hat darauf verzeichtet, Dinge in Richtung Kamera zu werfen und damit ins Publikum (meistens), sondern hat sehr oft die Tiefe der Bilder erhöht. Der Film würde auch ohne 3D umwerfend aussehen, aber es ist ein überaus netter Bonus.
-- Meine Eindrücke allgemein: Ich sehe eigentlich keinen Grund, sich darüber zu beschweren. Mag die erste Hälfte des Films etwas langatmig sein, so geht es dann in der zweiten Hälfte permanent rund. Der Film gewinnt an Tempo und das perfektes Zusammenspiel zwischen den Bildern und dem kongenialen Soundtrack von Howard Shore packen und lassen nicht mehr los. Jackson greift zwar hin und wieder in den theatralischen Kitschtopf, aber das sei ihm im Rausch der Inszenierung verziehen.
Er bewegt wie gewohnt die Kamera mit hoher Geschwindigkeit und Eleganz durch die Kulissen. Was am Computer entstanden ist und was vor Ort gefilmt, ist so gut wie nicht mehr zu unterscheiden. Selbst wenn ich weiß, diese und jene Szene MUSS am Computer entstanden sein, erkennbar ist es kaum. Der Auftritt von Galadriel ist atemberaubend inszeniert - aber ja, Cate Blanchett ist sowieso atemberaubend. Martin Freeman ist ein großartiger Bilbo, generell ist das Ensemble ausgezeichnet. Hut ab, perfektes Casting.
Der Hobbit ist ein sehr, sehr guter Fantasyfilm mit Momenten von bizarrem und gelegentlich kindischen Humor und jeder Menge Action, gewaltigen Schlachten, ruhigen Augenblicken und einem grandiosen Andy Serkis als Gollum (in diesen Szenen zeigt das HFR, was es an Detailreichtum liefern kann).
Ob Jackson sich jetzt werkgetreu an die Vorlage von Tolkien gehalten oder daran herumgewerkt hat, ist mir persönlich herzlich egal. Film ist Film, Buch ist Buch. Ich erwarte von Jackson Opulenz und Bombast und genau das liefert der Mann hier ab. Puritanismus zu fordern oder zu erwarten ist da absolut verkehrt.
Ich mag diese Verbissenheit, mit der Tolkien zeitweise gegen irgendwelche Adaptionen oder Kritik verteidigt wird, überhaupt nicht. Die Bücher sind Klassiker und sie waren genreprägend, aber es handelt sich "nur" um Romane, zu denen jeder Leser eigene Bilder im Kopf hat - und Peter Jackson hat sich eben seinen Teil dazu gedacht und in Bilder umgesetzt. Wem diese Interpretation zu wenig puristisch ist, der kann sich im Vergleich die auf youtube zu bewundernde russische Verfilmung des Hobbit von 1985 ansehen.
Peter Jacksons Hobbit Film ist schlicht ein phantastischer Bombast. Kann man mögen, muss niemand mögen. Mir hat der Film jedenfalls großartig gefallen. Die Vergleiche mit der Herr der Ringe Trilogie sind in meinen Augen unsinnig, schon allein wegen der Unterschiede im Ton der literarischen Vorlagen.
HFR ist eine tolle Sache, ob es sich durchsetzt, wird sich weisen. James Cameron möchte die kommenden Avatar Filme so drehen - bei ihm ist derzeit von sogar noch höherer Bildrate die Rede. HFR wird sicher nicht bei jedem Film Sinn machen, aber Spektakel wie Der Hobbit oder die Avatar Filme sind sicher gute Spielwiesen für diese Technik.
Mein Eindruck bei der gestrigen Vorstellung jedenfalls (nahezu ausverkauft) war der, dass es dem Publikum herzlich egal ist, ob der Film jetzt den "Filmlook" hat oder nicht. Die Leute sind mit dem Film mitgegangen und hatten ihren Spaß daran - wir reden vom Publikum einer 20:15 Uhr Vorstellung und einem 170 Minuten langen Film.
Ich bin jedenfalls glücklich mit dem, was ich gesehen habe und freue mich auf die zwei nachfolgenden Filme.
HFR - wem dieser Begriff noch nicht geläufig ist, ist das Kürzel für High Frame Rate und eine technische Angelegenheit: Die Bildwiederholfrequenz (was für ein Wort!) bei Filmen, also das Tempo des Abspielens, beträgt als Standard 24 Bilder pro Sekunde (24 fps). HFR bedeutet höheres Tempo.
Der Hobbit ist der erste Film überhaupt, der auf diese Art gedreht wurde und ins Kino gekommen ist. Vorteil der neuen Technik sind eine höhere Bildschärfe und weniger Bewegungsunschärfe (motion blur). Nachteil ist der Verlust des "klassischen Filmlook", da die Bilder klarer und schärfer (Soap-Opera-Optik) sind. Jackson hat als Frequenz 48 fps gewählt, also verdoppelt.
-- Meine Eindrücke bezüglich HFR: Diese viel kritisierte neue Optik für einen Kinofilm ist nur bedingt ein Thema. Der Effekt macht sich vielleicht eine, zwei Minuten bemerkbar, dann ist er vergessen, weil man in einem farbenprächtigen Rausch wunderschöner Bilder versinkt, die mit phantastischen Details aufwarten können. Besonders bei Nahaufnahmen ist der Grad der Details immer wieder beeindruckend.
-- Meine Eindrücke bezüglich 3D: Meisterhaft und sehr dezent in Szene gesetzt, ähnlich wie bei Avatar. Jackson hat darauf verzeichtet, Dinge in Richtung Kamera zu werfen und damit ins Publikum (meistens), sondern hat sehr oft die Tiefe der Bilder erhöht. Der Film würde auch ohne 3D umwerfend aussehen, aber es ist ein überaus netter Bonus.
-- Meine Eindrücke allgemein: Ich sehe eigentlich keinen Grund, sich darüber zu beschweren. Mag die erste Hälfte des Films etwas langatmig sein, so geht es dann in der zweiten Hälfte permanent rund. Der Film gewinnt an Tempo und das perfektes Zusammenspiel zwischen den Bildern und dem kongenialen Soundtrack von Howard Shore packen und lassen nicht mehr los. Jackson greift zwar hin und wieder in den theatralischen Kitschtopf, aber das sei ihm im Rausch der Inszenierung verziehen.
Er bewegt wie gewohnt die Kamera mit hoher Geschwindigkeit und Eleganz durch die Kulissen. Was am Computer entstanden ist und was vor Ort gefilmt, ist so gut wie nicht mehr zu unterscheiden. Selbst wenn ich weiß, diese und jene Szene MUSS am Computer entstanden sein, erkennbar ist es kaum. Der Auftritt von Galadriel ist atemberaubend inszeniert - aber ja, Cate Blanchett ist sowieso atemberaubend. Martin Freeman ist ein großartiger Bilbo, generell ist das Ensemble ausgezeichnet. Hut ab, perfektes Casting.
Der Hobbit ist ein sehr, sehr guter Fantasyfilm mit Momenten von bizarrem und gelegentlich kindischen Humor und jeder Menge Action, gewaltigen Schlachten, ruhigen Augenblicken und einem grandiosen Andy Serkis als Gollum (in diesen Szenen zeigt das HFR, was es an Detailreichtum liefern kann).
Ob Jackson sich jetzt werkgetreu an die Vorlage von Tolkien gehalten oder daran herumgewerkt hat, ist mir persönlich herzlich egal. Film ist Film, Buch ist Buch. Ich erwarte von Jackson Opulenz und Bombast und genau das liefert der Mann hier ab. Puritanismus zu fordern oder zu erwarten ist da absolut verkehrt.
Ich mag diese Verbissenheit, mit der Tolkien zeitweise gegen irgendwelche Adaptionen oder Kritik verteidigt wird, überhaupt nicht. Die Bücher sind Klassiker und sie waren genreprägend, aber es handelt sich "nur" um Romane, zu denen jeder Leser eigene Bilder im Kopf hat - und Peter Jackson hat sich eben seinen Teil dazu gedacht und in Bilder umgesetzt. Wem diese Interpretation zu wenig puristisch ist, der kann sich im Vergleich die auf youtube zu bewundernde russische Verfilmung des Hobbit von 1985 ansehen.
Peter Jacksons Hobbit Film ist schlicht ein phantastischer Bombast. Kann man mögen, muss niemand mögen. Mir hat der Film jedenfalls großartig gefallen. Die Vergleiche mit der Herr der Ringe Trilogie sind in meinen Augen unsinnig, schon allein wegen der Unterschiede im Ton der literarischen Vorlagen.
HFR ist eine tolle Sache, ob es sich durchsetzt, wird sich weisen. James Cameron möchte die kommenden Avatar Filme so drehen - bei ihm ist derzeit von sogar noch höherer Bildrate die Rede. HFR wird sicher nicht bei jedem Film Sinn machen, aber Spektakel wie Der Hobbit oder die Avatar Filme sind sicher gute Spielwiesen für diese Technik.
Mein Eindruck bei der gestrigen Vorstellung jedenfalls (nahezu ausverkauft) war der, dass es dem Publikum herzlich egal ist, ob der Film jetzt den "Filmlook" hat oder nicht. Die Leute sind mit dem Film mitgegangen und hatten ihren Spaß daran - wir reden vom Publikum einer 20:15 Uhr Vorstellung und einem 170 Minuten langen Film.
Ich bin jedenfalls glücklich mit dem, was ich gesehen habe und freue mich auf die zwei nachfolgenden Filme.
Freitag, 14. Dezember 2012
Odysseus und der Hades
Mein neuestes Baby ist da! John Aysa: Odysseus und Hades - Der junge Odysseus Bd. 3. Jeder Roman der Serie ist in sich abgeschlossen, man braucht also nicht in einer bestimmten Reihenfolge zu lesen.Zum Inhalt: Für Odysseus und Iphitos birgt diese Reise etliche Überraschungen. Erst begegnen sie einem Fremden, der über faszinierendes Wissen verfügt, dann begegnen sie einem Kranken, der eigentlich tot sein sollte. Aus dieser verstörenden Begegnung erwächst für die Freunde ganz schnell eine tödliche Bedrohung, denn der Tote, der nicht ruhen will, ist nicht allein. Als sie schließlich in einem Dorf landen, das sich im Belagerungszustand befindet, wird es für Odysseus Zeit, dem Übel auf den Grund zu gehen. Sein Weg führt ihn bis in den Hades...
Erschienen in der Edition Anna Perenna und für 2,99 Euro bei Amazon zu haben.
Band 1: Bettina Ferbus: Odysseus und die Dryade -> bei Amazon.
Band 2: Annie Hayden: Odysseus und die weiße Göttin -> bei Amazon.
Band 3: John Aysa: Odysseus und Hades -> bei Amazon.
Band 4: Lucas Edel: tba
Montag, 3. Dezember 2012
Coming soon
John Aysa: Odysseus und der Hades; eBook, Edition Anna Perenna; ab dem 3. Adventsonntag, dem16.12.2012. Ein Fantasyroman rund um den jugendlichen Odysseus, der Troja noch vor sich hat.
Der Roman ist der dritte von vier Bänden, mit denen eine Serie von Abenteuern rund um den antiken Helden eröffnet wird. Stoff gibt es genug, denn es ist kaum zu glauben, was der Kerl schon in seinen Jugendjahren alles erlebt hat und welch merkwüdigen Menschen und Göttern er dabei begegnet ist. Nicht alle Schrecken, die wir als modern ansehen, sind es auch. Einige reichen weit zurück. ;-)
Cover und ausführlichere Infos zu diesem und den anderen Romanen werden nachgereicht, sobald das ganze Material vorhanden ist.
Der Roman ist der dritte von vier Bänden, mit denen eine Serie von Abenteuern rund um den antiken Helden eröffnet wird. Stoff gibt es genug, denn es ist kaum zu glauben, was der Kerl schon in seinen Jugendjahren alles erlebt hat und welch merkwüdigen Menschen und Göttern er dabei begegnet ist. Nicht alle Schrecken, die wir als modern ansehen, sind es auch. Einige reichen weit zurück. ;-)
Cover und ausführlichere Infos zu diesem und den anderen Romanen werden nachgereicht, sobald das ganze Material vorhanden ist.
Donnerstag, 8. November 2012
Rezensionen
Wieder ein kurzes Posting zwischendurch - ein paar Bücher gelesen und rezensiert:
Edward Lee: Creekers.
Geniales Grausen, das dem Leser wieder einmal die Grenzen der
persönlichen Perversion nahebringt. Ausführlichere Rezension -> hier
Graham Masterton: Das Atmen der Bestie. Tolles B-Movie, wie es besser nicht sein könnte. Ausführlichere Rezension -> hier.
Edward Lee: Creekers.
Geniales Grausen, das dem Leser wieder einmal die Grenzen der
persönlichen Perversion nahebringt. Ausführlichere Rezension -> hier
Graham Masterton: Das Atmen der Bestie. Tolles B-Movie, wie es besser nicht sein könnte. Ausführlichere Rezension -> hier.
Brandon Sanderson: Sturmklänge. Meisterhafte Fantasy Überaus originell und für Sanderson geradezu kurz. Ausführlichere Rezension -> hier.
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