Samstag, 1. Dezember 2012

Vorschau

Ab (2. Hälfte) Jänner 2013: John Aysa - Prinzessin
- kleine Kostprobe aus der 1., noch unkorrigierten Fassung:

Die Droole fressen.
Sie kann die Geräusche hören, ohne etwas zu sehen. Das Reißen der Zähne, das Schmatzen, das Kauen. Die Klauen, die am Körper rütteln und Brocken von Fleisch aus dem Rumpf reißen.
Die schmierigen, glitschigen Laute des säurehaltigen Speichels, der das Fleisch mürbemacht, die Schlürfgeräusche, mit denen der klumpige Fleischschleim in den Magen gesogen wird.
Die Geräusche verursachen ihr Übelkeit und am Liebsten würde sie sich übergeben, ihr Essen wieder ausspucken. Stattdessen verharrt sie reglos an der Stelle, an der sie sich befindet. Sie wartet.
Wartet, dass die Droole sich satt gefressen haben, träge und müde werden, bis sie mit schwerem Magen einschlafen. Wartet, bis sie sich leise, ganz leise in Bewegung setzen kann, davonschleichen. Fort von hier, raus aus dem Gefahrenbereich. Hoffentlich bald.
Regen tropft durch die Stockwerke bis zu ihr hinab, durch den zerfallenden Dachstuhl, die geborstenen Etagen, in denen Treppen, Böden, Wände fehlen, in denen Schimmel und Verfall hausen.
Der traurige Rest einer Zivilisation, die sich den Lauf einer Pumpgun tief in den Arsch gesteckt und den Abzug betätigt hat.
...

Genervt

Schwere Verkühlungen sind absolut nervtötend. Der Schädel dröhnt, die Nase rinnt, Luftholen ist mühsam, das Hirn will nicht ordentlich denken, mit der Kreativität ist es nicht weit her und ... alles nervt.

Wenigstens ist der Scheiß langsam am abflauen. Ein paar Tage noch.

Montag, 26. November 2012

Gedankensplitter

Du brauchst, so ist immer wieder nachzulesen (es gibt etliche dt. und engl. Seiten zu diesem Thema, Links reiche ich bei Gelegenheit nach, jetzt bin ich grad zu müde, sie rauszusuchen), in etwa zehn (10) Titel als Self-Pub Autor, um einen substanziellen Umsatz zu machen - vorausgesetzt, du willst das Schreiben professionell betreiben. Wobei ich Sammlungen von Kurzgeschichten nicht unbedingt vollwertig dazuzählen würde. Das Thema mit den Storys ist allerdings ein auf den deutschen Raum beschränktes Problem.

Du brauchst für zehn Titel jede Menge Zeit. Um dir diese Zeit leisten zu können, brauchst du viel Geld. Andernfalls musst du arbeiten gehen, was dir Schreibzeit nimmt, weshalb es länger dauert, diese Anzahl zustande zu bringen (von einem Familienleben, Partner, Affären und sonstigem Sozialleben reden wir mal lieber nicht).

Wenn du sehr schnell bist, kannst du zwei Jahre rechnen, um diese Anzahl Bücher zu verfassen und zu veröffentlichen. Wenn möglich, solltest du die Titel sowohl als eBook wie im Print anbieten. Sich darum zu kümmern, kostet auch Zeit. Dann muss man online ein wenig was tun, Website, Social Networks, Blogs, Foren, wtf auch immer, um ein wenig auf sich aufmerksam zu machen.

Im Endeffekt läuft es immer darauf hinaus, das du Geld und Zeit brauchst, um so viel zu schreiben, damit du Geld verdienen kannst. Nochmal, vorausgesetzt, du willst diesen Schreib-Job ernsthaft betreiben.

Wenn du diese zehn Bücher hast, werden sie dir zwar, wenn alles wie geplant läuft, ordentliches Geld in die Kassa spülen, aber kaum soviel, damit du ausschließlich davon leben kannst. Da braucht es dann noch ein paar Bücher mehr dazu. Oh, und so "Unfälle" wie Fifty Shades oder andere Beispiele von Mega-Sellern aus der Self-Pub Ecke passieren einfach.

Aber für jeden Bestseller gibt es sicherlich wenigstens zehntausend Titel, die niemanden interessieren. Natürlich, da ist noch J.A. Konrath alias Jack Kilborn. Das leuchtende Beispiel dafür, wie man als Self-Pub Autor Selbstvermarktung und Geld scheffeln in Perfektion praktiziert. Aber die Realität für den großen Rest von uns sieht anders aus, also solltest du bis dahin deinen Job nicht aufgeben. (Und Konrath hat viele, viele Titel in seiner Backlist und schreibt rasend schnell -> du brauchst viele Bücher, daran führt kein Weg vorbei, frag doch mal auch Thomas Knip)

Klingt frustrierend, nicht? Ist es auch. Warum tut man sich das an? Weil man es unbedingt möchte, mehr als alles andere. Es gibt wenige Dinge, die so viel Frust und Freude bereit halten wie der Job des Autors.

Also, wenn es dir ein Anliegen ist, ernsthaft zu schreiben, dann kneif die Arschbacken zusammen und schreib. Um Perfektionierung von Werbung, um allzu vielen Scheißkram, der nervt und Zeit stielt und alles andere drum und dran kannst du dich, musst du dich in zweiter Linie kümmern. Sieh zu, dass du eine ordentliche Backlist beinander hast, denn nur damit kannst du auch Leser für dich interessieren.

In diesem Sinne schreibe ich jetzt noch ein wenig am nächsten Buch weiter, ich habe meine zehn Titel noch nicht beinander ... aber ihr könnt mir gern helfen ... rechts in der Navigation gibt es mehrere Leseproben aus meinen Texten und am Ende jeder Probe ein Link zu einem eBookshop ... :-)

Sonntag, 25. November 2012

Rezensionen

Die letzten drei Bücher, die ich gelesen habe:

John Scalzi: Redshirts. Eine sehr komische und sehr clevere Space Opera mit verblüffender Lösung ... Scalzi ist schlicht und ergreifend gut. Längere Rezension -> hier.

  













Jeff Strand: Benjamins Parasit. Großartig. Grotesk, ekelhaft, überaus lustig, Ein Heidenspaß. Längere Rezension -> hier.















Jeffrey Thomas: Geschichten aus dem Cthulhu-Mythos. Ein sehr schönes Buch mit etlichen guten Ideen, einige Geschichten haben leider kleine Schwächen. Längere Rezension -> hier.




Donnerstag, 22. November 2012

Film: Skyfall

Skyfall ist die Rückkehr von James Bond zu seinen Wurzeln. Soviel kann man sagen, ohne den Film für jene, die ihn noch nicht gesehen haben, durch Spoiler zu ruinieren. Er kehrt zurück in vertrautes, modern adaptiertes Gelände und das ist elegant und gewitzt inszeniert.

Skyfall ist hervorragend inszeniert und bietet großartige Action, die bis an die Grenzen der Absurdität geht, ohne jemals auszurutschen. Der trockene Witz, den der Film streckenweise versprüht, tut ein übriges. Sam Mendes und sein Kameramann fangen elegante, von Kontrasten geprägte Bilder ein, das ist sicher der mit Abstand eleganteste Bond, was die Inszenierung betrifft.

Thomas Newman hat einen ausgezeichneten Score komponiert und auch das Titellied von Adele ist überraschend gut (die mir bis dahin kein Begriff war).

Skyfall wartet mit einem der interessantesten Antagonisten aller Bond Filme auf. Einem überaus menschlichen Bösewicht, geplagt von menschlichen Begierden und Leidenschaften, einem Bösen, der zur Abwechslung nicht nach Weltherrschaft strebt und in einer cleveren Referenz als Hannibal Lecter inszeniert wird. Javier Bardem ist geradezu entzückend in dieser Rolle. Bemerkenswert - die Motive des Antagonisten lassen sich nachvollziehen.

Wie gesagt, das interessanteste an diesem Bond darf man nicht erzählen, sonst ruiniert man den Film für jede Menge Zuseher, die, sofern sie ein wenig mit den Bondfilmen vertraut sind, unheimlich viel Spaß an den Zitaten, Anspielungen und Referenzen haben, die der Film, der die Serie geradezu rebootet, parat hat. (hm, ein etwas verschachtelter Satz)

Skyfall ist der cleverste Bond Film seit einer Ewigkeit. Im großen und ganzen gibt es nicht viel mehr dazu zu sagen. Den Film jetzt in allen Details zu Tode analysieren ist sinnlos – James Bond ist Actionkino, Entertainment. Witzig, technisch perfekt, überaus unterhaltsam. Darauf kommt es an.

Ach ja, die deutsche Synchronisation lässt einiges an Wortwitz und Stimmung vermissen. Wenn möglich, in Original schauen.

Soweit meine Meinung.

Dienstag, 20. November 2012

Film: Wolkenatlas

In gewisser Weise macht der Wolkenatlas als Film, rein für mich gesprochen, keinen Sinn. Ich kenne das Buch nicht, kann den Roman deshalb nicht beurteilen. Der Film ist wunderschön, hat Momente der Überraschung, des Schocks und des Lachens. Er ist, wie der Roman, verschachtelt, und erzählt sechs Geschichten, von der Vergangenheit bis in die weite Zukunft.

Ich würde nicht soweit gehen, den Film als esoterisches Geschwurbel ohne Sinn zu bezeichnen. Das Problem ist, der Sinn, der wohl irgendwo verborgen liegen muss, hat sich mir nicht erschlossen. Ich bin vielleicht nicht die hellste Birne, aber es langt allemal, einen 3 Stunden langen Film von Lana und Andy Wachowski und Tom Tykwer durchzusitzen und auf eine tiefergehende Aussage zu ergründen.

Ich kann mir vorstellen, die Filmemacher haben ein wenig am Sinn des Romans vorbeigearbeitet, sind an der Oberfläche kleben geblieben. Das hat Tom Tykwer schon bei seiner Verfilmung von Patrick Süskinds Das Parfum gemacht – ich habe beim Lesen des Romans die Dinge gerochen, die der Autor beschrieben hat. Der Film hat mir wunderschöne, weichgezeichnete Bilder geliefert, aber mehr war da nicht.

Ich mag die Wachowsiks sehr gern. Bound war ein hervorragender kleiner Film, Matrix sowieso (die Fortsetzungen, na gut, hüstel) und ihre Produktion des Alan Moore Comics V hat mir auch sehr zugesagt. Aber die Geschwister sind doch sehr an der Oberfläche der Dinge interessiert, an beeindruckenden Bildern, an einer durchgestylten Optik, in der jeder Blutspritzer einfach nur schön aussieht.

Der Wolkenatlas ist unverkennbar ein Werk dieser drei Filmemacher. Die Idee, die Schauspieler in jeder Episode zu besetzen ist genial, mutet in manchen Momenten äußerst merkwürdig an und ist genau das, was man von diesen Filmemachern erwartet. Aber eine Aussage, ein Sinn, eine tiefergehende Bedeutung, irgendetwas, das dieses wunderschöne Monumentalwerk zu einer exquisiten Besonderheit erhebt, sucht man vergeblich.

Als Zuseher werde ich kopfkratzend aus dem Kino entlassen, darüber rätselnd, was ich letztlich gesehen habe. Das ist in vielen Fällen genau das, was die Macher wollten. Aber beim Wolkenatlas beschleicht mich das Gefühl, dass es den Machern passiert ist, obwohl sie etwas ganz anderes erreichen wollten. Es wäre zu einfach, den Film als gescheitert abzutun, das würde ich gar nicht so sehen. Aber er ist ein wenig am Ziel vorbeigeschossen.

Im übrigen finde ich die Synchronisation nicht sonderlich gut. Aber das nur am Rande.

Freitag, 9. November 2012

Leseprobe 5

Ausschnitte aus: John Aysa & Alexander Ater: Chaotika - Der erste Miscatonic Hindin Roman; ein Science Fiction Roman.


Kapitel 00

Ein donnerndes Trompeten erschreckte Mischka. Es knirschte, knallte, die Türen klappten zu, die Treppen verschwanden im Rumpf und der Zug setzte sich mit einem Ruck in Bewegung.
Dampf quoll unter den Wagen hervor. Für Augenblicke verbarg sich der Bahnhof hinter einer enorm dichten, blütenweißen Nebelwolke, die so rasch abzog, wie sie gekommen war. Dabei nahm sie den Zug mit sich.
Etwas Neues.
Er und der Fremde waren nicht mehr allein. Auf der anderen Seite der Trasse, am Behelfssteig mit den Laderampen, standen drei Personen über die Länge des Bahnsteigs verteilt. Sie marschierten jetzt auf einen Punkt gegenüber dem Mann im Staubmantel zu.
...
Großartig. Er hatte die Wahl zwischen beschissen, beschissener und total beschissen.
Besser, er sah zu, dass er dezent und gemütlich verschwand, in der Hoffnung, als unwichtig ignoriert zu werden.
»Habt ihr ein Pferd für mich?«, fragte der Unbekannte.
Die drei stutzten, dann kicherte einer von ihnen.
Scheiße.
»Wie es aussieht, haben wir einen Gaul zu wenig«, lachte er. Seine Kumpane fielen in das blöde Gelächter ein. Plumpe, aufgesetzte Belustigung, erzwungen vom Leitbullen, so echt wie Rosenduft beim Kacken. Obwohl ...
Der Mann im Staubmantel schien davon nicht beeindruckt.
»Oh nein«, sagte er. »Ihr habt zwei zu viel.«
Doppelte Scheiße.
Das Lachen hörte schlagartig auf.
Absolute Scheiße.
Die Sache geriet noch beschissener, als der Fremde mit einer scheinbar gemächlichen Bewegung den langen Mantel zurückschob und Mischka den Gürtel mit Holster sah. Den Haken, der das Wams aus dem Weg hielt. Er sah, wie die Hand sich auf den mit Perlmutt beschlagenen Griff der Schusswaffe legte, der Daumen den Verschluss aufflippte und der Neuankömmling die Knarre zog.
Die Waffe war ein mächtiges Teil, ein ihm unbekanntes Modell. Aus dem Augenwinkel sah er, wie die drei Handlanger auseinanderhechteten und gleichfalls ihre Pistolen zogen. Das sah übel aus.
Vielleicht wäre es jetzt an der Zeit, irgendeine Aktion zu setzen. Aber er war nicht in der Lage, viel anderes zu tun als gebannt zu starren, während der Fremde den Abzug des Schießeisens durchzog.
Er war unglaublich schnell.
Die Knarre furzte.
Was soll das, fragte sich Mischka, das antwortende Knallen der gegnerischen Waffen vernehmend. Anstelle einer Erklärung bekam er einen heftigen Schlag in die Rippen, der ihn herumschleuderte und von den Füßen riss.
Verdammter Mist, ich bin getroffen, dachte er. Dann hörte er erneut das verdächtig nach Fürzen klingende Geräusch, ehe er zu müde wurde, irgendetwas zu beachten. Der Schmerz ließ nach, als der Schlaf ihn zu übermannen begann.
In einer Schießerei einzuschlafen ist schwachsinnig, ging es ihm durch den Sinn. Im letzten bewussten Moment stellte sich noch eine bedeutsame Frage.
Welche Pferde?

Kapitel 04

Der Knüppel traf Zack mit brutaler Wucht an der Schädelseite, zertrümmerte ihm das Jochbein, drückte es nach innen, verschob es.
In Folge ploppte ihm der Augapfel aus der Höhle, hing am Nervenstrang die Backe hinunter. Blut und Flüssigkeit flossen aus der Augenhöhle über die Wange. Er versuchte, einen Schrei auszustoßen.
Noch ehe einer der Anwesenden darauf reagieren hätte können, hämmerte der Prügel ein weiteres Mal zu, ließ den Schädel am Hinterkopf splittern. Der Kopf wurde nach vorn gerammt und die Fresse schlug gegen die Tischplatte. Der Getroffene schnellte zurück, der Knüppel kam ein drittes Mal zum Einsatz und drosch dem Mann ins Gesicht.
Zähne zersplitterten, der Kiefer brach und die Nase wurde in einer blutigen Explosion zertrümmert. Zack fiel vom Sessel auf den Boden. Er war kaum mehr bei Sinnen, röchelte und blutete mit schwerem Gehirntrauma. Er zuckte unkontrolliert, beschmutzte sich. Zum Glück bekam er von den Schädelverletzungen nicht viel mit.
Er war außerstande, den gedämpft wahrgenommenen Schmerz zu artikulieren. Die am Hinterkopf geplatzte und gerissene Haut entblößte den weißen Schädelknochen. Zwischen den Splittern lag die Gehirnhaut frei.
Eine Serie von Hieben brach ihm mit unangenehm durch den Raum schallenden Knacklauten Beine und Knie, zermalmte Hüften und Rippen. Die Prügel zerquetschten die Hoden und verursachten innere Verletzungen. Zack verlor unwiderruflich das Bewusstsein.
So blieb ihm das Erlebnis des letzten Schlages, der ihm den Schädel endgültig zertrümmerte und ihn tötete, erspart.
Robert Der Nirosta war nicht im Ansatz außer Atem, als er den Knüppel achtlos auf die Leiche fallen ließ. Er winkte mit einer ungeduldigen Geste einem Lakaien mit Wasserschüssel. Er reinigte die Hände, rückte den Anzug zurecht und richtete die Aufmerksamkeit auf die verbliebenen Anwesenden.
...
Die Männer und Frauen am runden Tisch verharrten in schockiertem Schweigen. Das lauteste Geräusch verursachte das aus den Wunden tropfende Blut, das den teuren Holzboden verunzierte.
...
»Missverständnis, hä? Soviel zu dieser verdammten Scheißfehleinschätzung«, sagte er ruhig und ließ sich auf seinem Platz nieder.
»Hat sonst noch eines von euch Arschlöchern eine fadenscheinige Ausrede, warum was nicht geklappt hat?« Schweigen antwortete ihm. Er nickte zufrieden. Keine Antwort war auch eine Antwort.
Der Lakai legte den gereinigten Knüppel vor ihm auf den Tisch und verschwand lautlos. Ein Teil aus massivem Holz, griffig, poliert und mit Schichten von widerstandsfähigem Lack überzogen. Handarbeit vom Feinsten.
»Damit hätten wir das geklärt. Kann mir jemand schlüssig erklären, was dort draußen in der Provinz schiefgegangen ist? Wer ist verantwortlich und wer hat es verabsäumt, mich rechtzeitig darüber zu informieren? Und, das wäre von Bedeutung, hat einer von euch Pissern eine Idee, wie man dieses Drama rasch beendet?«
Erneut antwortete ihm betretenes Schweigen. Im Augenblick fasste niemand den Mut, ihm eine Antwort zu geben. Der Nirosta deutete ein Kopfschütteln an, verzog den Mund zu einem humorlosen Lächeln.
»Wozu leiste ich mir diesen verdammten Aufsichtsrat, kann mir das jemand erklären? Wofür bezahle ich euch Scheißepisser? Ihr sollt ein Auge auf unsere Geschäfte haben und Ordnung halten, weil ich mich nicht persönlich um jeden Dreck kümmern mag. Das scheint zuviel verlangt, wie es aussieht. Ihr wollt es auf die harte Tour, stimmt das? Habe ich recht? Nun, das könnt ihr haben
Er erhob sich vom Sessel, stützte die Fäuste auf die Tischplatte.
»Ich gehe jetzt eine Runde um diesen Tisch, und wenn ich mich niedersetze, bekomme ich meine Antwort. Andernfalls schlage ich wahllos einem von euch den Schädel ein. Ist das verstanden worden?«
Ohne auf eine Replik zu warten, packte er den Schläger und ging los.
»Ich habe keine Ahnung, wovon die Rede ist«, sagte Mackie genervt.
Der Knüppel sauste ihm mit brutaler Gewalt in den Rücken. Mackie schleuderte nach vorn, knallte gegen die Tischkante und fiel zu Boden, wo er sich erstickt hustend wand.
»Oh Scheiße«, keuchte er. »Verdammt, das tut weh.«
»Dein Nichtwissen interessiert mich einen feuchten Dreck, Mackie. Danach habe ich nicht gefragt. Ich will eine Antwort auf meine Frage. Niemand?«
»Eine dämliche Provinzposse war das«, tönte eine unerwartete Stimme.
Synchron drehten die Anwesenden ihre Köpfe zu der Frau, die durch die Tür geschritten kam.
Elegant, arrogant, mit diabolisch funkelnden Augen. Sie sah großartig, überlegen und bedrohlich aus. Aggressiv.
»Eine Posse?«
»Genau«, bekräftigte Ilsa mit schmalem Lächeln...

Kapitel 11

Das Killerkommando bestand aus vier Männern.
Circe und Mischka hatten sich mit Ordnern voller Tageszeitungen an einem Tisch niedergelassen und blätterten eine Sammelmappe nach der anderen durch. Wonach sie konkret suchten, wussten sie nicht zu sagen.
Sie hofften auf ein Muster, das sie auf die richtige Spur lenken würde. Circe war der Meinung, dass die geballte Konzentration von Wochen und Monaten an Nachrichten Informationen zutage fördern konnte, Zusammenhänge, die sonst untergingen.
Sie waren mitten in ihrer Arbeit, als die Männer in die Bibliothek kamen und sofort auseinanderstrebten. Circe kniff die Augen zusammen und Mischka wirbelte herum, als er ihren Blick sah.
Er erfasste, was los war, hechtete über den Tisch und riss ihn dabei um. Die ersten Kugeln schlugen in das massive Holz, als Circe in Deckung ging.
»Du hast ein bemerkenswertes Talent, dir Feinde zu machen«, fluchte sie.
»Das war mir bisher nicht bekannt

Kapitel 12

Er erlitt beinahe einen Herzinfarkt, als eine eiskalte, makellose Messerklinge seine Eichel berührte. Er keuchte und versuchte sich zu artikulieren, während die Erektion blitzartig zusammenfiel, der Penis dabei das Messer streifte.
Die Klinge war mörderisch scharf. Fast verlor er vor Angst die Kontrolle über die Blase.
Die Furie in Schwarz grinste hämisch.
»Das war unhöflich, nicht wahr? Vielleicht sollte ich mich vorstellen? Oder möchten Sie raten, wer ich bin? Sind Sie so klug
Er hatte die Frau noch nie gesehen, gehofft, sie niemals sehen zu müssen. Es war nicht schwer zu erraten, wer sie war. Es gab nur eine kranke Psychopathin, die sich derart irre Auftritte erlaubte.
»Ihr Name ist Ilsa.«


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