Fortschritt. Für Interessierte.
Es gibt (vor ein paar Tagen auf Facebook gesehen) ein Zitat von Jack Vance: "The less a writer discusses his work—and himself—the better. The master
chef slaughters no chickens in the dining room; the doctor writes
prescriptions in Latin; the magician hides his hinges, mirrors, and
trapdoors with the utmost care."
Schlicht auf den Punkt gebracht - red nicht über dich und deine Arbeit, sondern schreib einfach. Grundsätzlich kann man dem zustimmen. Auf der anderen Seite ist Jack Vance ein Kind seiner Zeit gewesen, geboren 1916. Seitdem haben sich die Zeiten drastisch geändert. Leser heute honorieren Informationen aus der Werkstatt des Autors. Eine gewissen Medienpräsenz scheint unumgänglich und ist so einfach wie nie zu vor zu managen.
Die Schwierigkeit liegt eigentlich nur darin, das Gleichgewicht über die Menge und den Inhalt der Informationen zu finden - und - die Zeit, die man dafür erübrigen kann/will/muss. Beispiele gibt es mehr als genügend, für das eine oder andere Extrem. Welchem Autor was mehr liegt, das muss wohl jeder für sich selbst rausfinden.
Mindestausstattung ist wohl ein Blog. Besser natürlich eine Website. Wo, wenn nicht in deinem ganz persönlichen Schaufenster, willst du eine Daueraustellung deiner Werke einrichten? Oder eben einen Einblick in die Werkstatt gewähren?
Social Media ist schwieriger zu beurteilen. Was für einen Autor funktioniert, muss für den anderen nicht ebenfalls Bedeutung haben. Facebook, Google+, Twitter, Tumblr, Instagramm, weiß der Teufel. Das ist eine Angelegenheit von try and error.
Ich denke, das Zitat von Jack Vance ist leicht abgewandelt immer noch anwendbar: "Kümmere dich hauptsächlich um deine Schreibarbeit, aber lass deine Leser wissen, dass du arbeitest."
So könnte man Vance abwandeln. Der Umfang dieser Information/Kommunikation bleibt jedem Autor überlassen.
Na dann.
Grüße, John
Über Schreiben, Lesen und andere Dinge, die gelegentlich durch mein Hirn wandern und ihre Spuren hinterlassen.
Donnerstag, 16. Januar 2014
Sonntag, 12. Januar 2014
Visionarium
Ich möchte zwischendurch mal auf dieses Projekt hinweisen -> hier. Das Visionarium ist ein Herzensprojekt von Bernhard Reicher von der Edition Gywdion und Doc Nachtstrom, dem ruhelosen, umtriebigen Geist hinter zahlreichen Kreativprojekten in Literatur und Musik.
"Die Gazette für phantastische Abwege" ist ein köstlicher Untertitel. Der Webauftritt des Magazins heißt "Absinth für den Geist", passend zur farblichen Gestaltung des Projekts. Perfekt, stimmig, originell.
Das sind Kleinigkeiten und Details, die für mich ein Herzensprojekt der Schöpfer kennzeichnen. Und dass ich auch einen Betrag in Form einer SF-Story dazu leisten durfte, freut mich ungemein. Ich bin ziemlich neugierig, wie das Ding werden wird - demnächst mehr :-)
"Die Gazette für phantastische Abwege" ist ein köstlicher Untertitel. Der Webauftritt des Magazins heißt "Absinth für den Geist", passend zur farblichen Gestaltung des Projekts. Perfekt, stimmig, originell.
Das sind Kleinigkeiten und Details, die für mich ein Herzensprojekt der Schöpfer kennzeichnen. Und dass ich auch einen Betrag in Form einer SF-Story dazu leisten durfte, freut mich ungemein. Ich bin ziemlich neugierig, wie das Ding werden wird - demnächst mehr :-)
Dienstag, 7. Januar 2014
News zum Schreiben
Ein Auszug eines Postings auf meiner Website - zur Gänze -> hier zu lesen.
Der zweite Roman rund um She wird Prinzessin: Armee der Finsternis heißen. Erscheinungstermin ist für Mai 2014 vorgesehen, heißt, ich tippe mir schon die längste Zeit die Finger wund. Zum Buch selbst – es wird einen Tick umfangreicher als der erste Band und komplexer.
Prinzessin war auf wenige Personen konzentriert – gerade mal She und ihre Gegenspieler. Der zweite Band wird einen breiteren Einblick in die devastierte Welt der Heldin bieten. Nicht weniger hart und freizügig, aber mit mehr handelnden Figuren, komplexer in der Geschichte. Die Welt hat viele faszinierende Schrecken zu bieten und ein paar davon wollen wir auf dieser Reise erkunden. Das braucht mehr Platz und mehr Personal … und die Wiederkehr einiger alter “Freunde”. Macht unheimlich Spaß, an dem Ding zu arbeiten.
Die Romane und Erzählung(en) rund um She gehören ins “Fucked Future Universe“, in dem dieses Jahr auch eine Geschichte namens “Drool” erscheinen wird, die nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit She steht, aber … naja, selbst lesen, wenn das Ding draußen ist. In welcher Form sie kommen wird, weiß ich noch nicht.
Was gibt es noch? Voraussichtlich im Jänner erscheint im Visionarium, einer Wiederbelebung des Pulp-Magazins, ein ehrgeiziges Projekt der Edition Gwydion, eine Erzählung von mir, eine Science Fiction Story mit dem Titel Ein strahlend schöner Morgen: Einige Jahre in der Zukunft, ein lebensgefährlich heißer Tag und einigen Personen geschehen unschöne Dinge …
Ich arbeite an zwei – noch ohne Titel – Kurzromanen, die ebenfalls dieses Jahr rauskommen werden, Frühsommer, Spätsommer/Herbst, meine Schätzung. In einem Bändchen gibt es eine Menge Tentakel
.
Wenn alles so läuft, wie es soll, geht sich für Spätherbst noch ein Thriller aus – nein, keine weichgespülte Geschichte, sondern ein beinharter, blutiger, brutaler Roman mit einer Geschichte, die so trivial, verdreht, bizarr und abartig ist, wie es Menschen sein können … Titel habe ich noch keinen. Es stehen die Grundidee und ein paar Entwürfe für Szenen.
Der zweite Roman rund um She wird Prinzessin: Armee der Finsternis heißen. Erscheinungstermin ist für Mai 2014 vorgesehen, heißt, ich tippe mir schon die längste Zeit die Finger wund. Zum Buch selbst – es wird einen Tick umfangreicher als der erste Band und komplexer.
Prinzessin war auf wenige Personen konzentriert – gerade mal She und ihre Gegenspieler. Der zweite Band wird einen breiteren Einblick in die devastierte Welt der Heldin bieten. Nicht weniger hart und freizügig, aber mit mehr handelnden Figuren, komplexer in der Geschichte. Die Welt hat viele faszinierende Schrecken zu bieten und ein paar davon wollen wir auf dieser Reise erkunden. Das braucht mehr Platz und mehr Personal … und die Wiederkehr einiger alter “Freunde”. Macht unheimlich Spaß, an dem Ding zu arbeiten.
Die Romane und Erzählung(en) rund um She gehören ins “Fucked Future Universe“, in dem dieses Jahr auch eine Geschichte namens “Drool” erscheinen wird, die nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit She steht, aber … naja, selbst lesen, wenn das Ding draußen ist. In welcher Form sie kommen wird, weiß ich noch nicht.
Was gibt es noch? Voraussichtlich im Jänner erscheint im Visionarium, einer Wiederbelebung des Pulp-Magazins, ein ehrgeiziges Projekt der Edition Gwydion, eine Erzählung von mir, eine Science Fiction Story mit dem Titel Ein strahlend schöner Morgen: Einige Jahre in der Zukunft, ein lebensgefährlich heißer Tag und einigen Personen geschehen unschöne Dinge …
Ich arbeite an zwei – noch ohne Titel – Kurzromanen, die ebenfalls dieses Jahr rauskommen werden, Frühsommer, Spätsommer/Herbst, meine Schätzung. In einem Bändchen gibt es eine Menge Tentakel
Wenn alles so läuft, wie es soll, geht sich für Spätherbst noch ein Thriller aus – nein, keine weichgespülte Geschichte, sondern ein beinharter, blutiger, brutaler Roman mit einer Geschichte, die so trivial, verdreht, bizarr und abartig ist, wie es Menschen sein können … Titel habe ich noch keinen. Es stehen die Grundidee und ein paar Entwürfe für Szenen.
Sonntag, 5. Januar 2014
Blade Runner und Weltherrschaft
In seinem Audiokommentar zu BladeRunner – The Final Cut spricht Regisseur Ridley Scott gleich zu
Beginn davon, dass er diese Welt immer als eine gesehen hat, die von
drei Konzernen beherrscht wird. Ich habe daraufhin eine Weile
herumüberlegt, was dieses Dreigestirn aus heutiger Sicht wohl sein
könnte und bin zu folgendem Ergebnis gelangt: Nestlé, Amazon,
Google.
Ich bin zwar nicht der Hellste, was
wirtschaftliche- und generelle Zusammenhänge angeht, oder aber was
die Weiterentwicklung unserer Gesellschaft betrifft, aber wen es
interessiert, der kann gern meine trivialen Gedanken dazu nachfolgen
und daraus machen, was immer ihm auch gefällt. Sprich, korrigieren,
verwerfen, bestätigen, neu aufstellen, wtf auch immer.
Es gibt zu allen Unternehmen eine
Vielzahl an Informationen im Internet zu finden. Es gibt etliche
Dokumentationen, in denen der Konzern ein Thema ist – Wie feed the
World, Bottled Water u.a. Es gibt Online sehr viel zu finden. Es gibt
Sach- und Fachliteratur, die informiert. Ein paar Links habe ich am
Ende des Artikels zur Übersicht zusammengestellt. Weiterführende
Informationen kann sich jeder selbst suchen.
Ich betreibe hier kein Konzernbashing
und liefere schon gar keine seriöse Abhandlung über die
skrupellosen Machenschaften von Konzernen – weit davon entfernt.
Für sowas bin ich gar nicht kompetent genug. Ich will einfach nur
ein paar Gedanken loswerden, die ein cleverer Science Fiction Film,
der auf einem cleveren Buch beruht, ausgelöst hat. That's all,
folks.
Nestlé:
Ein ursprünglich Schweizer
Unternehmen, ist der weltgrößte Lebensmittelkonzern. Nespresso,
Buitoni, Alete, Maggi, Smarties, After Eight, Kitkat, Original Wagner
Pizza, Schöller, Oreo, Nestea (Joint-Venture mit Coca Cola), Vittel,
Nescafé, und zahllose andere. Übrigens gibt es → hier
und → hier
sehr schöne Grafiken, die zeigen, was welchem Lebensmittelkonzern
gehört. Erstaunlich. Außerdem gehören 30% des L'Oreal Konzerns
Nestlé.
Weiß George Clooney eigentlich, dass
er Werbung für einen Konzern macht, der weltweit Quellen aufkauft,
das Wasser demineralisiert, mit eigene Mineralien versetzt und dieses
nach eigener Norm fabrizierte Einheitsgemisch global in die Läden
stellt, auch und vor allem in Ländern, in denen Wassermangel
herrscht? Nestlé ist weltweit führend, wenn es darum geht,
Trinkwasser zu kommerzialisieren. Nestlé unterhält in Kolumbien
mehr Bewaffnete zum Schutz seines Eigentums als die kolumbianische
Armee.
Unter all den Konzernkraken ist Nestlé
mit Vorsprung der größte, überaus skrupellos und darauf bedacht,
die eigene Vormachtstellung weiter auszubauen. Der Konzern verfügt
über rund 2000 Marken, mit denen er sich rund um den Globus in fast
jeden Haushalt gezwängt hat. Nestlé ist gekommen um zu bleiben und
zu herrschen.
Was meinen Haushalt angeht, so findet
sich da überraschenderweise kein Nestlé Produkt – bedingt durch
eine vor Jahren notwendigerweise durchgeführte Umstellung der
Ernährung. Man kann diesen Kraken also tatsächlich noch vermeiden. Irgendwann
vermutlich nicht mehr.
Amazon:
Der weltweit größte, aggressivste und
am geschicktesten agierende Internetladen, der wirklich jeden
Scheißdreck verkauft, den man sich wünschen kann. Amazon agiert
nicht mehr oder weniger skrupellos als andere Konzerne und ist
vielfältig tätig. Hardwarehersteller, Buchverlag, Film- und TV
Produktion, Cloudspeicher-Anbieter. Der Datensammler Alexa und die
IMDb, die Internet Movie Database befinden sich ebenfalls in Händen
Amazons.
Bei uns ist es gerade wieder einmal in,
auf Amazon einzudreschen betreffend Mitarbeiter, Arbeitsbedinungen
usw... → hier
gibt es eine sehr sachliche Behandlung dieses Themas, die
relativiert. Relativiert, nicht verteidigt. Der Konzern ist nicht
schlimmer als andere Unternehmen, er geht naturgemäß so weit, wie
es die Gesetze ermöglichen. Das heißt, das Problem ist woanders
beheimatet.
Amazon bindet über Kindle und die eigenen, geschlossenen, Dateiformate Millionen Leser und Käufer an
sich. Der Konzern bindet eine Menge Self-Publisher an sich, da er das
selbständige Verlegen von eBooks und Printbüchern über CreateSpace
enorm vereinfacht. Damit vergrößert er auch sein Angebot bedeutend
weiter als es andere Onlinhändler ermöglichen. Zwar agiert der
Konzern da auch recht scheinmoralisch, aber so lange eine saubere
Oberfläche präsentiert wird...
Amazon ist ein total an Kunden und
Gewinn orientiertes Unternehmen mit langfristigen Strategien, das
sich in zunehmehmend mehr Geschäftsbereiche ausbreitet. Nirgends ist
es so einfach einzukaufen und passende Empfehlungen zu bekommen. In
dieser Beziehung sind sie konkurrenzlos erfolgreich. Wie mit
Verlagen, Herstellern und Lieferanten umgesprungen wird – oft
herablassend, arrogant oder komplett ignorant, ist eine andere Sache.
Aber in Sachen Kundenbindung und Entgegenkommen sind sie kaum
schlagbar. Amazon geht ab 2014 dazu über, eigene, reale Läden zu
errichten und experimentiert mit Roboterdrohnen zwecks
Paketzustellung.
Amazon ist zum Synonym für Ich
bekomme alles was ich will ganz einfach und schnell.
Mit diesem Service für die eigene Faulheit wird der Konzern uns noch
lange Pakete bringen.
Ich benutze Amazon aus mehreren
Gründen. Es geht schnell. Es ist oft günstiger als im lokalen Laden
und ehrlich gesagt kann ich mir solche Aufpreise einfach nicht
leisten – das summiert sich und bei einem
durchschnittlich niedrigen Familieneinkommen muss man sorgfältig rechnen. Ich
benutze auch das Partnerprogramm von Amazon. Tja. Wie gesagt –
Amazon macht es extrem einfach, seine Dienste und Angebote zu nutzen.
Google:
Wissen: Google Suche.
Kommunikation: G-Mail. Social-Web: Google+.
Meinungsbildung: Blogger (blogspot). Entertainment: YouTube.
Cloud-Service: Google Drive und Google Docs.
Orientierung: Google Maps. Werbung: Google AdWords.
Orientierung: Google StreetView. Sitestatistiken: Google
Analytics. Bildverwaltung: Picasa. Browser: Chrome.
Betriebssystem: Android. Virtualität: Google Glass.
Kommunikation: Handys, Tabletts. Hersteller: Motorola.
Robotik: Boston Dynamics. Entertainment: Google Play.
Google ist mit seiner enormen
Bandbreite an Produkten für den modernen Alltag nicht mehr aus
unserem Leben wegzudenken. Wir sind durchleuchtet, werbetechnisch
erfasst, werden überwacht und analsysiert und mit personalisierter
Werbung umspült. Alles ist ineinander verzahnt und kostenlos –
nicht gratis. Wir bezahlen. Mit unserer Privatsphäre.
Die große Frage ist aber für mich,
was erwartet sich Google vom Erwerb von Boston Dynamics? Der
weltweit führende, vom US-Militär gesponsorte Entwickler in Sachen
Robotik in den Händen des privaten Unternehmens Google? Lässt
faszinierende Entwicklungen erwarten – und erschreckende
Möglichkeiten in den Sinn kommen. Boston Dynamics – Big Dog,
Cheetah, Atlas. Videos dazu finden sich in → diesem Artikel. Beeindruckend. Ein paar mehr davon auf der Site des Herstellers - Sandflea und RHex z.B.
Wird Google eines Tages Cyberdyne
Systems sein? Oder Weyland-Yutani? Oder Tyrell? Oder
Tochterfirmen mit diesen Namen haben? ;-)
Dabei ist das nichtmal die erste
Robotikfirma, die sie erworben haben. Google verfügt über einen
ganzen Schwarm solcher Unternehmen, darunter als populäres Beispiel
die Firma Bot & Dolly, deren Roboterkameras beim Film Gravity
eingesetzt wurden.
Womit sich der Kreis über die
Roboterkamers zu Blade Runner schließt. Ein Film über künstliche
Menschen und einen Konzern, der über die entsprechende Hard- und
Software verfügt, die Tyrell Cooperation.
Wären der Roman von
Philip K. Dick und die Verfilmung nicht schon 1968 und 1982
erschienen, könnte man Blade Runner als Film über eine von Google
dirigierte Welt interpretieren.
Dass die Androiden bei Dick das Nexus
6 Modell sind und Google eine ganze Palette von Nexus Geräten sein
eigen nennt, ist jetzt mehr witzig als sonstwas, Nexus ist ein doch
sehr weit gefächerter Begriff.
Auch Google ist in unserem Leben tief
verankert und los werden wir diesen Konzern auch nicht mehr so
schnell. Zu vielseitig sind die praktischen, kostenfreien und leicht
zugänglichen Produkte, mit denen sich der Konzern in Haushalten und
Unternehmen verankert hat.
Ich benutze, hat mich beim Zählen
gerade etwas erschreckt, 8 verschieden Servies von Google, mehr oder
weniger intensiv. Wahnsinn. Ich bewundere sie für ihre
Innovationskraft und Geschicklichkeit, ich stehe ihnen kritisch
gegenüber, was die Folgen ihres Tuns anbelangt. Aber entkommen? Das
geht nur sehr, sehr schwer.
Alle drei Konzerne werden sich immer
wieder verändern, neue Services schaffen, andere abschaffen, aber
sie werden bleiben, ihre Marktführerschaft weiter ausbauen und
unseren Alltag so weit dominieren, dass es kein Entkommen mehr geben
wird. Dann sind wir endgültig in der Welt des Blade Runner
angekommen. Was bleibt ist, all die Angebote mit kritischer Vorsicht
in Anspruch zu nehmen. Wie weit jemand annimmt oder ablehnt, ist
eine individuelle Sache, die man mit sich selbst ausmachen muss.
LINKS:
Nestlé – Unternehmen:
Nestlé – Marken:
Grafiken der Lebensmittelkonzerne:
Nestlé – Diverses:
Amazon – Unternehmen
Amazon – Arbeitsbedingungen
Amazon und die Moral
Google:
Google erwirbt Botson Dynamics:
http://www.theguardian.com/technology/2013/dec/17/google-boston-dynamics-robots-atlas-bigdog-cheetah
Freitag, 20. Dezember 2013
Nur kurz zwischendurch
Weil ich in den nächsten Tagen nicht viel Zeit hab, wünsch ich euch mal so auf die Schnelle schöne Feiertage und all den Kram, der jetzt bis Jahresende anfällt. Oh, und danke. Also: Alles Gute!
So, nachdem wir jetzt den rührseligen Kram erledigt haben ;-) zwei Teaser: Nummer Eins ist der erste Satz meines kommenden Romans, wird im Mai 2014 erscheinen. "Scheiße tropfte von der Decke."
Teaser Nummer zwei: Expendables 3. Sehr nett gemacht. Viel Vergnügen.
Und weil die ziemlich unterhaltsam durch den Fleischwolf gedrehte Musik ein Klassiker ist, hier das Original:
So, nachdem wir jetzt den rührseligen Kram erledigt haben ;-) zwei Teaser: Nummer Eins ist der erste Satz meines kommenden Romans, wird im Mai 2014 erscheinen. "Scheiße tropfte von der Decke."
Teaser Nummer zwei: Expendables 3. Sehr nett gemacht. Viel Vergnügen.
Und weil die ziemlich unterhaltsam durch den Fleischwolf gedrehte Musik ein Klassiker ist, hier das Original:
Dienstag, 17. Dezember 2013
Bewertung
Drüben in Scarecrows Area gibt es seit ein paar Tagen eine ziemlich coole Rezension von Prinzessin - und zwar genau hier. Die Leute dort finden übrigens auch ziemlich viele, sehr ... denkwürdige Trailer zu filmischen Perlen der Sonderklasse. Bemerkenswerter Trash darunter, cool. :-)
Um nur ein kleines Zitat aus der Rezension zu bringen, weil ich es genial und sehr witzig finde: "... denn hiergegen ist ein Edward Lee eine Märchentante und auch die Blutfontänen von Tim Currans "Zerfleischt" spritzen etwas niedriger." Zitat Ende.
Sehr geil. Ich liebe Edward Lee und schätze Tim Curran sehr. Allerdings bin ich auch ein klein wenig überrascht, was vermutlich daran liegt, dass ich wohl eine etwas einseitige Sicht darauf habe: Ich hätte nicht gedacht, dass das Buch als so heftig angesehen werden kann. Sicher, es ist derb, aber für mein Empfinden sind da Leute wie Edward Lee oder Wrath James White immer noch härter.
Hm, so kann man sich täuschen. Jedenfalls vielen Dank für dieses Kompliment.
Und jetzt - altvertraut und unvermeidlich: Prinzessin als eBook bei Amazon, als Paperback bei Amazon.
Um nur ein kleines Zitat aus der Rezension zu bringen, weil ich es genial und sehr witzig finde: "... denn hiergegen ist ein Edward Lee eine Märchentante und auch die Blutfontänen von Tim Currans "Zerfleischt" spritzen etwas niedriger." Zitat Ende.
Sehr geil. Ich liebe Edward Lee und schätze Tim Curran sehr. Allerdings bin ich auch ein klein wenig überrascht, was vermutlich daran liegt, dass ich wohl eine etwas einseitige Sicht darauf habe: Ich hätte nicht gedacht, dass das Buch als so heftig angesehen werden kann. Sicher, es ist derb, aber für mein Empfinden sind da Leute wie Edward Lee oder Wrath James White immer noch härter.
Hm, so kann man sich täuschen. Jedenfalls vielen Dank für dieses Kompliment.
Und jetzt - altvertraut und unvermeidlich: Prinzessin als eBook bei Amazon, als Paperback bei Amazon.
Montag, 2. Dezember 2013
Eine Art making-of
Warum sind Bücher so, wie sie sind?
Eine gute oder blöde Frage, je nachdem, wie man es sehen will. Die
simple Antwort lautet naheliegend: Weil der Autor das Ding so
geschrieben hat. Das ist richtig und greift zugleich viel zu kurz –
denn das führt gleich zur nächsten Frage und in Folge zu einem
ganzen Wust an Fragen – warum hat der Autor das Buch so
geschrieben? Was hat er sich dabei gedacht? Hat er sich überhaupt
was gedacht? Wo liegt der Sinn des Werkes begraben? Warum gibt es
diese Unschärfen und jene Mängel, warum, warum, warum …
Weil es mich gerade ziemlich reizt,
versuche ich im Folgenden, ein paar dieser Fragen zu beantworten und
nehme als Grundlage dafür meinen letzten Roman – Prinzessin. Der
Roman verkauft sich gut und spaltet die Leserschaft in Fans und
Gegner. Ideale Voraussetzungen, um ein wenig darüber zu plaudern.
Wie es bei mir im Blog häufiger der
Fall ist, werde ich die Gedanken völlig ungeordnet niederschreiben,
so, wie sie mir in den Sinn kommen. Sorry, Ordnungsfetischisten.
Der Blogeintrag ist frei von Spoilern.
Prinzessin ist eine negative Utopie,
ein düsterer Blick in eine Zukunft, die sein könnte. Das Naturell
des Buches ist daher von herbem Charakter, die Geschichte wühlt
geradezu in Schmutz und Ekeln. Ich glaube nicht, dass die Zukunft der
Menschheit nach einem Versuch der Selbstzerstörung in irgendeiner
Form schön sein kann. Im Gegenteil, eine solche Welt bietet die
ideale Voraussetzung zur Freisetzung der schlechtesten Seiten der
Menschen. Es gibt keinen Staat, keine Gesetze, keine Regeln. Im
Rahmen dessen, was die Welt zulässt, kann jeder seinen abgründigsten
Begierden und Bedürfnissen nachgehen, ohne Reue, ohne Einschränkung
und in vielen Fällen sicher auch ohne Konsequenzen fürchten zu
müssen.
Ein kleiner Vorgeschmack davon findet
sich in den Nachrichten, ganz egal ob TV oder Internet. Nachrichten
sind eine Ansammlung von Widerwärtigkeiten, die von Sklaverei über
Kinderficker bis hin zu religiös motivierter Gewalt jeden Ekel
bereit halten, zu dem Menschen fähig und willig sind. Selbst wenn
man die Hälfte der täglichen Dosis Wahnsinn als mediale
Übertreibung weglässt, bleibt eine Menge Irrsinn übrig. Und was
wohl passiert, wenn man dazu noch alle Grenzen der Zivilisation
beseitigt? The Purge, zur x-fachen Potenz.
Prinzessin ist dieser Sichtweise
entsprungen und ist konsequent wenig freundlich.
Das Buch hat sich von selbst
geschrieben. Das heißt, ich bin vor dem Computer gesessen und habe
abgetippt, was mir die Figuren geflüstert haben, was sie tun und
wohin sie gehen. Ich hatte eine Vorstellung davon, wo die Reise
beginnen sollte und wohin sie im zweiten Band führen wird, aber die
Dinge dazwischen sind von selbst gewachsen.
Die Perspektive des Erzählers ist jene
der Protagonisten/Antagonisten – wobei die Grenze zwischen den
Guten und den Bösen eigentlich nicht vorhanden ist. Das heißt, der
Leser erfährt nicht viel mehr, als gerade das, was die Figuren
bewegt und was diese über die Welt wissen. Damit verzichtet das Buch
auf ein paar Dinge.
Zum einen auf eine genaue geographische
Position. Das wissen die Figuren einfach nicht. Es spielt für sie
auch keine Rolle. Die Welt ist im Arsch und wo genau sie durch die
Scheiße waten, das ist bedeutungslos. Es zählt nur, wie tief sie im
Dreck stecken, mal bis zu den Knöcheln, dann bis zu den Hüften. Das
Wetter ist überall mies, die Umwelt global tödlich, fremd,
bösartig, die Mitmenschen sowieso nur mit Vorsicht zu genießen. Auf
welchem Kontinent sie herumtorkeln – scheißegal.
Worauf die Geschichte ebenso verzichtet
ist eine gewisse Korrektheit, was Daten, Fakten, Anatomie, Waffen und
anderen Kram betrifft. Die surreale Welt, das Durcheinander in den
Gehirnen, Fetzen von Erinnerungen an ein voriges Leben, alles
zusammen trägt zu einer gewissen Verzerrung der Wahrnehmung bei.
Keine der Figuren sieht, was
tatsächlich vor sich geht, was wirklich ist, und wir als Leser
erfahren diese Dinge auch nur gefiltert durch dieses eingeschränkte
Weltbild. Damit einher geht natürlich ein Mangel an CSI-artiger
Genauigkeit. Wenn eine Waffe irgendwo durch den Körper gezogen wird,
dann erleben wir, was sich die Protagonisten denken, was passiert,
aber nicht, was in Wirklichkeit geschähe. Weinn Kugeln Löcher in
Körper reißen, dann sehen wir, was die Figuren wahrnehmen, nicht
das, was dabei tatsächlich geschieht.
Wobei wir den Begriff der Wirklichkeit
jetzt mal ganz vorsichtig benutzen und eine Diskussion darüber, wie
wirklich unsere Wirklichkeit wirklich ist, schön unterlassen ;-)
Menschen, die tagtäglich ums Überleben
kämpfen und bei jeder Begegnung darauf gefasst sein müssen, dass
ihr Gegenüber ein Messer in ihre Eingeweide rammen könnte,
zerbrechen sich eher weniger den Kopf darüber, wo sie wie die Waffe
am schnellsten und effektivsten in den Körper rammen. Es geht um Ich
oder Du. Adrenalin und lebensbestimmender Irrsinn überrennen alles
andere. Vor allem Details. Aus dieser Perspektive heraus erzählt das
Buch.
Ich würde nicht eine einzige Figur als
… hüstel … normal nach unseren jetzigen Vorgaben bezeichnen.
Soziopathisch, schlichtweg irre, gewaltbereit, sexbesessen,
krankhaft, unter dem Einfluß von allerlei Dingen stehend und nicht
in der Lage, die Welt klar und nüchtern zu sehen.
Die Reise von She durch diese Welt ist
wie ein surrealer, böser Trip, der die Protagonistin von einem
Extrem ins andere stolpern lässt. Die Leser stolpern mit ihr.
Der Sex in dem Buch ist pornografisch,
überaus dreckig, zum Teil geil, zum Teil abstoßend. Menschlich
eben. Ich lese sowas gerne und darum schreibe ich auch gern darüber.
Nicht immer, auch hier gilt, die Geschichte gibt den Grad der
Obszönität vor, und der Autor lässt diesen zu, soweit es für ihn
machbar ist, seinen Neigungen entgegenkommt, und so weiter, und so
weiter. So hält sich mein Odysseus Roman beim Fickkram ziemlich
zurück, während die Erzählungen in Am Anfang war die Tat und Ferve
der Dreckfresser teilweise sehr, sehr obszön sind.
Sex ist wohl eine der genialsten
Erfindungen der Natur. Eine der schönsten Sachen, die man machen
kann, sei es zu zweit, zu dritt oder allein. Sex gehört zu den
»Jedem Tierchen sein Pläsierchen« Dingen, bei denen sich niemand
niemals für irgendwas genieren soll, ganz egal was der Fetisch, die
Begierde ist. (Die Kinderficker und Vergewaltiger sind hier absolut
und definitv ausgenommen. Dafür kann und darf es keinerlei
Verständis geben. Ich habe eine Frau und zwei Kinder und über
Verständnis für derartige Dinge gibt es nach meinem Dafürhalten
Nichts zu diskutieren.)
Und jetzt die Antwort auf die
ungestellte, aber stets vorhandene Leserfrage, mit der wohl jeder
Autor früher oder später konfrontiert ist: Es gibt wohl nicht viele
Texte, in denen nicht irgendwo ein autobiografischer Zug auftaucht.
In einem Detail, in einer Handlung, vielleicht auch nur in einem
Wunschdenken einer Figur, oder sonstwo. Das ist bei den meisten
Autoren so. Auch bei mir. Was jetzt selbst erlebt ist, aus meinem
Umfeld stammt oder frei erfunden wurde – das mag sich jeder
ausmalen wie er will. :-) Und nein, wir reden hier nicht von der
Gewalt. So. Haha. Pfui, schmutzige Gedanken, die in Hirnen
herumschwappen und raustriefen … :-)
Der Roman beinhaltet ein paar
Anspielungen auf die Popkultur unserer Zeit. Die sind nach meinem
Dafürhalten sehr leicht erkennbar und tatsächlich ohne tiefere
Bedeutung. Ich habe sie schlicht und ergreifend zu meiner eigenen
Unterhaltung eingebaut.
Apropos Unterhaltung, ich selbst lese
gern solch rabiate Stoffe. Vermutlich darum schreibe ich sie auch
gern. Ich finde Bücher, in denen es von Gewalt und Sex wimmelt
geradezu entspannend. Habe ich immer schon, soweit ich mich erinnern
kann. Das hat mit den Märchen der Gebrüder Grimm angefangen und die
haben ja wirklich Hardcore Geschichten erzählt.
Mich setzten blutige, ordinäre,
gewalttätige Bücher und Filme in eine entspannte, fröhliche
Stimmung. Je extremer, je lieber. Meine höchst persönliche
Erklärung dafür ist, dass kein erfundener Schrecken jemals so
grausam und schlimm sein kann wie die Scheiße, die in der
Wirklichkeit passiert. Buch zu, Film aus, Gefahr vorbei. Ganz
einfach. Die alternative Theorie wäre, dass ich eine Spur Soziopath
in mir trage – das wäre natürlich auch möglich. Aber das glaube
ich nicht. Hmmm...
Ob mir das hier zu denken geben sollte
(ein herzliches LOL!!) ?? -> Pressetext
Anspruch und Umfang ergeben sich aus
der Geschichte, die es erzählt. Allgemein gesagt wird im Idealfall
die Geschichte in der dafür geeigneten Sprache erzählt, die sich
von selbst findet. Das mag mal komplex und anspruchsvoll sein wie ein
Roman von Neal Stephenson oder so einfach und gradlinig wie ein, ach,
sagen wir, Romanheft. Passen Sprache und Geschichte zusammen, dann
sitzt die Sache. Es ist ohnehin ein wenig sinnlos, darüber zu
diskutieren. Was für denen einen Leser zutrifft, mag für den
anderen nichtmal im Ansatz stimmen. Was für das eine Buch des Autors
passt, mag bei seinem nächsten Werk falsch sein, weil die dahinter
stehende Absicht eine andere war. Also was soll's. Prinzessin ist ein
kurzweiliger, schneller Roman, der sich mit Gore/Splatter/Sex
beschäftigt und das auch so unumwunden ausdrückt.
Ich schreibe diesen Blogeintrag aus
zwei Gründen. Zum einen macht es mir wirklich Freude, einfach über
das Buch zu reden und vielleicht theoretisch oder praktisch am
Schreiben interessierte Leser mit Glossen über das Verfassen eines
Buches zu unterhalten. Zum anderen – ich will den Roman auch
verkaufen und das Schreiben darüber ist eines der Werbemittel, die
mir zur Verfügung stellen. Womit wir bei einem Thema sind, bei dem
im deutschsprachigen Raum viel zu viel komisch herumgedruckst wird.
Autoren wollen mit ihrer Arbeit Geld
verdienen. Schreiben ist ein Beruf und wie jeder Berufstätige will
auch der Autor für seine Arbeit bezahlt werden. Ich habe noch nie
verstanden, warum es hier so verpönnt scheint, darüber zu
quatschen. Sieht man sich den Rest der Welt an, so gibt es dort diese
Bedenken nicht. Da wird ganz offen und ungeniert darüber gesprochen.
Autoren machen Werbung, sie fordern dazu auf, ihre Werke zu kaufen,
ganz offensiv und ungeniert. Eigentlich logisch, oder? Vielleicht ist
es eine Charaktersache, vielleicht hat es mit gewissen Neid- und
Mißgunsttendenzen in der Bevölkerung zu tun, mit Mißtrauen, was
weiß ich.
Auf alle Fälle bremst mich dieses im
deutschsprachigen Raum übliche Schweigen und ich verzichte auf
konkrete Zahlen. Bis zu einem gewissen Grad ist mir das zu intim,
dazu … sagen wir ruhig, fürchte … ich einige meiner Mitmenschen
und ihren Faible für destrukive Reaktionen doch zu sehr. Aber soviel
schon: Nein, ich kann nicht vom Schreiben leben. So weit bin ich noch
lange nicht und ich gehe mal davon aus, dass das auch nicht so
schnell möglich sein wird. Es gibt nicht viele Autoren, denen dieses
Kunststück gelingt und damit zu rechnen erscheint mir unvernünftig.
Prinzessin wird eine Fortsetzung
erfahren. Ob es eine Trilogie wird hängt davon ab, ob sich der
zweite Band auch vertretbar verkauft oder auch davon, ob die
Geschichte danach tatsächlich noch weitergeht. Auf alle Fälle
möchte ich in der einen oder anderen Form immer wieder in diese Welt
von She zurückkehren. Es gibt eine fertige Geschichte, die 2014
rauskommen wird. Vielleicht gibt es noch die eine oder andere
Erzählung, eine Novelle, vielleicht einen Roman, in der Welt von
She, jedoch ohne sie. Wie auch immer.
Mit dem vorziehen der Fortsetzung
verschiebt sich die Reihenfolge meiner weiteren geplanten Bücher um
jeweils eins nach hinten, bleibt aber grundsätzlich bestehen.
So, und schlußendlich die letzte,
ultimative, unverrückbar tiefsinnige Wahrheit über den Sinn eines
Romans wie Prinzessin – sprich: wozu soll das Buch gut sein:
To have some mind-fucking fun.
Und zum krönenden Finale die unausweichliche
Einladung, das Buch schnell und bequem gleich von hier weg käuflich
zu erwerben.
Bei Amazon - hier als eBook, hier als Paperback.
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