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Freitag, 25. März 2016

BLUTLIEBE zu kaufen ....

Und zwar hier:

Blutliebe_final_1500
inclusive kleiner Kostproben aus dem Text:

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Dies ist mein Leib, dies ist mein Fleisch, dies ist meine Gabe.
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AMAZON PAPERBACK
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»Du bist mein Toy-Boy, Daddy Creep.«
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KINDLE EBOOK
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»Ja«, bestätigte Aria. Der Verschnitt war ihm ausgezeichnet gelungen.
»Vollmundig trifft es. Hat was Geiles.«
Er grinste übers ganze Gesicht, und sie hielt ihm das zu zwei Dritteln geleerte Glas entgegen. »Schenk nach.«
»Wie stillos – erst austrinken.«
Aria zwinkerte. »Ich bin ein Mädchen aus einfachen Verhältnissen.
Füll auf.«
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eBook bei WELTBILD
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Flora schrie.
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eBook bei HUGENDUBEL
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Eine Garbe aus einem Maschinengewehr ließ das Holz splittern. Die Geschosse fuhren ihr in den Körper und schleuderten sie rückwärts. Aria schlitterte über die abgetretenen Steinfliesen des Flurs, und einer der Soldaten hechtete hinterher, riss sie zurück, ehe sie ins direkte Sonnenlicht rutschen konnte.
»Verfluchte Scheiße«, stöhnte sie, rollte sich zur Seite, kam auf Hände und Knie. Blut plätscherte aus den Wunden, versiegte rasch. Über dem Lärm des immer noch anhaltenden Feuerstoßes – der Krach dröhnte durch das Haus und ließ ihre Ohren klingeln – war das leise Klimpern der Kugeln, die sie aus dem Körper drängte, kaum zu hören.
Das war unerwartet gekommen.
»Holen wir uns den verfickten Bastard«, knurrte sie.
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eBook bei EBOOK.DE
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Adriana musste im Gegenzug ihre linke Hand um die Hüften der Traell legen, damit die Kleinere sich enger an sie schmiegen konnte.
»Knackarsch, was?«, sagte sie.
Die Fahrerin grinste, stupste sie mit der Messerspitze und deutete einen Kuss an.
»Ach ja? Du mich auch, Süße«, maulte die Geisel, ehe sie Aria zurief.
»He, Anführerin, wie soll ich dich ansprechen?«
»Du kannst Herrin zu mir sagen«, erwiderte die Vampirin.
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Nur THALIA hat es noch nicht geschafft, das Ding online zu stellen … lol …



INHALT: Aria ist Jägerin eines alten und mächtigen Vampir-Clans, des Hauses Han. Unbemerkt von den Menschen regieren die Vampire im Hintergrund die Geschicke der Stadt. Als der Clan mit einem Schlag an zwei Fronten zugleich in Bedrängnis gerät – Arias Tochter Flora verschwindet und ein schwerer Anschlag zerstört wertvollen Besitz – setzt sie alles daran, das verlorene Kind wieder zu finden.
Die Königin des Clans, Ausi von Haithabu, nutzt die Situation, um die Familie auf den Kopf zu stellen und für einen bevorstehenden Krieg zu rüsten. Arias Suche nach ihrer Tochter entgleitet in ein Chaos, sie zieht eine Spur der Vernichtung durch die Stadt. Überdies verstrickt sie sich zusätzlich in eine Beziehung, die ihr Leben noch komplizierter gestaltet. Denn auch ihre Königin hat bestimmte Vorstellungen betreffend Arias Zukunft.
Und dann sind da die Kräfte, die gegen die Vampire vorgehen und diese unter Zugzwang setzen – mit weitreichenden Folgen.

Montag, 21. März 2016

BLUTLIEBE

Jetzt mit endgültigem Cover! ;-)

In wenigen Tagen ist es endlich so weit: BLUTLIEBE wird bei den üblichen Verdächtigen wie Amazon, Thalia, Weltbild usw... als eBook erhältlich sein. Das Paperback gibt es ab dann auch, bei Amazon. 

Der Roman hat 308 Seiten*. eBook 4,99 Euro, Paperback 14,90 Euro. Der Roman hat mit 96.232 Wörtern einen recht passablen Umfang.

Auf meiner Website wird es in nächster Zeit einige Postings zu BLUTLIEBE geben. Auch zu der Frage, ob ich mir tatsächlich ein Wiki anlegen soll für den ganzen Stoff, den es für diese Geschichte zu recherchieren gab.

Auch auf der Website unserer kleinen Self-Pub-Gemeinschaft, edition kultbuch werde ich gelegentlich über den Roman schwatzen. Hauptsächlich jedoch meine Co-Autoren und Mitstreiter, die über die eigenen Projekte erzählen.

BLUTLIEBE ist randvoll mit Action und mit Vampiren. Es gibt Leidenschaft und wirre Beziehungen, das Blut strömt und dann wären da noch Explosionen, Crashfahrten, Schießereien, weitläufige Zerstörungen. Und über allem der Hauch von rotem Nass.

Das alles demnächst auf dem bevorzugten Reader und als Buch auf Papier.


Der Inhalt wie folgt: 


Aria ist Jägerin eines alten und mächtigen Vampir-Clans, des Hauses Han. Unbemerkt von den Menschen regieren die Vampire im Hintergrund die Geschicke der Stadt.

Als der Clan mit einem Schlag an zwei Fronten zugleich in Bedrängnis gerät – Arias Tochter Flora verschwindet und ein schwerer Anschlag zerstört wertvollen Besitz – setzt sie alles daran, das verlorene Kind wieder zu finden.

Die Königin des Clans, Ausi von Haithabu, nutzt die Situation, um die Familie auf den Kopf zu stellen und für einen bevorstehenden Krieg zu rüsten.

Arias Suche nach ihrer Tochter entgleitet in ein Chaos, sie zieht eine Spur der Vernichtung durch die Stadt. Überdies verstrickt sie sich zusätzlich in eine Beziehung, die ihr Leben noch komplizierter gestaltet. Denn auch ihre Königin hat bestimmte Vorstellungen betreffend Arias Zukunft.

Und dann sind da die Kräfte, die gegen die Vampire vorgehen und diese unter Zugzwang setzen – mit weitreichenden Folgen.



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* Wir verwenden für unsere Publikationen in der Regel ein etwas kleineres Schriftbild, als es bei den Ziegelsteinen üblich ist, im Schnitt 10,5 Punkt. Das ergibt beim selben Umfang ein schmäleres Buch, das den Vorteil der größeren Handlichkeit auf seiner Seite hat.



Freitag, 20. Dezember 2013

Nur kurz zwischendurch

Weil ich in den nächsten Tagen nicht viel Zeit hab, wünsch ich euch mal so auf die Schnelle schöne Feiertage und all den Kram, der jetzt bis Jahresende anfällt. Oh, und danke. Also: Alles Gute!

So, nachdem wir jetzt den rührseligen Kram erledigt haben ;-) zwei Teaser: Nummer Eins ist der erste Satz meines kommenden Romans, wird im Mai 2014 erscheinen. "Scheiße tropfte von der Decke."

Teaser Nummer zwei: Expendables 3. Sehr nett gemacht. Viel Vergnügen.



Und weil die ziemlich unterhaltsam durch den Fleischwolf gedrehte Musik ein Klassiker ist, hier das Original:



Montag, 9. September 2013

Elysium

Elysium ist eine intelligente Dystopie, eine Social Utopie. Regisseur Neil Blomkamp, der uns schon mit District 9 gezeigt hat, wie man intelligente, spannende Science-Fiction macht, die für jedermann zugänglich ist, zeigt in diesem Film eine Zukunft, die nicht so unwahrscheinlich ist und von der man getrost sagen kann, dass diejenigen, die heute die Macht in Händen halten, genau darauf hinarbeiten.

Ein Utopia der Reichen, das sich hermetisch gegen die unvorstellbaren Massen an Armen abriegelt – in diesem Fall gleich aussiedelt auf eine riesige Raumstation, die sich mit Waffengewalt alles vom Leib hält, was sie nicht gezielt akzeptiert. Der Reichtum schöpft sich aus der Ausbeutung jener, die im globalen Slum, zu dem die Erde geworden ist, ums Überleben kämpfen.

Blomkamp hat einfach nur konsequent weitergedacht und Elysium, die gewaltige Insel der Reichen, als Symbol in den Raum gestellt – die Raumstation ist vermutlich der einzige Aspekt, der aus heutiger Sicht nicht allzu wahrscheinlich erscheint. Der Rest hingegen mutet nur allzu vertraut an, die Hochhäuser, die wie mit Schimmelpilz befallen von auf die Fassaden und Dächer aufgebauten Wohnkäfigen und Erweiterungen überwuchert sind.

Die Städte, die zu gigantischen, von Robotpolizisten mit Gewalt ruhig gehaltenen Favelas verkommen sind. Nichts davon erscheint wirklich utopisch. Auch die Implantate, die Max verpasst kommt, das bizarre Exoseklett, das ihn auf den Beinen hält, all diese Dinge sind in ersten Ansätzen oder verschiedenen Stadien der Entwicklung bereits vorhanden. Von daher ist der ganze utopische Kram nichtmal so utopisch, wie es auf den ersten Blick scheint.

Elysium funktioniert auf mehreren Handlungsebenen, die ineinander verstrickt sind. Die Geschichten sind überraschend komplex, allerdings so, dass man ihnen auch folgen kann, ohne vor ein intellektuelles Rätsel gestellt zu werden – so ähnlich wie ein faszinierender Artikel im GEO Magazin.

Matt Damon, tja, Matt Damon fällt gar nicht auf als er selbst, er ist, wen er darstellt und das ist überaus angenehm. Sharlto Copley, der schon im District 9 gezeigt hat, dass er ein sehr guter Schauspieler ist, den erkennt man kaum unter seiner Maske – wer den Film im englischen Original sieht, wird ihn an Stimme und Dialekt erkennen. Ein großartiger Irrer. Jodie Foster ist brillant in ihrer eisigen Kälte, Distanziertheit und völligen Gleichgültigkeit Menschen gegenüber, die ihre Figur als minderwertig ansieht.

Über die Effekte des Films braucht man nicht viel reden – perfekt, absolut perfekt. Die Inszenierung ist temporeich, elegant und doch schlicht in der Kameraführung, die Ausstattung erstklassig. Die Actionszenen liefern genau das, was sie versprechen, Action. Mit einigen geradezu garstig ekeligen Effekten und phantastisch aussehenden Einstellungen.

Geradezu erschütternd angenehm ist das Fehlen von 3-D, als Zuseher vermisst man es keine Sekunde lang. Elysium braucht kein 3-D, um in den Bann zu ziehen und zu beeindrucken.

Elysium ist ein rundum befriedigender, starker Film, der es wert ist, ihn sich anzusehen. Science Fiction mit Subtext, unaufdringlich, clever, wunderschön gemacht und packend. Welch ein Vergnügen.

Freitag, 2. August 2013

Pacific Rim

Guillermo del Toro hat es schon wieder getan. Einen großartigen Film abgeliefert. Pacific Rim ist eine Liebeserklärung an Roboter, Monster, Science Fiction und Trash. Liebevoll und überaus ästhetisch inszeniert geht der Film dank seiner Machart locker über seine Schwächen wie ein paar unlogische Momente, die selbst in einem Monsterfilm etwas schwer glaubwürdig sind, hinweg.

Die Steuerung der Roboter ist ... tja, ich finde sie genial erdacht, und sehr, sehr clever umgesetzt. Genug Technospielerei, um diesbezüglich zu befriedigen, nicht so viel davon, um damit zu nerven. Del Toro, Freak und Fan, inszeniert Filme für Freaks und Fans. Das ist bei den Hellboy Filmen so, bei Blade II so und natürlich auch bei seinen ganz persönlichen, kleinen Filmen, wie Pans Labyrinth, dem frühen Cronos, Devil's Backbone, bei allem.

Er bedient die Klischees, die zu einem Film mit Riesenrobotern und Monstern gehören, er bricht sie dabei und er inszeniert sie geschickt. Er gibt den Monstern eine sehr interessante Geschichte, baut ein paar schrullige Wissenschaftler ein, die derart durchgeknallt sind, dass sie einfach nur perfekt sind.

Mit einem Sinn für Unsinn wird Pacific Rim ein ungebremstes Vergnügen, genau das, was in der Absicht der Macher stand. Und ein großes Ätsch an alle, die gleich zu Beginn des Nachspanns aus dem Kino rennen - ihr habt noch eine witzige Pointe versäumt! Interessante Dankesliste übrigens ganz zum Schluß, logische und sehr, sehr nette Widmung, die zeigt, welchen Geistes Kind der Film ist und was del Toro selbst sehr gerne mag.

Köstlich wie immer: Ron Perlman, in einer nicht so großen, aber dafür großartigen Rolle. Herrlich bescheuerte. Hoffentlich wird das noch was mit Hellboy III. Apropos III, das 3D (ha ha ha, ich weiß). Kongenial, dezent und wirkungsvoll umgesetzt. Nie im Vordergrund, fast unmerklich, genau so gemacht, wie es sich gehört: Es unterstützt immer wieder die sehr schöne, detaillierte und wohl überlegte Optik des Films, ohne sich je aufzudrängen. Die meiste Zeit bemerkt man nichts davon.

Überhaupt ist der Sinn für haarsträubend entzückende Details bei del Toro sehr ausgeprägt. Selbst in Szenen, in denen Hochhäuser zu Staub zerbröselt werden, findet er eine Möglichkeit, eine winzige Absurdität einzubauen, die vollkommen passend ist und im ganzen Gefüge des Films gar nicht fehlen darf. Und dabei total witzig ist. Scheiße, allein die Schuhe, die Ron Perlman da trägt, sowas absurd-geniales, so selbstverständlich und perfekt zum Charakter passend, Detailwahnsinn. Das finde ich wirklich beeindruckend.

Apropos Optik - es ist ein typischer Guillermo del Toro Film. Elemente aus all seinen Werken tauchen auf, sein DP ist wiedermal der kongenial Überästhet Guillermo Navarro, die Bewegungen der Kamera sind elegant, niemals störend, größtmögliche Wirkung erzielend. Nach einer Weile hat man sich auch an den Umstand gewöhnt, dass del Toro 1.85:1 als Bildformat gewählt hat. Wenn ich mich jetzt richtig erinnere, nimmt er immer dieses Format.

Wenn del Toro mit dem Film was in Beweis stellt, dann zum einen, dass er wirklich jeden Unsinn gekonnt inszenieren kann, dass er immer Filme macht, die er selbst sehen möchte und dass er - wie hier - immer wieder zeigt, wie gut er im Vergleich zu anderen Filmemachern ist. Also, meine Güte, wenn man schon vergleichen will, die Transformer Filme von Michael Bay sind absolut ärmlich inszenierte und geschriebene Primitivfilme dagegen.

Sicher, Pacific Rim ist nicht ohne seine Schwächen. Ob die Roboter wirklich mit der Handvoll Hubschrauber getragen werden können, ich weiß nicht. Die Bevölkerung von Hongkong so schnell in Sicherheit bringen, puh, das kann nicht funktionieren. Und noch der eine oder andere Moment, der eher haarscharf an Blödheit vorbeischrammt.

Aber - scheißegal. So elegant, selbstverständlich und witzig, wie das erzählt wird, spielt es keine Rolle. Außerdem, was soll man sich bei einem Film, in dem von Menschen gebaute Riesenroboter gegen Riesenmonster, die aus dem Meer daherkommen, über Logik meckern? Das ist ein Kaiju Film und dabei geht es schließlich nicht um Realismus, sondern um knallbuntes, dramatisch-kitschiges Kawumm.

Im übrigen ist Pacific Rim ein tatsächlich originaler Sommerfilm. Er beruht nicht auf einem Roman, er ist kein Reboot, kein Remake, keine Adaptierung einer TV-Serie oder sonst ein aufwärmen von schon vorhandenem Stoff, er ist ein originaler Film. Das ist, so bedenklich das für das Niveau von Hollywood auch sein mag, bemerkenswert.

Und es ist bemerkenswert, dass es Guillermo del Toro gelungen ist, ein Riesenbudget für einen Film zu bekommen, der noch absurder ist als alle anderen Streifen des Jahres, der keinerlei Stars vorweisen kann (bei aller Liebe zu Ron Perlman, er ist kein Star, sondern ein exzellenter Darsteller - das ist ein haushoher Unterschied), ohne Zombies auskommt, nicht auf einem amerikanischen Spielzeug beruht, sondern japanische Filme zum Vorbild nimmt, in denen Menschen in Kostümen mit sichbarem Reißverschluß durch erkennbare Miniaturstädte stapfen.

Ich bin nicht unbedingt ein Fan von Kaiju Filmen, habe aber natürlich einen ganzen Haufen davon gesehen, weil mir - vor allem früher - der dämliche Charme dieser Streifen gut gefallen hat. Die Stimmung, die eigenwilligen Farben, die Absurdität der Szenerie, der Pathos. War sehr witzig. Pacific Rim holt aus dem Genre alles raus, was drinnen steckt.

Und, da der Film gerade einen sehr erfolgreichen Start in China hatte und in Japan noch nichtmal angelaufen ist, besteht die Hoffnung, das der Streifen so erfolgreich wird, um tatsächlich eine Fortsetzung zu bekommen. Das freut mich für del Toro, weil es auch die Chancen auf Hellboy III erhöht und - vielleicht doch noch Mountains of Madness.

Sonntag, 6. Januar 2013

Der Hobbit - eine Filmrezension

Gesehen in englischer Originalfassung, in HFR, in 3D. Also die volle Dröhnung.

HFR - wem dieser Begriff noch nicht geläufig ist, ist das Kürzel für High Frame Rate und eine technische Angelegenheit: Die Bildwiederholfrequenz (was für ein Wort!) bei Filmen, also das Tempo des Abspielens, beträgt als Standard 24 Bilder pro Sekunde (24 fps). HFR bedeutet höheres Tempo.

Der Hobbit ist der erste Film überhaupt, der auf diese Art gedreht wurde und ins Kino gekommen ist. Vorteil der neuen Technik sind eine höhere Bildschärfe und weniger Bewegungsunschärfe (motion blur). Nachteil ist der Verlust des "klassischen Filmlook", da die Bilder klarer und schärfer (Soap-Opera-Optik) sind. Jackson hat als Frequenz 48 fps gewählt, also verdoppelt.

-- Meine Eindrücke bezüglich HFR: Diese viel kritisierte neue Optik für einen Kinofilm ist nur bedingt ein Thema. Der Effekt macht sich vielleicht eine, zwei Minuten bemerkbar, dann ist er vergessen, weil man in einem farbenprächtigen Rausch wunderschöner Bilder versinkt, die mit phantastischen Details aufwarten können. Besonders bei Nahaufnahmen ist der Grad der Details immer wieder beeindruckend.

-- Meine Eindrücke bezüglich 3D: Meisterhaft und sehr dezent in Szene gesetzt, ähnlich wie bei Avatar. Jackson hat darauf verzeichtet, Dinge in Richtung Kamera zu werfen und damit ins Publikum (meistens), sondern hat sehr oft die Tiefe der Bilder erhöht. Der Film würde auch ohne 3D umwerfend aussehen, aber es ist ein überaus netter Bonus.

-- Meine Eindrücke allgemein: Ich sehe eigentlich keinen Grund, sich darüber zu beschweren. Mag die erste Hälfte des Films etwas langatmig sein, so geht es dann in der zweiten Hälfte permanent rund. Der Film gewinnt an Tempo und das perfektes Zusammenspiel zwischen den Bildern und dem kongenialen Soundtrack von Howard Shore packen und lassen nicht mehr los. Jackson greift zwar hin und wieder in den theatralischen Kitschtopf, aber das sei ihm im Rausch der Inszenierung verziehen.

Er bewegt wie gewohnt die Kamera mit hoher Geschwindigkeit und Eleganz durch die Kulissen. Was am Computer entstanden ist und was vor Ort gefilmt, ist so gut wie nicht mehr zu unterscheiden. Selbst wenn ich weiß, diese und jene Szene MUSS am Computer entstanden sein, erkennbar ist es kaum. Der Auftritt von Galadriel ist atemberaubend inszeniert - aber ja, Cate Blanchett ist sowieso atemberaubend. Martin Freeman ist ein großartiger Bilbo, generell ist das Ensemble ausgezeichnet. Hut ab, perfektes Casting.

Der Hobbit ist ein sehr, sehr guter Fantasyfilm mit Momenten von bizarrem und gelegentlich kindischen Humor und jeder Menge Action, gewaltigen Schlachten, ruhigen Augenblicken und einem grandiosen Andy Serkis als Gollum (in diesen Szenen zeigt das HFR, was es an Detailreichtum liefern kann).

Ob Jackson sich jetzt werkgetreu an die Vorlage von Tolkien gehalten oder daran herumgewerkt hat, ist mir persönlich herzlich egal. Film ist Film, Buch ist Buch. Ich erwarte von Jackson Opulenz und Bombast und genau das liefert der Mann hier ab. Puritanismus zu fordern oder zu erwarten ist da absolut verkehrt.

Ich mag diese Verbissenheit, mit der Tolkien zeitweise gegen irgendwelche Adaptionen oder Kritik verteidigt wird, überhaupt nicht. Die Bücher sind Klassiker und sie waren genreprägend, aber es handelt sich "nur" um Romane, zu denen jeder Leser eigene Bilder im Kopf hat - und Peter Jackson hat sich eben seinen Teil dazu gedacht und in Bilder umgesetzt. Wem diese Interpretation zu wenig puristisch ist, der kann sich im Vergleich die auf youtube zu bewundernde russische Verfilmung des Hobbit von 1985 ansehen.

Peter Jacksons Hobbit Film ist schlicht ein phantastischer Bombast. Kann man mögen, muss niemand mögen. Mir hat der Film jedenfalls großartig gefallen. Die Vergleiche mit der Herr der Ringe Trilogie sind in meinen Augen unsinnig, schon allein wegen der Unterschiede im Ton der literarischen Vorlagen.

HFR ist eine tolle Sache, ob es sich durchsetzt, wird sich weisen. James Cameron möchte die kommenden Avatar Filme so drehen - bei ihm ist derzeit von sogar noch höherer Bildrate die Rede. HFR wird sicher nicht bei jedem Film Sinn machen, aber Spektakel wie Der Hobbit oder die Avatar Filme sind sicher gute Spielwiesen für diese Technik.

Mein Eindruck bei der gestrigen Vorstellung jedenfalls (nahezu ausverkauft) war der, dass es dem Publikum herzlich egal ist, ob der Film jetzt den "Filmlook" hat oder nicht. Die Leute sind mit dem Film mitgegangen und hatten ihren Spaß daran - wir reden vom Publikum einer 20:15 Uhr Vorstellung und einem 170 Minuten langen Film.

Ich bin jedenfalls glücklich mit dem, was ich gesehen habe und freue mich auf die zwei nachfolgenden Filme.

Sonntag, 9. Dezember 2012

Zwischendurch ein Filmtrailer

Oblivion, von Joseph Kosinski, dem Tron: Legacy Regisseur. Mal abgesehen von Tom Cruise, der immer wie er selbst aussieht, macht der Trailer hübsch was her. Morgan Freeman ist eine Edelzutat und ein Big-Budget SF Film ist eine sehr erfreuliche Sache.

Wird hoffentlich ein guter Film.


Montag, 3. Dezember 2012

Coming soon

John Aysa: Odysseus und der Hades; eBook, Edition Anna Perenna; ab dem 3. Adventsonntag, dem16.12.2012. Ein Fantasyroman rund um den jugendlichen Odysseus, der Troja noch vor sich hat. 

Der Roman ist der dritte von vier Bänden, mit denen eine Serie von Abenteuern rund um den antiken Helden eröffnet wird. Stoff gibt es genug, denn es ist kaum zu glauben, was der Kerl schon in seinen Jugendjahren alles erlebt hat und welch merkwüdigen Menschen und Göttern er dabei begegnet ist. Nicht alle Schrecken, die wir als modern ansehen, sind es auch. Einige reichen weit zurück. ;-)

Cover und ausführlichere Infos zu diesem und den anderen Romanen werden nachgereicht, sobald das ganze Material vorhanden ist.

Donnerstag, 22. November 2012

Film: Skyfall

Skyfall ist die Rückkehr von James Bond zu seinen Wurzeln. Soviel kann man sagen, ohne den Film für jene, die ihn noch nicht gesehen haben, durch Spoiler zu ruinieren. Er kehrt zurück in vertrautes, modern adaptiertes Gelände und das ist elegant und gewitzt inszeniert.

Skyfall ist hervorragend inszeniert und bietet großartige Action, die bis an die Grenzen der Absurdität geht, ohne jemals auszurutschen. Der trockene Witz, den der Film streckenweise versprüht, tut ein übriges. Sam Mendes und sein Kameramann fangen elegante, von Kontrasten geprägte Bilder ein, das ist sicher der mit Abstand eleganteste Bond, was die Inszenierung betrifft.

Thomas Newman hat einen ausgezeichneten Score komponiert und auch das Titellied von Adele ist überraschend gut (die mir bis dahin kein Begriff war).

Skyfall wartet mit einem der interessantesten Antagonisten aller Bond Filme auf. Einem überaus menschlichen Bösewicht, geplagt von menschlichen Begierden und Leidenschaften, einem Bösen, der zur Abwechslung nicht nach Weltherrschaft strebt und in einer cleveren Referenz als Hannibal Lecter inszeniert wird. Javier Bardem ist geradezu entzückend in dieser Rolle. Bemerkenswert - die Motive des Antagonisten lassen sich nachvollziehen.

Wie gesagt, das interessanteste an diesem Bond darf man nicht erzählen, sonst ruiniert man den Film für jede Menge Zuseher, die, sofern sie ein wenig mit den Bondfilmen vertraut sind, unheimlich viel Spaß an den Zitaten, Anspielungen und Referenzen haben, die der Film, der die Serie geradezu rebootet, parat hat. (hm, ein etwas verschachtelter Satz)

Skyfall ist der cleverste Bond Film seit einer Ewigkeit. Im großen und ganzen gibt es nicht viel mehr dazu zu sagen. Den Film jetzt in allen Details zu Tode analysieren ist sinnlos – James Bond ist Actionkino, Entertainment. Witzig, technisch perfekt, überaus unterhaltsam. Darauf kommt es an.

Ach ja, die deutsche Synchronisation lässt einiges an Wortwitz und Stimmung vermissen. Wenn möglich, in Original schauen.

Soweit meine Meinung.

Dienstag, 20. November 2012

Film: Wolkenatlas

In gewisser Weise macht der Wolkenatlas als Film, rein für mich gesprochen, keinen Sinn. Ich kenne das Buch nicht, kann den Roman deshalb nicht beurteilen. Der Film ist wunderschön, hat Momente der Überraschung, des Schocks und des Lachens. Er ist, wie der Roman, verschachtelt, und erzählt sechs Geschichten, von der Vergangenheit bis in die weite Zukunft.

Ich würde nicht soweit gehen, den Film als esoterisches Geschwurbel ohne Sinn zu bezeichnen. Das Problem ist, der Sinn, der wohl irgendwo verborgen liegen muss, hat sich mir nicht erschlossen. Ich bin vielleicht nicht die hellste Birne, aber es langt allemal, einen 3 Stunden langen Film von Lana und Andy Wachowski und Tom Tykwer durchzusitzen und auf eine tiefergehende Aussage zu ergründen.

Ich kann mir vorstellen, die Filmemacher haben ein wenig am Sinn des Romans vorbeigearbeitet, sind an der Oberfläche kleben geblieben. Das hat Tom Tykwer schon bei seiner Verfilmung von Patrick Süskinds Das Parfum gemacht – ich habe beim Lesen des Romans die Dinge gerochen, die der Autor beschrieben hat. Der Film hat mir wunderschöne, weichgezeichnete Bilder geliefert, aber mehr war da nicht.

Ich mag die Wachowsiks sehr gern. Bound war ein hervorragender kleiner Film, Matrix sowieso (die Fortsetzungen, na gut, hüstel) und ihre Produktion des Alan Moore Comics V hat mir auch sehr zugesagt. Aber die Geschwister sind doch sehr an der Oberfläche der Dinge interessiert, an beeindruckenden Bildern, an einer durchgestylten Optik, in der jeder Blutspritzer einfach nur schön aussieht.

Der Wolkenatlas ist unverkennbar ein Werk dieser drei Filmemacher. Die Idee, die Schauspieler in jeder Episode zu besetzen ist genial, mutet in manchen Momenten äußerst merkwürdig an und ist genau das, was man von diesen Filmemachern erwartet. Aber eine Aussage, ein Sinn, eine tiefergehende Bedeutung, irgendetwas, das dieses wunderschöne Monumentalwerk zu einer exquisiten Besonderheit erhebt, sucht man vergeblich.

Als Zuseher werde ich kopfkratzend aus dem Kino entlassen, darüber rätselnd, was ich letztlich gesehen habe. Das ist in vielen Fällen genau das, was die Macher wollten. Aber beim Wolkenatlas beschleicht mich das Gefühl, dass es den Machern passiert ist, obwohl sie etwas ganz anderes erreichen wollten. Es wäre zu einfach, den Film als gescheitert abzutun, das würde ich gar nicht so sehen. Aber er ist ein wenig am Ziel vorbeigeschossen.

Im übrigen finde ich die Synchronisation nicht sonderlich gut. Aber das nur am Rande.

Freitag, 9. November 2012

Leseprobe 5

Ausschnitte aus: John Aysa & Alexander Ater: Chaotika - Der erste Miscatonic Hindin Roman; ein Science Fiction Roman.


Kapitel 00

Ein donnerndes Trompeten erschreckte Mischka. Es knirschte, knallte, die Türen klappten zu, die Treppen verschwanden im Rumpf und der Zug setzte sich mit einem Ruck in Bewegung.
Dampf quoll unter den Wagen hervor. Für Augenblicke verbarg sich der Bahnhof hinter einer enorm dichten, blütenweißen Nebelwolke, die so rasch abzog, wie sie gekommen war. Dabei nahm sie den Zug mit sich.
Etwas Neues.
Er und der Fremde waren nicht mehr allein. Auf der anderen Seite der Trasse, am Behelfssteig mit den Laderampen, standen drei Personen über die Länge des Bahnsteigs verteilt. Sie marschierten jetzt auf einen Punkt gegenüber dem Mann im Staubmantel zu.
...
Großartig. Er hatte die Wahl zwischen beschissen, beschissener und total beschissen.
Besser, er sah zu, dass er dezent und gemütlich verschwand, in der Hoffnung, als unwichtig ignoriert zu werden.
»Habt ihr ein Pferd für mich?«, fragte der Unbekannte.
Die drei stutzten, dann kicherte einer von ihnen.
Scheiße.
»Wie es aussieht, haben wir einen Gaul zu wenig«, lachte er. Seine Kumpane fielen in das blöde Gelächter ein. Plumpe, aufgesetzte Belustigung, erzwungen vom Leitbullen, so echt wie Rosenduft beim Kacken. Obwohl ...
Der Mann im Staubmantel schien davon nicht beeindruckt.
»Oh nein«, sagte er. »Ihr habt zwei zu viel.«
Doppelte Scheiße.
Das Lachen hörte schlagartig auf.
Absolute Scheiße.
Die Sache geriet noch beschissener, als der Fremde mit einer scheinbar gemächlichen Bewegung den langen Mantel zurückschob und Mischka den Gürtel mit Holster sah. Den Haken, der das Wams aus dem Weg hielt. Er sah, wie die Hand sich auf den mit Perlmutt beschlagenen Griff der Schusswaffe legte, der Daumen den Verschluss aufflippte und der Neuankömmling die Knarre zog.
Die Waffe war ein mächtiges Teil, ein ihm unbekanntes Modell. Aus dem Augenwinkel sah er, wie die drei Handlanger auseinanderhechteten und gleichfalls ihre Pistolen zogen. Das sah übel aus.
Vielleicht wäre es jetzt an der Zeit, irgendeine Aktion zu setzen. Aber er war nicht in der Lage, viel anderes zu tun als gebannt zu starren, während der Fremde den Abzug des Schießeisens durchzog.
Er war unglaublich schnell.
Die Knarre furzte.
Was soll das, fragte sich Mischka, das antwortende Knallen der gegnerischen Waffen vernehmend. Anstelle einer Erklärung bekam er einen heftigen Schlag in die Rippen, der ihn herumschleuderte und von den Füßen riss.
Verdammter Mist, ich bin getroffen, dachte er. Dann hörte er erneut das verdächtig nach Fürzen klingende Geräusch, ehe er zu müde wurde, irgendetwas zu beachten. Der Schmerz ließ nach, als der Schlaf ihn zu übermannen begann.
In einer Schießerei einzuschlafen ist schwachsinnig, ging es ihm durch den Sinn. Im letzten bewussten Moment stellte sich noch eine bedeutsame Frage.
Welche Pferde?

Kapitel 04

Der Knüppel traf Zack mit brutaler Wucht an der Schädelseite, zertrümmerte ihm das Jochbein, drückte es nach innen, verschob es.
In Folge ploppte ihm der Augapfel aus der Höhle, hing am Nervenstrang die Backe hinunter. Blut und Flüssigkeit flossen aus der Augenhöhle über die Wange. Er versuchte, einen Schrei auszustoßen.
Noch ehe einer der Anwesenden darauf reagieren hätte können, hämmerte der Prügel ein weiteres Mal zu, ließ den Schädel am Hinterkopf splittern. Der Kopf wurde nach vorn gerammt und die Fresse schlug gegen die Tischplatte. Der Getroffene schnellte zurück, der Knüppel kam ein drittes Mal zum Einsatz und drosch dem Mann ins Gesicht.
Zähne zersplitterten, der Kiefer brach und die Nase wurde in einer blutigen Explosion zertrümmert. Zack fiel vom Sessel auf den Boden. Er war kaum mehr bei Sinnen, röchelte und blutete mit schwerem Gehirntrauma. Er zuckte unkontrolliert, beschmutzte sich. Zum Glück bekam er von den Schädelverletzungen nicht viel mit.
Er war außerstande, den gedämpft wahrgenommenen Schmerz zu artikulieren. Die am Hinterkopf geplatzte und gerissene Haut entblößte den weißen Schädelknochen. Zwischen den Splittern lag die Gehirnhaut frei.
Eine Serie von Hieben brach ihm mit unangenehm durch den Raum schallenden Knacklauten Beine und Knie, zermalmte Hüften und Rippen. Die Prügel zerquetschten die Hoden und verursachten innere Verletzungen. Zack verlor unwiderruflich das Bewusstsein.
So blieb ihm das Erlebnis des letzten Schlages, der ihm den Schädel endgültig zertrümmerte und ihn tötete, erspart.
Robert Der Nirosta war nicht im Ansatz außer Atem, als er den Knüppel achtlos auf die Leiche fallen ließ. Er winkte mit einer ungeduldigen Geste einem Lakaien mit Wasserschüssel. Er reinigte die Hände, rückte den Anzug zurecht und richtete die Aufmerksamkeit auf die verbliebenen Anwesenden.
...
Die Männer und Frauen am runden Tisch verharrten in schockiertem Schweigen. Das lauteste Geräusch verursachte das aus den Wunden tropfende Blut, das den teuren Holzboden verunzierte.
...
»Missverständnis, hä? Soviel zu dieser verdammten Scheißfehleinschätzung«, sagte er ruhig und ließ sich auf seinem Platz nieder.
»Hat sonst noch eines von euch Arschlöchern eine fadenscheinige Ausrede, warum was nicht geklappt hat?« Schweigen antwortete ihm. Er nickte zufrieden. Keine Antwort war auch eine Antwort.
Der Lakai legte den gereinigten Knüppel vor ihm auf den Tisch und verschwand lautlos. Ein Teil aus massivem Holz, griffig, poliert und mit Schichten von widerstandsfähigem Lack überzogen. Handarbeit vom Feinsten.
»Damit hätten wir das geklärt. Kann mir jemand schlüssig erklären, was dort draußen in der Provinz schiefgegangen ist? Wer ist verantwortlich und wer hat es verabsäumt, mich rechtzeitig darüber zu informieren? Und, das wäre von Bedeutung, hat einer von euch Pissern eine Idee, wie man dieses Drama rasch beendet?«
Erneut antwortete ihm betretenes Schweigen. Im Augenblick fasste niemand den Mut, ihm eine Antwort zu geben. Der Nirosta deutete ein Kopfschütteln an, verzog den Mund zu einem humorlosen Lächeln.
»Wozu leiste ich mir diesen verdammten Aufsichtsrat, kann mir das jemand erklären? Wofür bezahle ich euch Scheißepisser? Ihr sollt ein Auge auf unsere Geschäfte haben und Ordnung halten, weil ich mich nicht persönlich um jeden Dreck kümmern mag. Das scheint zuviel verlangt, wie es aussieht. Ihr wollt es auf die harte Tour, stimmt das? Habe ich recht? Nun, das könnt ihr haben
Er erhob sich vom Sessel, stützte die Fäuste auf die Tischplatte.
»Ich gehe jetzt eine Runde um diesen Tisch, und wenn ich mich niedersetze, bekomme ich meine Antwort. Andernfalls schlage ich wahllos einem von euch den Schädel ein. Ist das verstanden worden?«
Ohne auf eine Replik zu warten, packte er den Schläger und ging los.
»Ich habe keine Ahnung, wovon die Rede ist«, sagte Mackie genervt.
Der Knüppel sauste ihm mit brutaler Gewalt in den Rücken. Mackie schleuderte nach vorn, knallte gegen die Tischkante und fiel zu Boden, wo er sich erstickt hustend wand.
»Oh Scheiße«, keuchte er. »Verdammt, das tut weh.«
»Dein Nichtwissen interessiert mich einen feuchten Dreck, Mackie. Danach habe ich nicht gefragt. Ich will eine Antwort auf meine Frage. Niemand?«
»Eine dämliche Provinzposse war das«, tönte eine unerwartete Stimme.
Synchron drehten die Anwesenden ihre Köpfe zu der Frau, die durch die Tür geschritten kam.
Elegant, arrogant, mit diabolisch funkelnden Augen. Sie sah großartig, überlegen und bedrohlich aus. Aggressiv.
»Eine Posse?«
»Genau«, bekräftigte Ilsa mit schmalem Lächeln...

Kapitel 11

Das Killerkommando bestand aus vier Männern.
Circe und Mischka hatten sich mit Ordnern voller Tageszeitungen an einem Tisch niedergelassen und blätterten eine Sammelmappe nach der anderen durch. Wonach sie konkret suchten, wussten sie nicht zu sagen.
Sie hofften auf ein Muster, das sie auf die richtige Spur lenken würde. Circe war der Meinung, dass die geballte Konzentration von Wochen und Monaten an Nachrichten Informationen zutage fördern konnte, Zusammenhänge, die sonst untergingen.
Sie waren mitten in ihrer Arbeit, als die Männer in die Bibliothek kamen und sofort auseinanderstrebten. Circe kniff die Augen zusammen und Mischka wirbelte herum, als er ihren Blick sah.
Er erfasste, was los war, hechtete über den Tisch und riss ihn dabei um. Die ersten Kugeln schlugen in das massive Holz, als Circe in Deckung ging.
»Du hast ein bemerkenswertes Talent, dir Feinde zu machen«, fluchte sie.
»Das war mir bisher nicht bekannt

Kapitel 12

Er erlitt beinahe einen Herzinfarkt, als eine eiskalte, makellose Messerklinge seine Eichel berührte. Er keuchte und versuchte sich zu artikulieren, während die Erektion blitzartig zusammenfiel, der Penis dabei das Messer streifte.
Die Klinge war mörderisch scharf. Fast verlor er vor Angst die Kontrolle über die Blase.
Die Furie in Schwarz grinste hämisch.
»Das war unhöflich, nicht wahr? Vielleicht sollte ich mich vorstellen? Oder möchten Sie raten, wer ich bin? Sind Sie so klug
Er hatte die Frau noch nie gesehen, gehofft, sie niemals sehen zu müssen. Es war nicht schwer zu erraten, wer sie war. Es gab nur eine kranke Psychopathin, die sich derart irre Auftritte erlaubte.
»Ihr Name ist Ilsa.«


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Leseprobe 2

Ausschnitt aus: Alexander Ater: Jagdinstinkt; in: Killer Klown


»Mütter der Erde, Töchter der Gezeiten, Euren Segen erbitte ich.«
Xenia schritt die letzten Meter zwischen den Bäumen über den Waldweg, die Scheinwerfer ihres Wagens als Wegweiser durch die Schwärze der Nacht nutzend. Ihr als Stadtmensch war bisher nie aufgefallen, wie dunkel die Nacht tatsächlich war, wenn es weder Straßenbeleuchtung noch hell illuminierte Schaufenster gab.
Frischer, kühler Wind strich sachte über ihre bloße Haut, gleich der Berührung einer ätherischen Hand, die sie unter dem weiten, offenstehenden Mantel sanft berührte. Der kalte Luftzug verursachte ihr Gänsehaut und harte Nippel. Gegen das unangenehme Gefühl der Kälte konnte sie nichts tun, ihr Mangel an wärmender Bekleidung war aufgrund der Umstände notwendig.
Das Schwert lag locker in ihrer linken Hand, die mattschwarze Klinge im Dunkel der Nacht kaum sichtbar. Die prächtige Scheide der Waffe, über und über mit Symbolen und Sprüchen in aufwendiger Handarbeit verziert und gestärkt, hing an einem Lederriemen lose über ihrer Schulter.
Was den Rest ihrer Ausrüstung betraf, der befand sich in kleinen Beuteln und Taschen am Gürtel um ihre Hüfte, und in einem kleinen Rucksack zwischen ihren Schultern. Wäre sie nicht halb nackt gewesen, Xenia hätte sich durchaus vorstellen können, gleich einem Ninja Richtung Domo eines verhassten Fürsten zu schleichen, um dann unbemerkt einzudringen und mit einem schnellen Schlag die darbende Bevölkerung von ihrem grausamen Herren zu befreien.
Dabei umginge sie die in solchen Fällen üblichen Wachen, die ohnehin unfähig waren. Die zwei, drei Männer, die ihr in die Quere kamen, wurden mit Wurfsternen erledigt, ehe sie mit der Selbstverständlichkeit der unbesiegbaren Kriegerin durch die Räume schritte, ihre Klinge links und rechts durch die Wände aus Reispapier stoßend. Zu beiden Seiten stürzten die dahinter versteckten Schatten schreiend zusammen, das zerfetzte Papier der Wände würde mit Fontänen von Blut eingefärbt.
Aber in Wahrheit schlich sie halb nackt in einen Park.
Die Absätze ihrer Stiefel federten über den nachgiebigen Erdboden, als sie die letzten Bäume hinter sich ließ und die weite Wiesenlandschaft betrat, in deren Zentrum ein beeindruckend großes, altes Haus stand.
Kein Domo, keine Ninja.
Das Gebäude, einer kleinen, etwas verspielten Trutzburg nicht unähnlich, sorgte mit seinen großen Fenstern und dem sich in die Nacht ergießendem Licht für ein düster-romantisches Erscheinungsbild wie aus einem anderen Jahrhundert.
Die um das Haus rasenden, auf und ab schwebenden, heulenden Gestalten zerstörten die Romantik, ließen sie zum Feuchttraum jedes todessehnsüchtigen, unglücklich verliebten Goths gerinnen. Oder zum idealen Partyplatz aller headbangenden Satanisten.
Xenia setzte behutsam einen Schritt vor den anderen, um sich nicht durch verräterisches Knacken eines kleinen Zweiges oder das Geräusch eines losgetretenen Steins vorzeitig anzukündigen. Ihre Vorsicht wurde belohnt. Sie gelangte lautlos und schnell vorwärts, näherte sich den Wiedergängern beinahe bis auf Rufweite.
Das Tattoo zwischen ihren Brüsten, ihr Schutzzauber ersten Ranges, fühlte sich warm an. Ein gutes Zeichen. Sie hatte keinen Fehler beim Erstellen des Zaubers begangen, er würde funktionieren, ihr eine Zeit lang Schutz gewähren.
Die Wiedergänger sausten vor dem Haus herum, als würden sie auf Bungeeseilen hängen. Hinter den Fenstern konnte sie Schatten erkennen. Offenbar konnten es einige Bewohner nicht lassen, ihre Warnungen zu missachten. Warum Klienten die Arbeit immer wieder schwerer als notwendig machten, war ihr schleierhaft. Dachten die Leute, sie würden um ihr Geld betrogen, wenn sie sich nicht unsinniger Gefahr aussetzten?
Ein paar Schritte noch, dann würde sie die Aufmerksamkeit der umherrasenden Kreaturen erregen.
Xenia hatte Glück. Sie erwischte, bevor sie erwischt wurde. Sie traf einen Wiedergänger im verlängerten Rücken, als er wie ein Drache im böigen Wind herumtanzte und dabei bis auf ihre Höhe sank.
Die von unten aufwärts geschwungene Klinge fuhr in seinen Arsch hoch, bahnte sich einen Weg in den Bauchraum und richtete dabei mit ungehemmter Fröhlichkeit ein Massaker an den Innereien an. Das war alles andere als elegant, aber sehr wirkungsvoll.
Der Besessene kreischte mehrstimmig auf, lenkte die Aufmerksamkeit der anderen auf sich. Trotz der Schmerzen, die diese Kreatur gerade erfahren musste, riss sie sich von der Klinge frei, wirbelte herum und starrte ihr aus milchig getrübten Augen entgegen.
»Fotze!«, kreischte er hysterisch.
Einstmals ein übergewichtiger Mann in den mittleren Jahren, jetzt ein faulig aussehendes und erbärmlich stinkendes Etwas. Er schwebte einige Schritte zurück.
Fetter, fliegender Mann, dachte Xenia. Hallo, Vladimir.
Die anderen rückten näher, kreisten vorsichtig und in großem Abstand um sie herum. Kreischend, lachend, schimpfend, tobend.
»Fotze!«, kreischte der Getroffene erneut.
Ein Ruck ging durch seinen Körper und er starrte sie verblüfft an. Der ganze Körper wabbelte und schwankte leicht.
»Ein gesiegeltes Schwert!« schrie Fettsack und musste sich heftig übergeben.
Er spuckte in hohem Bogen einen gewaltigen Strahl Schleim und fleischige Brocken aus, der Xenia nur knapp verfehlte. Es sah selbst unter diesen Lichtverhältnissen ekelig aus, vom durchdringenden Geruch und dem plätschernden Geräusch ganz zu schweigen. Das war nur unappetitlich. Es roch nach Magensäure, verwesendem Fleisch, mehrerer Wochen alter, eingetrockneter Pisse und Hühnchen.
»Waaah!« schrien die anderen, als er erneut kotzen musste und nicht mehr aufhörte, einen andauernden Strahl zu vomieren. Das mehrstimmige Kreischen ging beinahe im lauten Plätschern des Auswurfs unter. Während er sich übergab, schrumpfte der Besessene, sich heftig windend, immer mehr zusammen.
Gurgelnd und blubbernd, mit flüssig ersticktem Kreischen, kotzte er in hohem Bogen rings um sich alles voll, was er erwischte. Darunter einen seiner fliegenden Kollegen, der nicht schnell genug aus dem Weg kam und, eine Flut von Obszönitäten schreiend, davonschoss.
Schließlich war vom fetten Kotzer nichts mehr übrig außer der Kopf, der sich mit knallroten, hervorquellenden Augen selbst ausspie, bis der letzte Brocken fauliger Dämonenkotze zu Boden platschte.
Der Besessene war nicht mehr.
Für einige Augenblicke herrschte Stille. Es erstaunte Xenia immer wieder, welchen Radau ein reihernder Dämon veranstalten konnte. Schien ein kulturelles Phänomen zu sein. Die Dämonen in Japan waren beinahe dezent. Sie veranstalteten kaum Lärm. Sie ließen nur ihr langes, schwarzes Haar vor das Gesicht fallen und zeigten sich mit leichenblasser Haut und dunklen Augenringe. Sie bewegten sich ruckartig und waren wirklich gruselig. Sie waren viel konsequenter als das höllische Gesocks des Westens.
Drei, zwei, eins.
Der Moment der Ruhe war vorbei und die Besessenen fielen zurück in ihre überdrehte Raserei.
»Hexenfotze, Mörderin!« kreischte ein Wiedergänger und stürzte sich auf Xenia hinab. Sie war einmal eine Frau gewesen, eine nicht unattraktive dazu. Das war auch so eine Sache mit diesen Geschöpfen. Sie waren meist erstaunlich eitel.
Der weibliche Dämon prallte knapp einen Meter vor ihr entfernt gegen ein unsichtbares Hindernis und wurde um sich schlagend zurückgeschleudert.
»Sie benutzt einen Schutzbann!« kreischten die anderen und rasten noch schneller herum, darauf bedacht, Abstand zu halten.
Xenia legte ihre Hand auf das Tattoo. Es war heiß geworden. Sie hoffte, dass die Wiedergänger nicht mehr waren als das, was sie zu sein schienen. Einen Schutzzauber zweiten Ranges würde sie nicht errichten können, dazu fehlte es ihr an Erfahrung. Ungeübt wie sie war, würde der Bann wahrscheinlich nach hinten losgehen und ihr schwere Verletzungen zufügen.
Sie nahm mit schnellen Schritten kurz Anlauf, sprang hoch, überschlug sich und rammte dabei die Spitze ihrer Waffe in einen Besessenen, ehe sie ihn mit einem heftigen Tritt nach unten auf den Boden beförderte. Das Ding prallte auf den Rasen und explodierte in einen schmierigen Miniaturvulkan aus fauligem Fleisch und Blut, schleuderte meterlange Darmwindungen wie eine Würstchenkette durch die Luft.
Erneut kreischten die anderen jammernd auf, wichen zurück, um wieder zu versuchen, sich auf sie zu stürzen. Sie waren nicht die hellsten Dämonen. Auch hier waren die unnatürlichen Wesen aus anderen Kulturkreisen unerwartet abwechslungsreich.
Der Schutzbann hielt, doch die Wucht des Aufpralls warf Xenia auf den Rücken.
»Hexenfotze, Dreckspalte, Saufut!« kreischte es von oben herab, begleitet von irrem Gekicher und Gelächter sowie einem widerlichen Regen aus Spucke, Schleim und körperlichen Fäulnisprodukten.
Würmer, Larven und Käfer wanden sich in der Brühe, die auf ihrer Brust gelandet war. Angewidert wischte sie das Zeug von sich, rappelte sich auf, nahm ihr Schwert auf und warf die magisch gestärkte Klinge mit einer schnellen Bewegung direkt über ihrem Kopf nach oben. Der kotzende Wiedergänger wurde vom Schwert überrascht, das sich mit einer Drehbewegung in seinen Körper schnitt und diesen bis zu den Rippen in zwei Hälften schnitt.
Mehrstimmiges Kreischen wie aus einem übersteuerten Synthesizer der 1970er Jahre begleitete die fallenden Eingeweide, die sich in einem fetten, stinkenden Regen aus fauligen Darmschlingen und deren Inhalt über Xenia ergossen. Sie war gezwungen stehen zu bleiben, um ihre fallende Waffe wieder aufzufangen und mit einer schnellen Drehung um ihre Achse der Kreatur hinter ihr durch die Körpermitte zu schlagen.
Oberkörper und Unterleib fielen nebeneinander auf den inzwischen ziemlich ramponierten Boden. Nach einem Augenblick des Schocks kreischte die zerschnittene ehemalige Frau auf. Ihr Oberkörper erhob sich vom Boden in die Luft und sie torkelte auf Xenia zu, gebremst durch die Darmschlingen, die sich aus ihrem Unterleib wickelten.
Die Hexe berührte rasch ihr Tattoo mit zwei Fingerspitzen, küsste diese und streckte der Wiedergängerin die Hand entgegen, die beiden Finger vorgestreckt. Vom eigenen Schwung getragen rammte sich die Untote Xenias Finger in die Augäpfel, die Eiter sprühend zerplatzten, während die Fingernägel tief ins Gehirn fuhren und dort kräftig umrührten.
Die halbierte Besessene kreischte auf, schoss nach hinten davon und fiel zu Boden, mit den Armen heftig um sich dreschend, ihr Gesicht vom Kopf reißend, bis nichts weiter als der nackte Schädel zurückblieb. Die Schwertspitze erledigte den Rest... ...

 
Diese Ausgabe des eBooks wurde von mir aus dem Handel genommen, da sie in etwas veränderter Form (aus den 4 Bänden werden 2 Bände) an einen Verlag geht - die Neuausgabe ist für Ende Juni 2013 geplant.