Der Deutsche Horrorliteraturpreis, der Vincent Preis, hat u.a. die Anthologie Horror-Legionen, herausgegeben von Doc Nachtstrom, nominiert. Darüber hinaus ist Illusionen, von Torsten Scheib, als beste deutsche Kurzgeschichte, ebenfalls in dieser Antho vertreten, nominiert. Bemerkenswert auch Carmen Weinand, die mit Freakbook aus ihrer eigenen Sammlung In Dir nominiert ist - sie hat für die Horror-Legionen die Intros der Autoren verfasst.
Coole Sache, das alles.(Ach ja, in Horror-Legionen findet sich eine Story von mir.)
Horror-Legionen gibt es bei Amazon als eBook und als Taschenbuch, In Dir von Carmen Weinand ist als eBook ebendort erhältlich.
Eine Liste sämtlicher Nominierten findet sich beim Vincent Preis. Herzlichen Glückwunsch allen Nominierten!
Über Schreiben, Lesen und andere Dinge, die gelegentlich durch mein Hirn wandern und ihre Spuren hinterlassen.
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Mittwoch, 5. März 2014
Sonntag, 2. Februar 2014
Liebeslied auf das Visionarium
Der Beitrag stammt ursprünglich von meiner Website -> hier.
… auf die Macher des Visionarium. Ich habe die Printausgabe endlich durchgelesen und bin hingerissen. Ist ja nicht so, als ob jedes Projekt, an dem man teilnimmt und das in der Theorie schön klingt, auch so toll wie angekündigt aussieht, wenn es fertig ist.
Hier haben sich die Macher unter Chefredakteur Bernhard Reicher und Herausgeber Doc Nachstrom (eine Auflistung aller Beteiligten findet sich unter den “Links” ) selbst übertroffen. Angefangen von der Haptik – das Ding greift sich wunderbar an und der Gestaltung des Covers – absinthfarben und abgegriffen vergilbt, mit Anlehnungen an den Jugendstil (hoffe ich mal, ups), liegt das Magazin fein in der Hand.
Das Innere bietet Seiten, die mit “Werbung” gekennzeichnet sind, Storys, Bilder, Berichte über Magie und ein paar Dinge mehr, mit Zierrat in den Überschriften, wild durcheinander gewürfelt, ganz wie es bei den Pulps üblich war.
Jede Geschichte hat eine eigene Illustration bekommen, die Autoren werden mittels Vorwort vorgestellt (danke, Jungs, für diese überaus lieben Worte!) und mit einer Werkübersicht bedacht.
Sämtliche an dieser Ausgabe Beteiligten werden zum Schluß in Wort und Bild präsentiert, weiterführende Links sind selbstredend und wo nötig, gibt es Quellenverweise. Alles formschön gesetzt, sauber lektoriert und einfach nur mit einem wunderschönen Umschlag versehen.
Ich bin natürlich voreingenommen, immerhin findet sich eine Erzählung von mir in dem Bändchen (in der Nr. 1!!! Wie geil ist das denn!), muss aber auch als Sammler und Liebhaber des gedruckten Buchs sagen, dass mich die “Gazette für phantastische Abwege” absolut im *habenwollen* Punkt erwischt.
Ich hoffe sehr, diese rundum gelungene, perfekt ausgeglichene Mixtur, die der thematischen Vorgabe “Tod und Verdammnis” unterstellt ist, findet zahlreiche Käufer und Leser.
Die Ausgabe VISIONARIUM 1: Tod und Verdammnis ist ein kleines Juwel der Absurdität und Vielfalt im Kampf gegen den Einheitsbrei der Konzernverlage. Es ist ein Liebesprojekt und hat es verdient, viele, viele Jahrgänge lang zu bestehen. Was mich angeht, ich möchte Dutzende, Hunderte Nummern davon mein eigen nennen – das wäre endlich mal eine Magazinserie, die ich von Beginn an sammeln könnte.
VISIONARIUM 2: Illusion und Wirklichkeit erscheint im Mai 2014 …
Bernhard und sein Stab sind um Ultra-Low-Budget Bereich unterwegs und darum ist das VISIONARIUM ausschließlich – sowohl als als eBook wie als Paperback – bei Amazon erhältlich. (und nur dort. Ich weiß aus eigener Erfahrung, warum sich die Macher klugerweise auf diesen einen Vertriebsweg beschränkt haben.)
… auf die Macher des Visionarium. Ich habe die Printausgabe endlich durchgelesen und bin hingerissen. Ist ja nicht so, als ob jedes Projekt, an dem man teilnimmt und das in der Theorie schön klingt, auch so toll wie angekündigt aussieht, wenn es fertig ist.
Hier haben sich die Macher unter Chefredakteur Bernhard Reicher und Herausgeber Doc Nachstrom (eine Auflistung aller Beteiligten findet sich unter den “Links” ) selbst übertroffen. Angefangen von der Haptik – das Ding greift sich wunderbar an und der Gestaltung des Covers – absinthfarben und abgegriffen vergilbt, mit Anlehnungen an den Jugendstil (hoffe ich mal, ups), liegt das Magazin fein in der Hand.
Das Innere bietet Seiten, die mit “Werbung” gekennzeichnet sind, Storys, Bilder, Berichte über Magie und ein paar Dinge mehr, mit Zierrat in den Überschriften, wild durcheinander gewürfelt, ganz wie es bei den Pulps üblich war.
Jede Geschichte hat eine eigene Illustration bekommen, die Autoren werden mittels Vorwort vorgestellt (danke, Jungs, für diese überaus lieben Worte!) und mit einer Werkübersicht bedacht.
Sämtliche an dieser Ausgabe Beteiligten werden zum Schluß in Wort und Bild präsentiert, weiterführende Links sind selbstredend und wo nötig, gibt es Quellenverweise. Alles formschön gesetzt, sauber lektoriert und einfach nur mit einem wunderschönen Umschlag versehen.
Ich bin natürlich voreingenommen, immerhin findet sich eine Erzählung von mir in dem Bändchen (in der Nr. 1!!! Wie geil ist das denn!), muss aber auch als Sammler und Liebhaber des gedruckten Buchs sagen, dass mich die “Gazette für phantastische Abwege” absolut im *habenwollen* Punkt erwischt.
Ich hoffe sehr, diese rundum gelungene, perfekt ausgeglichene Mixtur, die der thematischen Vorgabe “Tod und Verdammnis” unterstellt ist, findet zahlreiche Käufer und Leser.
Die Ausgabe VISIONARIUM 1: Tod und Verdammnis ist ein kleines Juwel der Absurdität und Vielfalt im Kampf gegen den Einheitsbrei der Konzernverlage. Es ist ein Liebesprojekt und hat es verdient, viele, viele Jahrgänge lang zu bestehen. Was mich angeht, ich möchte Dutzende, Hunderte Nummern davon mein eigen nennen – das wäre endlich mal eine Magazinserie, die ich von Beginn an sammeln könnte.
VISIONARIUM 2: Illusion und Wirklichkeit erscheint im Mai 2014 …
Bernhard und sein Stab sind um Ultra-Low-Budget Bereich unterwegs und darum ist das VISIONARIUM ausschließlich – sowohl als als eBook wie als Paperback – bei Amazon erhältlich. (und nur dort. Ich weiß aus eigener Erfahrung, warum sich die Macher klugerweise auf diesen einen Vertriebsweg beschränkt haben.)
Donnerstag, 23. Januar 2014
Die Leute vom Visionarium
![]() |
| Visionarium 1 |
Nur möchte ich diesmal zusätzlich, kurz und bündig, ein paar daran beteiligte Leute vorstellen:
Das Gesamtprojekt Visionarium:
Verlag ist die Edition Gwydion in Graz. Der Verleger/Chefredakteur ist Bernhard Reicher, seine Webauftritte finden sich -> hier und -> hier. Mal abgesehen von den Dingen, die es auf den Webseiten zu lesen gibt, besitzt er Mann ein enzyklopädisches Wissen über die Mythen-und-Sagenwelt der Steiermark, und weiß noch ein paar andere seltsame Sachen, echt freakig. Sehr sympathischer Typ.
Der Herausgeber nennt sich Doc Nachtstrom. Dieser riesige Teddybär, ist/war Musiker, Moderator, Autor, Journalist, Herausgeber, Sammler, Blogger, Comicfan, Freak. Momentan sind 4 Blogs/Websites in Betrieb, hinter denen er steht, -> hier, -> hier, -> hier und -> hier das neueste Baby. Ich kann mich aber an ein paar mehr erinnern, hab sogar noch zwei deaktivierte in meinen Feeds gefunden und weiß von einem weiteren. Ein Mann mit freakigem, ungeheuren Wissen - ich liebe ihn.
Das Lektorat des Gesamtprojekts Visionariums untersteht der Kontrolle von Juliane Ehgartner -> hier. Bin ihr zwar noch nicht persönlich begegnet, gehe aber mal davon aus, dass sie um nichts weniger sympathisch ist als die beiden Chefspinner :-)
Jörg Vogeltanz ist der Grafiker des Gesamtprojekts Visionarium - der Eraserhead (sorry, unbekannterweise). Wer er ist und was er so tut, lässt sich -> hier und -> hier entdecken.
Die Ausgabe 1:
Die Illustratoren: Michael Wittmann -> hier, den einige von euch vielleicht von Perry Rhodan her kennen. Düstere, mystisch wirkende Arbeit von Arkis Krayl -> hier und quietschbunter Nerd-Wahnsinn von Anna-Maria Jung -> hier.
Die Autoren: Also, das wären Martin Compart -> hier, Christina Scholz -> hier und als Interviewpartner Andreas Gruber -> hier. Oh, und ich -> hier.
Das entzückend absinthgrüne, abgegriffen erscheinende Liebesprojekt namens VISIONARIUM ist als eBook und als Paperback bei Amazon erhältlich.
Soviel dazu.
Grüße, John
Freitag, 5. Juli 2013
Horror Almanach
Einfach noch mal - zur Erinnerung, zur Erstentdeckung, zur Unterstützung aller Beteiligten: Horror-Legionen - Der Almanach deutscher Horror- und Mystery-Autoren. Ein wenig habe ich schon darüber erzählt -> hier.
Das Referenzwerk gibt es sowohl als Printausgabe, satte 440 Seiten Taschenbuch für durchaus günstige Euro 12,95 -> hier oder auch als eBook, für bescheidene Euro 4,99 -> hier.
Der Grund für die Werbung ist ganz einfach - meine Wenigkeit ist ebenfalls mit einer Story darin vertreten. Und da neben dem Verleger und dem Herausgeber auch jeder der beteiligten Autoren sich darüber freuen würde, wenn sein Honoraranteil den einstelligen Centbereich überschritte - wir alle brauchen gelegentlich einen Happen Brot und einen Schluck Wasser - darum wirbt jeder der Beteiligten für das Buch. Außerdem sind wir mächtig stolz darauf und möchten unsere Freude über das Werk gern teilen. Deshalb dieses aufdringliche auf-das-Buch-hinweisen.
Außerdem wäre es ja schön, wenn sich aus diesem einmaligen Werk ein jährlich wiederkehrender Auswahlband entwickeln würde. Aber dazu muss das Werk erstmal zeigen, dass es dafür ein Publikum gibt. Schwierig im Fall der Kurzgeschichte, das ist klar, aber nicht unmöglich.
Vor allem bei der riesigen Auswahl: 26 Autoren! Das ist eine satte Ladung Urlaubslektüre und was gibt es Schöneres als am Strand zu liegen und sich mit guter Lektüre abzukühlen? Trinken? Schwimmen? Flirten? Faul sein? Nichts da. Lesen! :-)
Danke für die Aufmerksamkeit und den Erwerb des Buches ;-)
Das Referenzwerk gibt es sowohl als Printausgabe, satte 440 Seiten Taschenbuch für durchaus günstige Euro 12,95 -> hier oder auch als eBook, für bescheidene Euro 4,99 -> hier.
Der Grund für die Werbung ist ganz einfach - meine Wenigkeit ist ebenfalls mit einer Story darin vertreten. Und da neben dem Verleger und dem Herausgeber auch jeder der beteiligten Autoren sich darüber freuen würde, wenn sein Honoraranteil den einstelligen Centbereich überschritte - wir alle brauchen gelegentlich einen Happen Brot und einen Schluck Wasser - darum wirbt jeder der Beteiligten für das Buch. Außerdem sind wir mächtig stolz darauf und möchten unsere Freude über das Werk gern teilen. Deshalb dieses aufdringliche auf-das-Buch-hinweisen.
Außerdem wäre es ja schön, wenn sich aus diesem einmaligen Werk ein jährlich wiederkehrender Auswahlband entwickeln würde. Aber dazu muss das Werk erstmal zeigen, dass es dafür ein Publikum gibt. Schwierig im Fall der Kurzgeschichte, das ist klar, aber nicht unmöglich.
Vor allem bei der riesigen Auswahl: 26 Autoren! Das ist eine satte Ladung Urlaubslektüre und was gibt es Schöneres als am Strand zu liegen und sich mit guter Lektüre abzukühlen? Trinken? Schwimmen? Flirten? Faul sein? Nichts da. Lesen! :-)
Danke für die Aufmerksamkeit und den Erwerb des Buches ;-)
Mittwoch, 19. Juni 2013
Horror-Legionen
Horror-Legionen - Der Almanach deutscher Horror- und Mystery-Autoren
Herausgeber: Dr. Nachtstrom; ca. 440 Seiten Taschenbuch; Amrûn Verlag Jürgen Eglseer; Das Buch kann ab sofort vorbestellt werden, Auslieferung erfolgt Ende Juni / Anfang Juli.
Und warum mache ich gerade Werbung für dieses Buch? Tja, weil ich einer der beteiligten Autoren bin. Darum, ganz einfach. Eigeninteresse. Werbung für meine Autorenschaft. Weil ich die Tantiemen brauchen kann (ha ha ha, bei einer Anthologie fällt ja auch so viel ab, prust). Und natürlich auch, um einen kleinen Independent Verlag zu unterstützen, der mit einer Anthologie ein ziemliches Risiko eingeht.
Oder so ;-)
Zur Sache: Meine Geschichte nennt sich Das Haus der untergehenden Sonne, wird unter meinem Autoren-Ich John Aysa veröffentlicht und ist eine Homage an gewisse Filme, die man auf deppendeutsch übersetzt "Böse tot" nennen könnte ;-) Entsprechend wüst geht es in meiner Geschichte auch zu. Mit viel Gewalt und Obszönitäten. Klassisch eben.
Ich habe auch ein paar der anderen Texte gelesen - nicht alle, weil ich das Buch ja erstmal Händen halten will, bevor ich es von hinten bis vorne lese - und wow! Da geht es insgesamt kräftig zur Sache. Mal grausig, mal bitterböse, gewitzt ... einfach so bunt und laut und deftig.
Man kann wirklich von einem Referenzwerk des aktuellen deutschsprachigen Horror reden (sag ich mal so - aber das ist halt auch Geschmackssache).
Und noch so kurz eine private Anmerkung - Doc Nachtstrom ist ein sehr feiner Herausgeber :-)
Also, wer mal knapp zwei Dutzend deutsche Horrorschreiber erleben will, die auf 440 fetten Seiten die Sau rauslassen, hier ist eure Chance. Greift zu.
Danke für euer Interesse.
Und warum mache ich gerade Werbung für dieses Buch? Tja, weil ich einer der beteiligten Autoren bin. Darum, ganz einfach. Eigeninteresse. Werbung für meine Autorenschaft. Weil ich die Tantiemen brauchen kann (ha ha ha, bei einer Anthologie fällt ja auch so viel ab, prust). Und natürlich auch, um einen kleinen Independent Verlag zu unterstützen, der mit einer Anthologie ein ziemliches Risiko eingeht.
Oder so ;-)
Zur Sache: Meine Geschichte nennt sich Das Haus der untergehenden Sonne, wird unter meinem Autoren-Ich John Aysa veröffentlicht und ist eine Homage an gewisse Filme, die man auf deppendeutsch übersetzt "Böse tot" nennen könnte ;-) Entsprechend wüst geht es in meiner Geschichte auch zu. Mit viel Gewalt und Obszönitäten. Klassisch eben.
Ich habe auch ein paar der anderen Texte gelesen - nicht alle, weil ich das Buch ja erstmal Händen halten will, bevor ich es von hinten bis vorne lese - und wow! Da geht es insgesamt kräftig zur Sache. Mal grausig, mal bitterböse, gewitzt ... einfach so bunt und laut und deftig.
Man kann wirklich von einem Referenzwerk des aktuellen deutschsprachigen Horror reden (sag ich mal so - aber das ist halt auch Geschmackssache).
Und noch so kurz eine private Anmerkung - Doc Nachtstrom ist ein sehr feiner Herausgeber :-)
Also, wer mal knapp zwei Dutzend deutsche Horrorschreiber erleben will, die auf 440 fetten Seiten die Sau rauslassen, hier ist eure Chance. Greift zu.
Danke für euer Interesse.
Sonntag, 25. November 2012
Rezensionen
Die letzten drei Bücher, die ich gelesen habe:
John Scalzi: Redshirts. Eine sehr komische und sehr clevere Space Opera mit verblüffender Lösung ... Scalzi ist schlicht und ergreifend gut. Längere Rezension -> hier.
Jeff Strand: Benjamins Parasit. Großartig. Grotesk, ekelhaft, überaus lustig, Ein Heidenspaß. Längere Rezension -> hier.

Jeffrey Thomas: Geschichten aus dem Cthulhu-Mythos. Ein sehr schönes Buch mit etlichen guten Ideen, einige Geschichten haben leider kleine Schwächen. Längere Rezension -> hier.
John Scalzi: Redshirts. Eine sehr komische und sehr clevere Space Opera mit verblüffender Lösung ... Scalzi ist schlicht und ergreifend gut. Längere Rezension -> hier.
Jeff Strand: Benjamins Parasit. Großartig. Grotesk, ekelhaft, überaus lustig, Ein Heidenspaß. Längere Rezension -> hier.

Jeffrey Thomas: Geschichten aus dem Cthulhu-Mythos. Ein sehr schönes Buch mit etlichen guten Ideen, einige Geschichten haben leider kleine Schwächen. Längere Rezension -> hier.
Freitag, 9. November 2012
Leseprobe 4
Ausschnitt aus: Alexander Ater: Sägespäne in Blut; in: Der Chirurg der Unterwelt
Diese Ausgabe des eBooks wurde von mir aus dem Handel genommen, da sie in etwas veränderter Form (aus den 4 Bänden
werden 2 Bände) an einen Verlag geht - die Neuausgabe ist für Ende Juni
2013 geplant.
Hier sitze ich nun, um von mir zu erzählen. Ich bin an einem Punkt
angelangt, an dem es mir nicht mehr schwer fällt zuzugeben, dass ich
Angst habe. Ich kann nicht sagen, was noch geschehen wird. Ich kann
nur sagen, was mir bisher widerfahren ist, und das ist in letzter
Zeit eher unerfreulich gewesen.
Und bevor die Frage aufkommt, warum ich nicht einfach zur Vordertür
des Hauses hinausmarschiere und diesen grauenhaften Ort hinter mir
lasse, will ich die Antwort vorwegnehmen: Es geht einfach nicht. Ich
trete durch die Tür und lande im nächsten Augenblick wieder im
Haus.
Ich kann nicht sagen, ob es genau das Haus ist, in dem alles seinen
Anfang genommen hat, weil ich mir nach all den Wirrnissen nicht mehr
sicher sein kann. Und nein, die Fenster zu öffnen und nach draußen
zu springen ist unmöglich. Ich habe es probiert. Es gelingt mir
nicht, selbst wenn ich versuche, mit roher Gewalt an mein Ziel zu
gelangen. Ich habe keine Chance.
Vielleicht bin ich inzwischen weit von meiner ursprünglichen Welt
entfernt. Möglicherweise auch nicht. Ich kenne mich schlicht und
ergreifend zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr aus. Es fällt mir
schwer zu erkennen, was zu meiner originalen Realität gehört und
was Bestandteil einer alternativen Realität ist.
Sollte mir jemand weismachen, dass ein vielköpfiger Gott mit langen
Tentakelarmen und einer Vorliebe für nackte Frauen Bestandteil jener
Realität ist, aus der ich ursprünglich stamme, dann muss ich das
glauben.
Ich bin bereit, so ziemlich alles zu glauben, weil ich so viele Dinge
gesehen habe, dass ich einfach nicht weiß, was wahr ist und was
nicht. Real, surreal, irreal – all das spielt für mich keine
Rolle. Ich kann diese Zustände nicht unterscheiden. Diese
Unsicherheit wirkt sich auf meine Stimmung aus, ich bin mit der Zeit
schwerer von Gemüt geworden.
Das Fernsehprogramm? Das ist ein lächerlicher Gedanke. Seit wann
gibt es im Fernsehen irgendetwas, das Sinn macht oder mit der
Realität zu tun hat? Nicht einmal den Nachrichten kann man glauben.
Wer auch immer meine Notizen finden und sich durch das wilde
Durcheinander wühlen wird, möge mir verzeihen. Aber meine Situation
ist so, dass ich alles notiere, was mir im Augenblick in den Sinn
kommt. Ganz egal, ob es in einer chronologischen Reihenfolge der
Geschehnisse stattgefunden hat oder eine Wahnvorstellung meinerseits
sein könnte, es kümmert mich nicht. Wann immer mir etwas einfällt,
werde ich es niederschreiben, ohne Rücksicht auf ... die Realität.
Wie pathetisch das klingt, schrecklich.
Im unwahrscheinlichen Fall, dass ich eines Tages selbst dazu kommen
werde, Ordnung in das folgende Chaos zu bringen, wird es geschehen.
Sonst bleibt es den Entdeckern überlassen, mit den Aufzeichnungen
nach Gutdünken zu verfahren.
Meine Realität ist mit einem sich in Auflösung befindlichen
Bindfaden an meinem linken kleinen Finger festgemacht. Wenn dieser
Faden reißt, bin ich wahrscheinlich hoffnungslos dem Wahnsinn
verfallen. Und da es so aussieht, als könne das jederzeit geschehen,
sollte ich wohl mit den Aufzeichnungen beginnen, nicht wahr?
Logisch wäre es natürlich, am Anfang zu beginnen. Nun denn, so will
ich logisch sein, so gut es mir möglich ist. Danach ...
Diese Ausgabe des eBooks wurde von mir aus dem Handel genommen, da sie in etwas veränderter Form (aus den 4 Bänden
werden 2 Bände) an einen Verlag geht - die Neuausgabe ist für Ende Juni
2013 geplant.
Leseprobe 3
Ausschnitt aus: Alexander Ater: Der Chirurg der Unterwelt; in: Der Chirurg der Unterwelt
Diese Ausgabe des eBooks wurde von mir aus dem Handel genommen, da sie in etwas veränderter Form (aus den 4 Bänden
werden 2 Bände) an einen Verlag geht - die Neuausgabe ist für Ende Juni
2013 geplant.
»Alter
Schwede!« lauteten die letzten Worte, die von Alfred gesprochen
wurden. Das unverständliche Stöhnen danach, als ihm die Axt mit
einem schmatzend-dumpfen Klatschen in die Stirn schlug und seinen
Schädel spaltete, konnte man beim besten Willen nicht als
artikulierte Sprache bezeichnen.
Alfred blieb noch einen Augenblick stehen, spuckte erstaunlich viel
zähflüssiges Blut, ging in die Knie und kippte zur Seite. Die Axt
lockerte sich und der Schädelinhalt schwappte hinaus. Es sah aus wie
ein schwungvoll entleerter Eimer Jauche.
Vivian sprang mit einem schrillen Aufschrei beiseite. In ihrem teuren
lila Büstenhalter, unter der halbtransparenten weißen Bluse,
wippten ihre üppigen Brüste aufgeregt mit und setzten sich gekonnt
in Szene. Der Absatz ihrer sündteuren Stiefeletten trat auf den
Auslöser und der von Rost überzogene Spieß schoss aus dem Boden.
Er traf sie genau in die Rosette, bahnte sich ungebremst seinen Weg
durch Rock und Spitzenhöschen in das Innere ihres Körpers, pfählte
sie. Vivian erstarrte für einen Augenblick, um dann unkontrolliert
wie ein Fisch am Trockenen zu zucken.
Sie öffnete ihren Mund, um einen tierischen Schmerzensschrei
auszustoßen, aber da hatte die Spitze des Pfahls ihren Kehlkopf
erreicht und fuhr durch die Mundhöhle in ihr Hirn, um in einer
niedlich anmutenden Explosion von Schädeldecke, Skalpfetzen,
Gehirnmasse und Blut wieder ins Freie zu stoßen.
In der Zwischenzeit hatten ihre bebenden Brüste ganze Arbeit
geleistet, mit erigierten Nippeln geprahlt und die Aufmerksamkeit von
Frank auf sich gezogen, der seinen begierigen Blick nicht von ihnen
abwenden konnte. Auch dann nicht, als das Blut, mit kleinen Bröckchen
Gehirn durchsetzt, über Vivians Gesicht hinab auf die Bluse floss
und die Brüste mit einem roten Schleier überzog.
Frank wich automatisch und ohne nachzudenken zur Wand zurück und
startete damit einen simplen Uhrwerk-Mechanismus, der ein mächtiges
Kreissägeblatt in Bewegung setzte, um ihn von den Eiern aufwärts
mitten durch den steifen Schwanz in zwei Hälften zu schneiden.
Einige unvergessliche Sekunden bot er das perfekte Bild einer
gespaltenen Persönlichkeit.
Frank hatte definitiv die Arschkarte gezogen, denn er blieb lange
genug am Leben, um die grausamen Schmerzen ungefiltert und
sekundenlang zu spüren, eine unermessliche Ewigkeit. Er spürte, wie
sein Körper in zwei Richtungen auseinanderrutschte, seine Innereien
langsam aus den Körperhälften glitten und senkrecht zu Boden fielen
und wie sich das nicht mehr all zu scharfe Sägeblatt, kleine Stücke
versprühend, durch Fleisch und Knochen schnitt.
Erst als sein immer noch schlagendes Herz getroffen wurde, hörte er
auf, etwas zu fühlen. Aber er konnte trotzdem noch sehen, wie das
Blatt der Säge seine Nase berührte. Erst dann ließ er endgültig
von seinem Leben ab und wandte sich der Frage zu, was er mit der
verbleibenden Ewigkeit anfangen sollte.
Eine böse Möse und zwei egotropfende Schwänze hatten innerhalb
einer Minute ihr Leben gelassen, und damit waren drei raffgierige
Personen, die sich auf Kosten zahlreicher anderer bereichert hatten,
nicht mehr existent.
Sie waren dazu übergegangen, Konsistenz und Erscheinungsbild ihren
Ausscheidungen anzugleichen, sprich, sie zeigten erst im Tod ihr
wahres Gesicht... ...
Diese Ausgabe des eBooks wurde von mir aus dem Handel genommen, da sie in etwas veränderter Form (aus den 4 Bänden
werden 2 Bände) an einen Verlag geht - die Neuausgabe ist für Ende Juni
2013 geplant.
Leseprobe 2
Ausschnitt aus: Alexander Ater: Jagdinstinkt; in: Killer Klown
Diese Ausgabe des eBooks wurde von mir aus dem Handel genommen, da sie in etwas veränderter Form (aus den 4 Bänden
werden 2 Bände) an einen Verlag geht - die Neuausgabe ist für Ende Juni
2013 geplant.
»Mütter der Erde,
Töchter der Gezeiten, Euren Segen erbitte ich.«
Xenia
schritt die letzten Meter zwischen den Bäumen über den Waldweg, die
Scheinwerfer ihres Wagens als Wegweiser durch die Schwärze der Nacht
nutzend. Ihr als Stadtmensch war bisher nie aufgefallen, wie dunkel
die Nacht tatsächlich war, wenn es weder Straßenbeleuchtung noch
hell illuminierte Schaufenster gab.
Frischer,
kühler Wind strich sachte über ihre bloße Haut, gleich der
Berührung einer ätherischen Hand, die sie unter dem weiten,
offenstehenden Mantel sanft berührte. Der kalte Luftzug verursachte
ihr Gänsehaut und harte Nippel. Gegen das unangenehme Gefühl der
Kälte konnte sie nichts tun, ihr Mangel an wärmender Bekleidung war
aufgrund der Umstände notwendig.
Das
Schwert lag locker in ihrer linken Hand, die mattschwarze Klinge im
Dunkel der Nacht kaum sichtbar. Die prächtige Scheide der Waffe,
über und über mit Symbolen und Sprüchen in aufwendiger Handarbeit
verziert und gestärkt, hing an einem Lederriemen lose über ihrer
Schulter.
Was
den Rest ihrer Ausrüstung betraf, der befand sich in kleinen Beuteln
und Taschen am Gürtel um ihre Hüfte, und in einem kleinen Rucksack
zwischen ihren Schultern. Wäre sie nicht halb nackt gewesen, Xenia
hätte sich durchaus vorstellen können, gleich einem Ninja Richtung
Domo eines verhassten Fürsten zu schleichen, um dann unbemerkt
einzudringen und mit einem schnellen Schlag die darbende Bevölkerung
von ihrem grausamen Herren zu befreien.
Dabei
umginge sie die in solchen Fällen üblichen Wachen, die ohnehin
unfähig waren. Die zwei, drei Männer, die ihr in die Quere kamen,
wurden mit Wurfsternen erledigt, ehe sie mit der
Selbstverständlichkeit der unbesiegbaren Kriegerin durch die Räume
schritte, ihre Klinge links und rechts durch die Wände aus
Reispapier stoßend. Zu beiden Seiten stürzten die dahinter
versteckten Schatten schreiend zusammen, das zerfetzte Papier der
Wände würde mit Fontänen von Blut eingefärbt.
Aber
in Wahrheit schlich sie halb nackt in einen Park.
Die
Absätze ihrer Stiefel federten über den nachgiebigen Erdboden, als
sie die letzten Bäume hinter sich ließ und die weite
Wiesenlandschaft betrat, in deren Zentrum ein beeindruckend großes,
altes Haus stand.
Kein
Domo, keine Ninja.
Das
Gebäude, einer kleinen, etwas verspielten Trutzburg nicht unähnlich,
sorgte mit seinen großen Fenstern und dem sich in die Nacht
ergießendem Licht für ein düster-romantisches Erscheinungsbild wie
aus einem anderen Jahrhundert.
Die
um das Haus rasenden, auf und ab schwebenden, heulenden Gestalten
zerstörten die Romantik, ließen sie zum Feuchttraum jedes
todessehnsüchtigen, unglücklich verliebten Goths gerinnen. Oder zum
idealen Partyplatz aller headbangenden Satanisten.
Xenia
setzte behutsam einen Schritt vor den anderen, um sich nicht durch
verräterisches Knacken eines kleinen Zweiges oder das Geräusch
eines losgetretenen Steins vorzeitig anzukündigen. Ihre Vorsicht
wurde belohnt. Sie gelangte lautlos und schnell vorwärts, näherte
sich den Wiedergängern beinahe bis auf Rufweite.
Das
Tattoo zwischen ihren Brüsten, ihr Schutzzauber ersten Ranges,
fühlte sich warm an. Ein gutes Zeichen. Sie hatte keinen Fehler beim
Erstellen des Zaubers begangen, er würde funktionieren, ihr eine
Zeit lang Schutz gewähren.
Die
Wiedergänger sausten vor dem Haus herum, als würden sie auf
Bungeeseilen hängen. Hinter den Fenstern konnte sie Schatten
erkennen. Offenbar konnten es einige Bewohner nicht lassen, ihre
Warnungen zu missachten. Warum Klienten die Arbeit immer wieder
schwerer als notwendig machten, war ihr schleierhaft. Dachten die
Leute, sie würden um ihr Geld betrogen, wenn sie sich nicht
unsinniger Gefahr aussetzten?
Ein
paar Schritte noch, dann würde sie die Aufmerksamkeit der
umherrasenden Kreaturen erregen.
Xenia
hatte Glück. Sie erwischte, bevor sie erwischt wurde. Sie traf einen
Wiedergänger im verlängerten Rücken, als er wie ein Drache im
böigen Wind herumtanzte und dabei bis auf ihre Höhe sank.
Die
von unten aufwärts geschwungene Klinge fuhr in seinen Arsch hoch,
bahnte sich einen Weg in den Bauchraum und richtete dabei mit
ungehemmter Fröhlichkeit ein Massaker an den Innereien an. Das war
alles andere als elegant, aber sehr wirkungsvoll.
Der
Besessene kreischte mehrstimmig auf, lenkte die Aufmerksamkeit der
anderen auf sich. Trotz der Schmerzen, die diese Kreatur gerade
erfahren musste, riss sie sich von der Klinge frei, wirbelte herum
und starrte ihr aus milchig getrübten Augen entgegen.
»Fotze!«,
kreischte er hysterisch.
Einstmals
ein übergewichtiger Mann in den mittleren Jahren, jetzt ein faulig
aussehendes und erbärmlich stinkendes Etwas. Er schwebte einige
Schritte zurück.
Fetter,
fliegender Mann, dachte Xenia. Hallo, Vladimir.
Die
anderen rückten näher, kreisten vorsichtig und in großem Abstand
um sie herum. Kreischend, lachend, schimpfend, tobend.
»Fotze!«,
kreischte der Getroffene erneut.
Ein
Ruck ging durch seinen Körper und er starrte sie verblüfft an. Der
ganze Körper wabbelte und schwankte leicht.
»Ein
gesiegeltes Schwert!« schrie Fettsack und musste sich heftig
übergeben.
Er
spuckte in hohem Bogen einen gewaltigen Strahl Schleim und fleischige
Brocken aus, der Xenia nur knapp verfehlte. Es sah selbst unter
diesen Lichtverhältnissen ekelig aus, vom durchdringenden Geruch und
dem plätschernden Geräusch ganz zu schweigen. Das war nur
unappetitlich. Es roch nach Magensäure, verwesendem Fleisch,
mehrerer Wochen alter, eingetrockneter Pisse und Hühnchen.
»Waaah!«
schrien die anderen, als er erneut kotzen musste und nicht mehr
aufhörte, einen andauernden Strahl zu vomieren. Das mehrstimmige
Kreischen ging beinahe im lauten Plätschern des Auswurfs unter.
Während er sich übergab, schrumpfte der Besessene, sich heftig
windend, immer mehr zusammen.
Gurgelnd
und blubbernd, mit flüssig ersticktem Kreischen, kotzte er in hohem
Bogen rings um sich alles voll, was er erwischte. Darunter einen
seiner fliegenden Kollegen, der nicht schnell genug aus dem Weg kam
und, eine Flut von Obszönitäten schreiend, davonschoss.
Schließlich
war vom fetten Kotzer nichts mehr übrig außer der Kopf, der sich
mit knallroten, hervorquellenden Augen selbst ausspie, bis der letzte
Brocken fauliger Dämonenkotze zu Boden platschte.
Der
Besessene war nicht mehr.
Für
einige Augenblicke herrschte Stille. Es erstaunte Xenia immer wieder,
welchen Radau ein reihernder Dämon veranstalten konnte. Schien ein
kulturelles Phänomen zu sein. Die Dämonen in Japan waren beinahe
dezent. Sie veranstalteten kaum Lärm. Sie ließen nur ihr langes,
schwarzes Haar vor das Gesicht fallen und zeigten sich mit
leichenblasser Haut und dunklen Augenringe. Sie bewegten sich
ruckartig und waren wirklich gruselig. Sie waren viel konsequenter
als das höllische Gesocks des Westens.
Drei,
zwei, eins.
Der
Moment der Ruhe war vorbei und die Besessenen fielen zurück in ihre
überdrehte Raserei.
»Hexenfotze,
Mörderin!« kreischte ein Wiedergänger und stürzte sich auf Xenia
hinab. Sie war einmal eine Frau gewesen, eine nicht unattraktive
dazu. Das war auch so eine Sache mit diesen Geschöpfen. Sie waren
meist erstaunlich eitel.
Der
weibliche Dämon prallte knapp einen Meter vor ihr entfernt gegen ein
unsichtbares Hindernis und wurde um sich schlagend
zurückgeschleudert.
»Sie
benutzt einen Schutzbann!« kreischten die anderen und rasten noch
schneller herum, darauf bedacht, Abstand zu halten.
Xenia
legte ihre Hand auf das Tattoo. Es war heiß geworden. Sie hoffte,
dass die Wiedergänger nicht mehr waren als das, was sie zu sein
schienen. Einen Schutzzauber zweiten Ranges würde sie nicht
errichten können, dazu fehlte es ihr an Erfahrung. Ungeübt wie sie
war, würde der Bann wahrscheinlich nach hinten losgehen und ihr
schwere Verletzungen zufügen.
Sie
nahm mit schnellen Schritten kurz Anlauf, sprang hoch, überschlug
sich und rammte dabei die Spitze ihrer Waffe in einen Besessenen, ehe
sie ihn mit einem heftigen Tritt nach unten auf den Boden beförderte.
Das Ding prallte auf den Rasen und explodierte in einen schmierigen
Miniaturvulkan aus fauligem Fleisch und Blut, schleuderte meterlange
Darmwindungen wie eine Würstchenkette durch die Luft.
Erneut
kreischten die anderen jammernd auf, wichen zurück, um wieder zu
versuchen, sich auf sie zu stürzen. Sie waren nicht die hellsten
Dämonen. Auch hier waren die unnatürlichen Wesen aus anderen
Kulturkreisen unerwartet abwechslungsreich.
Der
Schutzbann hielt, doch die Wucht des Aufpralls warf Xenia auf den
Rücken.
»Hexenfotze,
Dreckspalte, Saufut!« kreischte es von oben herab, begleitet von
irrem Gekicher und Gelächter sowie einem widerlichen Regen aus
Spucke, Schleim und körperlichen Fäulnisprodukten.
Würmer,
Larven und Käfer wanden sich in der Brühe, die auf ihrer Brust
gelandet war. Angewidert wischte sie das Zeug von sich, rappelte sich
auf, nahm ihr Schwert auf und warf die magisch gestärkte Klinge mit
einer schnellen Bewegung direkt über ihrem Kopf nach oben. Der
kotzende Wiedergänger wurde vom Schwert überrascht, das sich mit
einer Drehbewegung in seinen Körper schnitt und diesen bis zu den
Rippen in zwei Hälften schnitt.
Mehrstimmiges
Kreischen wie aus einem übersteuerten Synthesizer der 1970er Jahre
begleitete die fallenden Eingeweide, die sich in einem fetten,
stinkenden Regen aus fauligen Darmschlingen und deren Inhalt über
Xenia ergossen. Sie war gezwungen stehen zu bleiben, um ihre fallende
Waffe wieder aufzufangen und mit einer schnellen Drehung um ihre
Achse der Kreatur hinter ihr durch die Körpermitte zu schlagen.
Oberkörper
und Unterleib fielen nebeneinander auf den inzwischen ziemlich
ramponierten Boden. Nach einem Augenblick des Schocks kreischte die
zerschnittene ehemalige Frau auf. Ihr Oberkörper erhob sich vom
Boden in die Luft und sie torkelte auf Xenia zu, gebremst durch die
Darmschlingen, die sich aus ihrem Unterleib wickelten.
Die
Hexe berührte rasch ihr Tattoo mit zwei Fingerspitzen, küsste diese
und streckte der Wiedergängerin die Hand entgegen, die beiden Finger
vorgestreckt. Vom eigenen Schwung getragen rammte sich die Untote
Xenias Finger in die Augäpfel, die Eiter sprühend zerplatzten,
während die Fingernägel tief ins Gehirn fuhren und dort kräftig
umrührten.
Die
halbierte Besessene kreischte auf, schoss nach hinten davon und fiel
zu Boden, mit den Armen heftig um sich dreschend, ihr Gesicht vom
Kopf reißend, bis nichts weiter als der nackte Schädel zurückblieb.
Die Schwertspitze erledigte den Rest... ...
Leseprobe 1
Ausschnitt aus: Alexander Ater: Chaos de luxe; in: Killer Klown
Diese Ausgabe des eBooks wurde von mir aus dem Handel genommen, da sie in etwas veränderter Form (aus den 4 Bänden
werden 2 Bände) an einen Verlag geht - die Neuausgabe ist für Ende Juni
2013 geplant.
Die Landschaft, die er auf seiner
Wanderung zu sehen bekam, hatte sich in den letzten Tagen nur
marginal verändert. Zu seiner Linken: Dichte Wälder und Flecken von
nacktem Gestein, Moosen und Bodendeckern, auf den hoch aufragenden
Bergrücken. Zu seiner Rechten: Kleinere Klippen, Felsen und Geröll.
Dazwischen Dünen und hohes, satt grünes Gras.
Dahinter
der tiefblaue Ozean mit unruhiger Oberfläche. Gelegentliche
Schaumkronen zierten die Wellen mit ihrem Tanz von Traum und
Vergänglichkeit. Kreisende, kreischende Möwen, die ihre klagenden,
depressiven Lieder von endloser Weite und unendlicher Einsamkeit über
den Wellen erschallen ließen.
Er hätte
sich zwischendurch gerne in einer der kleineren Buchten
niedergelassen und seine blanken Zehen in den Sand gegraben. Auch das
Meer lockte ihn, eine Runde schwimmen, nicht zu weit hinaus.
Unterströmungen und Untiefen kannte er hier nicht, weit und breit
war kaum jemals jemand zu sehen, der ihm im Notfall zu Hilfe eilen
hätte können.
Die
Vernunft gebot, auf dieses Vergnügen zu verzichten.
Es war
einsam, windig und kalt.
Gelegentlich
rauschte ein Auto an ihm vorbei. Die Hälfte der Fahrzeuge waren
Pick-ups mit zerbeulter Ladefläche. Sie sahen abgenutzt aus. Hin und
wieder gab es auch Nutzvieh auf einer umzäunten Weide zu sehen. Da
und dort sprenkelte ein Hof oder eine kleinere Siedlung die schroffe
Schönheit des Landes.
Von diesen
wenigen Anzeichen einer Zivilisation abgesehen hatte sich hier seit
der Zeit der Wikinger nicht viel verändert. Wälder und schroffe,
karstige Berge dominierten. Dazwischen Wiesen, Hügel,
Naturlandschaft.
Sicher kein
Landstrich, in dem es leicht auszuhalten war. Man brauchte eine
stoische Ruhe, um diese lethargische Melancholie wegstecken zu
können, ohne ihr selbst zum Opfer zu fallen.
Diese Ausgabe des eBooks wurde von mir aus dem Handel genommen, da sie in etwas veränderter Form (aus den 4 Bänden
werden 2 Bände) an einen Verlag geht - die Neuausgabe ist für Ende Juni
2013 geplant.Donnerstag, 30. August 2012
Die Idee
Woher kommt sie? Wann kommt sie? Was passiert? Oder andersrum gefragt, wie entsteht eine Geschichte?
Am Anfang steht ein Gedanke. Ein Bild. Ein Geruch. Ein Artikel in einem Magazin. Irgendetwas, das plötzlich da ist und eine virtuelle Glocke im Hirn läutet, sich räuspert und sagt: "Wäre es nicht eine tolle Sache, wenn man daraus eine Geschichte macht?"
Sehr oft werde ich von von einer derartigen Inspiration attackiert, wenn ich mich dusche. Manchmal auch, wenn ich staubwischend die Buchregale nerve. Während der Gefechte mit dem Staubsauger werde ich hingegen so gut wie nie von kreativen Gedanken überfallen, überraschenderweise jedoch auch öfter mal beim zubereiten des Frühstücks. Dann kann es vorkommen, dass ich wie ein Wahnsinniger auf einen Zettel kritzle, während Frau und Kind elendig verhungern.
Dafür habe ich dann kostbare Stichwörter wie "Spaghettifizierung" in meinem geheiligten Notizbuch stehen. Das Wort vergammelt seit rund zwei Jahren im Büchlein und ich weiß bis heute nicht, wofür ich es verwenden soll. Aber es wird verwendet werden. Das ist fix. Denke ich. Seite über Seite mit Stichwörtern, absurden Namen, ganzen Handlungen, Entwürfen. Bla. Alles wartet darauf, aufgearbeitet zu werden.
Ideen, die nicht für eines der in Arbeit befindlichen Werke brauchbar sind, landen in einem Notizbuch. So richtig klassisch, handgeschrieben. Notizen in einer Textdatei haben leider die Angewohnheit, nie wieder hervorgeholt zu werden, ich vergesse, dass ich sie habe.
Das Notizbuch hingegen vergesse ich nicht. Dafür muss ich dann darum kämpfen, meine grauenhaften Handschrift irgendwie zu entziffern. Ich kann mein Gekrakel - ohne Übertreibung - oft nur erraten, aber nicht wirklich lesen.
Ist die Idee Bestandteil eines Textes, der schon verfasst wird, stopfe ich die Idee dazu und arbeite sie nachträglich ordentlich ein. Gehört der Gedanke zu einem Text, den es noch nicht gibt, bleibt er so lange auf der ersten Seite stehen, bis ich an die Stelle komme, wo er hinpasst. Manchmal ändert sich dadurch der Verlauf der Handlung, dann folge ich dem neuen Weg.
Bisher ist es mir nur selten passiert, dass ich eine Idee verwendet habe und nachträglich wieder entfernen musste, weil sie die Geschichte in eine Richtung verdreht hatte, mit der ich nichts mehr anfangen konnte.
Die meisten Ideen finden früher oder später Verwendung. Gelegentlich lese ich ein Buch, in dem genau meine einzigartige, extrem originelle, nie dagewesene Idee zu finden ist. Dann überlege ich, den Autor zu klagen, denke eine Weile darüber nach und verwerfe lieber dann einfach meine Idee. Zum Glück gibt es viele davon.
Am Anfang steht ein Gedanke. Ein Bild. Ein Geruch. Ein Artikel in einem Magazin. Irgendetwas, das plötzlich da ist und eine virtuelle Glocke im Hirn läutet, sich räuspert und sagt: "Wäre es nicht eine tolle Sache, wenn man daraus eine Geschichte macht?"
Sehr oft werde ich von von einer derartigen Inspiration attackiert, wenn ich mich dusche. Manchmal auch, wenn ich staubwischend die Buchregale nerve. Während der Gefechte mit dem Staubsauger werde ich hingegen so gut wie nie von kreativen Gedanken überfallen, überraschenderweise jedoch auch öfter mal beim zubereiten des Frühstücks. Dann kann es vorkommen, dass ich wie ein Wahnsinniger auf einen Zettel kritzle, während Frau und Kind elendig verhungern.
Dafür habe ich dann kostbare Stichwörter wie "Spaghettifizierung" in meinem geheiligten Notizbuch stehen. Das Wort vergammelt seit rund zwei Jahren im Büchlein und ich weiß bis heute nicht, wofür ich es verwenden soll. Aber es wird verwendet werden. Das ist fix. Denke ich. Seite über Seite mit Stichwörtern, absurden Namen, ganzen Handlungen, Entwürfen. Bla. Alles wartet darauf, aufgearbeitet zu werden.
Ideen, die nicht für eines der in Arbeit befindlichen Werke brauchbar sind, landen in einem Notizbuch. So richtig klassisch, handgeschrieben. Notizen in einer Textdatei haben leider die Angewohnheit, nie wieder hervorgeholt zu werden, ich vergesse, dass ich sie habe.
Das Notizbuch hingegen vergesse ich nicht. Dafür muss ich dann darum kämpfen, meine grauenhaften Handschrift irgendwie zu entziffern. Ich kann mein Gekrakel - ohne Übertreibung - oft nur erraten, aber nicht wirklich lesen.
Ist die Idee Bestandteil eines Textes, der schon verfasst wird, stopfe ich die Idee dazu und arbeite sie nachträglich ordentlich ein. Gehört der Gedanke zu einem Text, den es noch nicht gibt, bleibt er so lange auf der ersten Seite stehen, bis ich an die Stelle komme, wo er hinpasst. Manchmal ändert sich dadurch der Verlauf der Handlung, dann folge ich dem neuen Weg.
Bisher ist es mir nur selten passiert, dass ich eine Idee verwendet habe und nachträglich wieder entfernen musste, weil sie die Geschichte in eine Richtung verdreht hatte, mit der ich nichts mehr anfangen konnte.
Die meisten Ideen finden früher oder später Verwendung. Gelegentlich lese ich ein Buch, in dem genau meine einzigartige, extrem originelle, nie dagewesene Idee zu finden ist. Dann überlege ich, den Autor zu klagen, denke eine Weile darüber nach und verwerfe lieber dann einfach meine Idee. Zum Glück gibt es viele davon.
Sonntag, 26. August 2012
Eigene Lieblingstexte - Erzählungen
Dieser Artikel widmet sich meinen Erzählungen. Die Romane bekommen einen eigenen Beitrag.
Am Anfang steht eine ganz einfache Frage: Habe ich Lieblingsgeschichten unter den Texten, die ich geschrieben habe? Antwort: Ja, klar. Darauf folgt auch gleich die zweite Frage: Heißt das, die anderen Geschichten mag ich nicht sonderlich? Antwort: Nein, auf keinen Fall.
Die Sache ist ganz einfach: Ich mag alle meine Geschichten. Sonst hätte ich sie nicht veröffentlicht. Ich lasse mich zwar dummerweise hin und wieder aus dem Konzept bringen oder verunsichern, aber unterm Strich ist die Sache tatsächlich so simpel: Von allen Geschichten, die ich bisher veröffentlicht habe, mag ich jede einzelne. Von der Praxis, eine Handvoll tolle Texte mit einem Stapel Füllmaterial auffetten, halte ich nichts. (Das ist eine Sache, die mich oft bei Musik-CD's rasend gemacht hat.)
Am Anfang steht eine ganz einfache Frage: Habe ich Lieblingsgeschichten unter den Texten, die ich geschrieben habe? Antwort: Ja, klar. Darauf folgt auch gleich die zweite Frage: Heißt das, die anderen Geschichten mag ich nicht sonderlich? Antwort: Nein, auf keinen Fall.
Die Sache ist ganz einfach: Ich mag alle meine Geschichten. Sonst hätte ich sie nicht veröffentlicht. Ich lasse mich zwar dummerweise hin und wieder aus dem Konzept bringen oder verunsichern, aber unterm Strich ist die Sache tatsächlich so simpel: Von allen Geschichten, die ich bisher veröffentlicht habe, mag ich jede einzelne. Von der Praxis, eine Handvoll tolle Texte mit einem Stapel Füllmaterial auffetten, halte ich nichts. (Das ist eine Sache, die mich oft bei Musik-CD's rasend gemacht hat.)
Aber natürlich gibt es immer wieder Stories, auf die man als Autor ganz besonders stolz ist. Das kann gar nicht anders sein. Es gibt Momente, da kommt alles zusammen und am Ende steht eine Geschichte, die man so nicht geplant hat und die einen selbst beeindruckt.
Ein paar davon möchte ich hier kurz erwähnen:
Im Band Am Anfang war die Tat ist es die Titelgeschichte. Das war die erste Story, die ich in der fiktiven Stadt Criterion angesiedelt habe. (Criterion ist eine wunderbare Schöpfung, die ich selbst erst nach und nach erforschen muss. Es gibt ein paar Erzählungen von dort, weitere werden folgen, vielleicht sogar ein Roman.) Die Geschichte kommt ganz ohne Dämonen und Monster aus. Statt dessen gibt es Äxte. Und Zorn und Frust. Und viele Körperteile. Oh, und da das eine meiner Geschichten ist, findet sich jede Menge expliziter Sexkram darin.
Im Band Am Anfang war die Tat ist es die Titelgeschichte. Das war die erste Story, die ich in der fiktiven Stadt Criterion angesiedelt habe. (Criterion ist eine wunderbare Schöpfung, die ich selbst erst nach und nach erforschen muss. Es gibt ein paar Erzählungen von dort, weitere werden folgen, vielleicht sogar ein Roman.) Die Geschichte kommt ganz ohne Dämonen und Monster aus. Statt dessen gibt es Äxte. Und Zorn und Frust. Und viele Körperteile. Oh, und da das eine meiner Geschichten ist, findet sich jede Menge expliziter Sexkram darin.
Um mich gebetsmühlenartig zu wiederholen, ich bin auf jede einzelne Geschichte stolz, aber diese Story ist in diesem Band mein ganz persönlicher Favorit.
Im Band Ferve der Dreckfresser gibt es die sehr lange Erzählung "Expedition" auf die ich sehr stolz bin und es gibt die kürzere Geschichte "Teenieslasher", die eigentlich nur aus lesbischem Sex, mörderischem Gemetzel und zwei Ermittlern bei der Tatortbesichtigung besteht. Das zu schreiben war ziemlich erheiternd. Mir sind dabei all die sattsam bekannten Klischees aus Serialkiller Filmen im Kopf herumgespukt. "Expedition" ist wie die vorhin erwähnte Erzählung "Am Anfang war die Tat" ebenfalls in Criterion angesiedelt und unternimmt eine Reise in die Eingeweide der Stadt. Das wären die beiden Highlights, wenn ich welche auswählen müsste.
Im Band Killer Klown ist es besonders die Geschichte "Jagdinstinkt", die ich ins Herz geschlossen habe. Eine vollkommen durchgeknallte Splatterstory. Überdreht, ekelig, geil. Verdankt sehr viel dem frühen Sam Raimi. Die Geschichte soll eine Fortsetzung bekommen - ich bin einfach auf die Heldin scharf :-) "Chaos de luxe" ist ein kurzer Roman zum Thema "Wenn einer eine Reise tut...", bei dem mir die Stimmung besonders gut gefällt.
Der Band Is' was, Doc ist im positiven Sinn problematisch. Da bin ich sowohl auf die Titelgeschichte, auf die Story "Und es begab sich" sowie auf "Sägespäne in Blut" sehr stolz. Ich mag auch die vierte Erzählung, "Der Chirurg der Unterwelt" sehr gern, natürlich. Aber die Wahl zwischen den ersten drei Geschichten fällt mir schwer. Alle sind lang und schräg. Und vor allem "Is' was, Doc" enthält viel (kranken) Sex - gepaart mit Wahnsinn. Buchstäblich todschick. "Und es begab sich" ist eine alternative Schöpfungsgeschichte und "Sägespäne im Blut" ... ach, selber lesen, das ist einfacher.
Ich mag auch die Geschichten, die anderswo erschienen sind, so "Cooking Kangoo" im Super Pulp 2 von Evolver Books. Eine Science Fiction Geschichte, die immer wieder als Cyberpunk deklariert wird, was gar nicht meine Absicht war.
Und es gibt die (zum jetzigen Zeitpunkt) noch unveröffentlichte Story "Ein einfacher Tag für ein
einfaches Gemüt", die für eine Anthologie von Sven Klöpping bei p.machinery vorgesehen ist. (Das ist mein derzeitiger Stand des Wissens - ob überhaupt was aus dieser Anthologie wird, weiß ich gar nicht). Auch "Ein einfacher Tag für ein einfaches Gemüt" ist eine Science Fiction Geschichte, mythologisch-esoterisch angehaucht, durchaus derb.
Ich mag alle Geschichten, wirklich. Aber wäre ich durch widrige Umstände (Weltuntergang oder so) gezwungen, ein paar Lieblinge auszusuchen, dann wären es von den bisher veröffentlichten Werken die genannten Erzählungen.
Im Band Ferve der Dreckfresser gibt es die sehr lange Erzählung "Expedition" auf die ich sehr stolz bin und es gibt die kürzere Geschichte "Teenieslasher", die eigentlich nur aus lesbischem Sex, mörderischem Gemetzel und zwei Ermittlern bei der Tatortbesichtigung besteht. Das zu schreiben war ziemlich erheiternd. Mir sind dabei all die sattsam bekannten Klischees aus Serialkiller Filmen im Kopf herumgespukt. "Expedition" ist wie die vorhin erwähnte Erzählung "Am Anfang war die Tat" ebenfalls in Criterion angesiedelt und unternimmt eine Reise in die Eingeweide der Stadt. Das wären die beiden Highlights, wenn ich welche auswählen müsste.
Im Band Killer Klown ist es besonders die Geschichte "Jagdinstinkt", die ich ins Herz geschlossen habe. Eine vollkommen durchgeknallte Splatterstory. Überdreht, ekelig, geil. Verdankt sehr viel dem frühen Sam Raimi. Die Geschichte soll eine Fortsetzung bekommen - ich bin einfach auf die Heldin scharf :-) "Chaos de luxe" ist ein kurzer Roman zum Thema "Wenn einer eine Reise tut...", bei dem mir die Stimmung besonders gut gefällt.
Der Band Is' was, Doc ist im positiven Sinn problematisch. Da bin ich sowohl auf die Titelgeschichte, auf die Story "Und es begab sich" sowie auf "Sägespäne in Blut" sehr stolz. Ich mag auch die vierte Erzählung, "Der Chirurg der Unterwelt" sehr gern, natürlich. Aber die Wahl zwischen den ersten drei Geschichten fällt mir schwer. Alle sind lang und schräg. Und vor allem "Is' was, Doc" enthält viel (kranken) Sex - gepaart mit Wahnsinn. Buchstäblich todschick. "Und es begab sich" ist eine alternative Schöpfungsgeschichte und "Sägespäne im Blut" ... ach, selber lesen, das ist einfacher.
Ich mag auch die Geschichten, die anderswo erschienen sind, so "Cooking Kangoo" im Super Pulp 2 von Evolver Books. Eine Science Fiction Geschichte, die immer wieder als Cyberpunk deklariert wird, was gar nicht meine Absicht war.
Und es gibt die (zum jetzigen Zeitpunkt) noch unveröffentlichte Story "Ein einfacher Tag für ein
einfaches Gemüt", die für eine Anthologie von Sven Klöpping bei p.machinery vorgesehen ist. (Das ist mein derzeitiger Stand des Wissens - ob überhaupt was aus dieser Anthologie wird, weiß ich gar nicht). Auch "Ein einfacher Tag für ein einfaches Gemüt" ist eine Science Fiction Geschichte, mythologisch-esoterisch angehaucht, durchaus derb.
Ich mag alle Geschichten, wirklich. Aber wäre ich durch widrige Umstände (Weltuntergang oder so) gezwungen, ein paar Lieblinge auszusuchen, dann wären es von den bisher veröffentlichten Werken die genannten Erzählungen.
Die Texte, die noch ihrer Veröffentlichung bzw. ihrer Fertigstellung harren, habe ich hier extra noch nicht genannt. Da wird sich erst zeigen, wo die persönlichen Lieblinge heranwachsen. Ich sage nur so viel, es gibt schon jetzt ein paar Verdächtige :-)
Donnerstag, 23. August 2012
Die Cover und ihr Sinn
[Dieses Posting habe ich am 15.08.2012 zuerst auf meiner Website veröffentlicht. Ich setze es hier nochmal ein, gewissermassen zur Eröffnung des Reigens.]
![]() |
| Die Cover der 4 Erzählbände |
Geht man mal die angebotenen Bücher der Reihe nach durch, sieht man Klischee auf Klischee gereiht. Alles mit dem Argument, der Leser will es so. Ich weiß nicht, will es "der Leser", "die Leserin" wirklich so?
Für mich gesprochen, ich finde manch wiederkehrendes Gestaltungselement inzwischen derart abgelutscht und fad, mich schrecken diese "genormten" Cover zum Teil schon ab. Immer die gleichen Zierelemente, der gleiche Typ Model, unendlich ähnliche Schriften. Ödnis pur.
Die Geschichten, die sich hinter den Covern verbergen, sind unzweifelhaft der Ecke des Horror/Splatter zuzurechnen. Es gibt Kreaturen, Killer, Monster, Vampire, Irre und sonstiges. Es wird gemordet, gemetzelt, ausgeweidet, geblutet. Es gibt jede Menge explizit geschilderten Sex.
Die Titelbilder spiegeln all das vermutlich nur unzureichend wieder. Ziemlich sicher könnte man mit der Kombination mehrerer Stockfotos den Inhalt treffender erläutern. Was ich mit den Bildern darstellen will, ist eine gewisse Stimmung.
Das Hintergrundgelb ist als Anspielung (nicht ident!) an die Giallos gedacht, jene italienischen Schundkrimis mit gelben Umschlägen, deren filmische Gegenstücke in den Werken von Mario Bava und Co. zu finden sind.
Die Schrift passt nun, habe ich mir sagen lassen, gar nicht dazu. Sie ist zwar nicht unattraktiv, aber langweilig. Mag sein. Ich finde sie tatsächlich schön und gut lesbar und gar nicht so fad. Sie tut genau das, was sie soll: Sie ist gut lesbar. Am Bildschirm, auf Papier gedruckt. Sollte wohl das Wichtigste sein, was eine Schrift tut. Meine amateurhafte Meinung.
Allem haftet eine gewisse Trashigkeit an, ein lockerer Umgang mit Realität, Logik und Stil, gepaart mit überaus brutalen Gewaltszenen. Ich mag diese Art von Geschichten und Filmen und in den italienischen Ramschbüchern- und Filmen findet sich die perfekte Umsetzung dieses oft haarsträubenden Unfugs. Darum das Gelb. Darum auch all die anderen Elemente im Cover, Messer, rote, unecht aussehende Blutspritzer, das Model, das definitv kein professionelles Model ist. Nicht zuletzt die überdrehten, kreischenden Farben.
Nicht alle Trash-Elemente habe ich bewusst in Szene gesetzt, einiges davon ist mir - mangels entsprechender handwerklicher Fähigkeit - durchaus passiert und ich habe es dann einfach weiterentwickelt und benutzt.
Professionelle Grafiker bekommen von den Bildern vermutlich ein nervöses Augenzucken und das die Cover polarisieren, hab ich schon festgestellt - zwischen totaler Ablehnung und fröhlicher Zustimmung ist mir inzwischen alles untergekommen.
Vor allem die Ablehnung hat mich zum Zweifeln gebracht, ob es wirklich gut ist, die Bilder zu belassen, ob ich nicht besser auf Kombinationen von Stockfotos zurückgreifen sollte. Vielleicht mache ich das irgendwann mal. Erläutern zu müssen, warum die Motive so sind, wie sie sind, ist meistens ein schlechtes Zeichen. Ein falscher Eindruck verhindert durchaus auch den Verkauf des Produkts - und mal ehrlich, ich poste auch die Links zu den Büchern in diesen Blogeintrag, weil ich die Geschichten verkaufen will.
Trotz aller Kritik an den Bildern und auch in dem Wissen, dass die Cover nicht vor den Augen von Profis bestehen können, bin ich doch auch ein wenig stolz auf die Bilder. Mir gefallen sie nämlich. Sie sind - unberücksichtigt von allen anderen Dingen - einmalig, sie sind in mühevoller Arbeit selbst fabriziert und sie haben für mich ihre Existenzberechtigung.
Ob sie das tun, was sie sollen, weiß ich schwer zu sagen. Ich habe mir auf jeden Fall Gedanken gemacht. Sie sollen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und sie sollen die wilden Geschichten verkaufen, die dergestalt angeboten werden. Die Bilder sollen sagen: He, hier gibt es Trash - Gewalt, Sadismus, Sex, Gemetzel.
Und jetzt möchte ich natürlich die zu den Bildern gehörenden Bücher voll mit guten Geschichten empfehlen (Oh, und nicht irritieren lassen, die Seitenschätzungen von Amazon liegen gut 50 Seiten unter dem, was in InDesign für ein Taschenbuch mit Standardsatz gezählt wird):
Am Anfang war die Tat: jetzt bei Amazon, bald auch in allen anderen eBook Läden
Ferve der Dreckfresser: jetzt bei Amazon, bald auch in allen anderen eBook Läden
Killer Klown: jetzt bei Amazon, bald auch in allen anderen eBook Läden
Is' was, Doc?: jetzt bei Amazon, bald auch in allen anderen eBook Läden
Der erste Eintrag
Das ist, wie soll es anders sein, der erste Eintrag im Blog. Meine bisherigen Postings haben alle auf meiner Website, Kultplatz.net, ihren Platz gehabt. Aber da ich dort gröbere Umbauten vorhabe und die Seite generell neu ausrichten will, sind die Blogeinträge hierher ausgesiedelt.
Soweit, so gut. Gute Unterhaltung!
Wie der Titel "Subjektive Sicht" schon sagt, schreibe ich hier über Dinge, die mich bewegen - und das natürlich aus meiner Sicht. Einen Anspruch auf Objektivität erhebe ich nicht, das wäre langweilig und außerdem Quatsch.
Hauptsächlich, aber natürlich nicht nur, wird es ums Schreiben gehen. Schreiben von Erzählungen, Romanen, was auch immer so dazukommt. Da ich selbst schreibe, ist das wohl naheliegend. :-)
Auch Filmkommentare habe ich gelegentlich vor und natürlich Rezensionen von Büchern - hier in einer Kurzfassung, auf der Website dann ausführlich.
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